Design und Konstruktion
Der KingFisher 20 ist aus massivem GFK gefertigt und verfügt über einen eisernen Zwillingskiel, der es dem Boot ermöglicht, direkt aufrecht im Wasser auf den Strand zu laufen. Mit einem Tiefgang von 0,71 bis 0,80 Meter (je nach Beladung) passt sie problemlos in flache Marinas und trocknet bei Flut auf dem Trockenen. Die ersten sechs Rümpfe aus dem Jahr 1959 hatten eingegossene Kielflossen aus Glasfaser; ab der Serienproduktion ab 1962 wurde Gusseisen verwendet. Nierop entwarf die Westfield Kingfisher-Linie von 1959 bis 1978. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist als Masttoppslup getakelt. Die Schoten von Fock und Genua laufen über eine 6,3 Meter lange Leine mit 10 mm Durchmesser, die Großschot über eine 15,7 Meter lange Leine mit 10 mm und die Spinnakerschoten über eine 13,8 Meter lange Leine mit 10 mm Anker. Die Segelfläche von 177 Quadratfuß auf einem 2.600 Pfund schweren Rumpf ergibt ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 14,98 und eine Rumpfgeschwindigkeit von 5,76 Knoten. (1)
Bekannte Schwachstellen
Die frühesten Rümpfe aus dem Jahr 1959 unterscheiden sich bei der Kielkonstruktion von den Serienbooten. Sie verwenden geformte GFK-Kiele anstelle von gusseisernen Zwillingskielen.
Refits und Eignerschaft
Nierop ging 1978 in den Ruhestand, und Moorstream Ltd., als Kingfisher Yachts bekannt, übernahm die Produktion bis in die frühen 1980er Jahre. Der GFK-Rumpf und das einfache Rigg halten die Wartung auf das Niveau von Eisenkielen und Decksbeschlägen beschränkt.
Das Fazit
Die KingFisher 20 ist ein solides GFK-Boot mit Kimmkiel, hohem Ballastanteil und einfacher Takelage, gebaut für das Erkunden von Flachwasserrevieren und das Trockenfallen im Watt.
Vorteile
- Zwei Kimmkiele ermöglichen das Trockenfallen und den Zugang zu flachen Gewässern
- Ballastanteil liegt über dem von 69 % ähnlicher Konstruktionen
- Der massive GFK-Rumpf vereinfacht die Eignerschaft
Nachteile
- Frühe Rümpfe aus dem Jahr 1959 weisen unterschiedliche Kielkonstruktionen auf
- Die kompakten Abmessungen begrenzen die Wohnlichkeit








