Design und Konstruktion
Lindhs 23-Fuß-Boot streckt sich mit einer Deckslänge von 22,58 Fuß, einer Wasserlinie von 18 Fuß, einer Breite von 7,75 Fuß und einem Masttoppslup-Rigg überaus kompakt aus – es tauscht reine Größe gegen handliche, trailerbare Proportionen ein. Kells Corp. baute das Boot hauptsächlich aus GFK mit Holzverzierungen. Der Rumpf besteht aus massivem GFK-Laminat, während das Deck einen Balsakern aufweist – eine Kombination, die das Gewicht für den Transport minimiert, aber gleichzeitig eine ansprechende Formgebung beibehält. Eine markante Konstruktionsentscheidung ist die schlichte, laminierte Rumpfkiel-Verbindung zur Minimierung von Undichtigkeiten, kombiniert mit einem einlaminierten Flachkiel mit einem Gewicht von 750 Pfund. Das Schwenkkiel-Design (mit einer Schwester mit Festkiel namens Coaster 23) ermöglicht es dem Boot, auf dem Trailer nur 0,92 Fuß hoch zu liegen und beim Segeln bis auf 5 Fuß Tiefe zu fahren – ein Vorteil, den eine 23er mit Festkiel nicht bieten kann. (1)
Rigg und Handhabung
Die Masttoppslup trägt ein Großsegel von knapp unter 100 Quadratfuß und eine 115-prozentige Fock von etwa 112 Quadratfuß, ergänzt durch eine 150-prozentige Genua von fast 174 Quadratfuß und einen für leichteren Wind verfügbaren 354-Quadratfuß-Spinnaker. Diese Segelflächen, auf einem I von 23 Fuß und einem J von 9,75 Fuß getrimmt, verleihen dem Boot ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 20,09 – bescheiden, aber ausreichend mit einer Verdrängung von 1.980 Pfund und einem eisernen Ballast von 525 Pfund, um bei leichtem bis mäßigem Wind agil zu segeln. Die Schwenkkiel-Form und das Ballast-Verhältnis von 26,5 Prozent halten das Boot aufrecht, ohne dass eine Crew größer als eine Familie erforderlich ist, und die Rumpfgeschwindigkeit von 5,69 Knoten markiert die realistische Obergrenze auf flachem Wasser. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet eine kleine Kajüte Platz für bis zu vier Personen – ein Layout, das zum deklarierten Zweck des Bootes, nämlich Wochenendtörns und nicht für längere Törns, passt. An Deck ist die geräumige Plicht der soziale Mittelpunkt – großzügig für ein 23-Fuß-Boot und bestens geeignet für Tagestouren mit Kindern oder Gästen. Der Schwerpunkt liegt stets auf Einfachheit: keine komplexen Systeme, nur der geschützte Raum zum Schlafen und eine große, offene Plicht zum Segelspaß. (1)
Refits und Eignerschaft
Die Eignerschaft einer Kells 23 bedeutet das Leben mit einem kleinen, zugänglichen Boot, dessen Produktionsvolumen zwar begrenzt, aber ausreichend war, sodass Exemplare auf Trailer und in Werften zu finden sind, in denen die Werft tätig war. Die leckarmen Fugen und der einlaminierte Kiel sind Eigenschaften, die ein Eigner zu schätzen weiß, wenn er das Risiko von Lecks gegen den Komfort eines Schwenkkiels abwägt, und die Holzverzierungen sind der offensichtliche Bereich, an dem sich Alterung zuerst bemerkbar macht.
Das Fazit
Die Kells 23 ist ein zweckmäßig gebautes kleines Küstenboot, das genau das leistet, was Lindh und Kells Corp. vorhatten: Sie bietet einen erschwinglichen, trailerbaren, familienfreundlichen Daysailer und Wochenendkreuzer mit einer leckanfälligen Rumpf-Kiel-Verbindung und einem geringen Tiefgang, der ruhige Buchten zugänglich macht. Sie wird keine Ozeanüberquerungen gewinnen, aber innerhalb ihres Reviers ist sie durchdacht und seetüchtig.
Vorteile
- Trailerbar mit sehr geringem Tiefgang auf dem Trailer und einem Segel-Tiefgang von nur 1,52 m für flache Gewässer
- Formverleimte Rumpf-Kiel-Verbindung und einlaminierte Kielkonstruktion zur Minimierung von Undichtigkeiten
- Geräumiges Cockpit und Kajüte mit Schlafplätzen für vier Personen bei einer 23-Fuß-Yacht
- Agil bei leichtem bis mäßigem Wind dank des einfachen Masttopp-Riggs
Nachteile
- Die limitierte Produktion von 100 bis 200 Einheiten und die Bauzeit von 1971 bis 1980 bedeuten seltene, ältere Exemplare
- Die kleine Kajüte schränkt das Revier auf Wochenendtörns ein
- Der bescheidene Segelplan und die Rumpfgeschwindigkeit von 5,69 Knoten begrenzen die reine Leistung








