Design und Konstruktion
Der Rumpf weist einen fast vertikalen Vorsteven, einen feinen Vorschiffseintritt und ein breites Heck auf. Zwei Ruderblätter und eine große Plicht wurden von den Testern fest mit den damaligen Mini Transat-Entwürfen in Verbindung gebracht. Das Hubsystem ist das Herzstück des Konzepts: Ein GFK-Schwert zieht sich in einen gusseisernen Ballastpfahl zurück, was einen minimalen Tiefgang von nur 2 Fuß 3 Zoll ermöglicht und das Boot bei Unterstützung der Doppelruder problemlos trockenfallen lässt. Der Pfahl, der die Lasten des an Deck stehenden Decks aufnimmt, dient gleichzeitig als Führung für das Aufholseil des Schwerts, sodass der Schwertkasten nicht in der Kabine Platz beansprucht. Die Verdrängung beträgt 4.579 lbs mit 1.481 lbs Ballast in diesem eisernen Pfahl, und die Breite reicht bis zu 9 Fuß 5 Zoll – eine Breite, die der Plicht und der Achterkoje zugutekommt, allerdings auf Kosten einer nicht unerheblichen benetzten Fläche. (1)
Rigg und Handhabung
Das Rigg ist relativ klein und konservativ, und Tester stellten fest, dass es bei leichtem Wind etwas Leistung fehlt, was das Boot bei Flaute nicht zum schnellen Flieger macht. Bei Wind berichteten dieselben Segler, dass sie gut läuft: Mit neuen Segeln erzielten sie am Wind etwa 4,5 Knoten bei 13–14 Knoten scheinbarem Wind und kamen auf über 5 Knoten, sobald der Anemometer 20 Knoten überschritt. Sie blieb gut ausgewogen, die Doppelruder sorgten für reichlich Grip, und sie fing erst an zu krängen, wenn das Leitwerk bewusst weit unter Wasser getrimmt wurde. Sie scheint nichts dagegen zu haben, am Wind mit 20–25° Krängung gesegelt zu werden. Die Kontrolle über den Achterliek des Großsegels wird durch das Fehlen eines Travellers und das hohe Vorstag eingeschränkt – ein Kompromiss für Sicherheit und Platz in der Plicht statt für präzise Feintrimmung. (1)
Unterbringung
Unter Deck bietet das Boot nominell vier Kojen, aber der eigentliche Clou ist die Nutzung der Breite. Die Doppelkoje im breiten Heck liegt achtern des Motorraums und ist zur Pantry hin offen, während sich vor der Pantry an Backbord und dem Kartentisch an Steuerbord eine Schlafzone erstreckt, die an ihrem achteren Ende ganze 8 Fuß 9 Zoll lang und 7 Fuß 2 Zoll breit ist, wobei der Tisch als Füllmaterial dient. Yachting Monthly bezeichnete die Bug-Doppelkoje als eine der größten, die man auf einem Boot unter 40 Fuß finden wird. Die Nasszelle befindet sich in einem separaten Raum achtern, und hinter dem Kartentisch gibt es eine für diese Größe ziemlich geräumige Toilette. Die Pantry ist eine ehrliche Küche für den Küstenbereich: ein Einbaubrenner, eine Spüle mit Fußpumpe für Süßwasser, ein zu öffnendes Bullauge im Kajütaufbau, eine kleine Arbeitsfläche und eine moderate Menge an offenen Stauräumen. Um an den Kühlschrank zu gelangen, muss man den gesamten Kartentisch hochklappen, und ein riesiger Backskiste in der Plicht rundet die Stauraummöglichkeiten ab.
Motor und Antrieb
Der Antrieb erfolgt über einen Einzylinder-Innenborder Yanmar IGM mit zweiflügeligem Faltpropeller; ein am Spiegel montierter Außenborder ist optional erhältlich, um den Start per Knopfdruck zu erleichtern. Unter diesem Innenborder schiebt sie sich auf flachem Wasser auf etwa 5 Knoten voran und bei 20-Knoten-Gegenwind mit kleiner Welle auf 3 bis 3,5 Knoten. Der Motor sitzt vor der Achterkoje, wodurch die Koje wie beschrieben offen zur Pantry bleibt, und der Faltpropeller reduziert den Widerstand sobald das Boot unter Segeln geht.
Das Fazit
Die Sun 2500 ist eine clevere kleine Fahrtenyacht, die den Feinschliff bei Leichtwind gegen die Freiheit eines geringen Tiefgangs und eine erstaunliche Raumausnutzung eintauscht. Das Hubkiel-System und das Trockenfallen der Doppelruder öffnen Priele und trockenfallende Liegeplätze, die ein 25-Fuß-Boot mit Festkiel nicht nutzen kann. Der breite Rumpf bietet eine Bugkoje und eine Achterkabine, die Boote um ein Jahrzehnt größer in den Schatten stellen. Sie läuft am besten, wenn der Wind auffrischt, und die eingeschränkte Großsegelkontrolle ist der Preis für die offene, sichere Plicht.
Vorteile
- Tragfähigkeit auf 2 Fuß 3 Zoll Tiefgang und trocknet bei Doppelrudern ohne Hilfe auf
- Außergewöhnliche Kojengröße für die Länge, einschließlich einer Bugkoje, die mit Booten unter 40 Fuß konkurriert
- Getrennte Achtertoiletten und eine Kartentisch in einem 24-Fuß-Rumpf
- Gleichmäßig ausbalanciert und gut am Wind laufend bei Brise unter Doppelrudern
Nachteile
- Das konservative Rigg fehlt bei leichtem Wind an Leistung
- Der fehlende Traveller der Großschot schränkt die Kontrolle über das Achterliek des Großsegels ein
- Die nicht unerhebliche benetzte Fläche arbeitet bei Flaute gegen das Boot







