Design und Konstruktion
Rumpf und Deck bestehen aus massivem GFK, mit einem eisernen Kiel – entweder als Flossenkiel oder Kimmkiel. Der Kimmkiel ermöglicht das Trockenfallen des Bootes, während der Flossenkiel je nach Beladung einen Tiefgang von etwa 5,7 bis 6,0 Fuß hat. Er ist manövrierfreudiger, aber weniger kursstabil als ein ähnliches Boot mit Langkiel. Der Innenraum ist formverleimt, wird jedoch gut durch Teakholz und Polsterstoffe kaschiert, und die Decke ist formverleimt und sehr ordentlich ausgeführt. Bei einer Verdrängung von 4.300 Pfund und 2.000 Pfund Eisenballast liegt ihr Ballast-Verdrängungs-Verhältnis bei 51 Prozent – höher als bei 90 Prozent ähnlicher Konstruktionen – und ihr schlanker Längen-Breiten-Verhältnis von 3,16 macht sie schmaler als 73 Prozent vergleichbarer Segelboote. Das Komfort-Ratio von 18 bis 19,4 stuft sie als komfortabler als 58 Prozent ähnlicher Boote ein, während ein DL-Verhältnis von 183 sie zu moderaten Regattayachten macht. (1)
Rigg und Handhabung
Das Rigg entwickelte sich während der Produktionszeit des Modells weiter: Die Querträger wurden zurückgepfeilt, und sowohl die unteren als auch die oberen Wanten wurden nach innen gefahren, was Segler bei Tests als große Verbesserung für das am Wind geschnittene Vorsegel und die Beweglichkeit entlang der Seitendecks empfanden. Ein Babystag vorne wurde hinzugefügt, um das Rigg steif zu halten und als nützlicher Griff auf dem Vordeck zu dienen. Das am Spiegel aufgehängte Ruder hielt seine Wirkung auch bei starken Böen, die das Boot krängten. Der Tester stellte eine gewisse Luvgierigkeit unter viel Segelfläche bei Böen von Stärke 4 bis 5 fest, jedoch nichts Übermäßiges, mit eventuell Leegierigkeit bei leichtem Wind. Der Arbeitssegelplan umfasste 119 Quadratfuß im Großsegel und 148 Quadratfuß im Arbeitsfock – eine Menge Segelfläche für 25 Fuß –, und der Rezensent schlug vor, dass die Fock etwas kleiner oder mit Reffpunkten ausgestattet werden könnte, um weitere 20 Quadratfuß einzubauen. Das Boot konnte mindestens eine Stärke sechs ohne Sturmfock verkraften, die selbst nur 50 Quadratfuß bietet, und zur Segelausrüstung gehörten neben der Fock drei verschiedene Genuas. (2)
Unterbringung
Unter Deck wird der Platz optimal genutzt. Eine Dinette an Backbord lässt sich zu einer Doppelkoje umbauen, die nur 1,78 m lang ist und für Kinder geeignet ist. Durch ein zusätzliches Polster ist sie mit der Einzelkoje an Steuerbord verbunden, was eine breite Schlafgelegenheit ergibt. Backbord des Lukenbereichs befindet sich die Pantry mit Spüle und Spiritusbrenner sowie reichlich Stauraum in den Schränken. Vor dem Hauptschott liegen die Nasszellen und ein Kleiderschrank. Weiter vorn befinden sich zwei vollwertige Kojen, und eine Achterkoje an Steuerbord ist unter den Cockpitboden ausziehbar. Der Zugang ist über eine niedrige Brücke und eine breite Luke leicht zu erreichen. Das Cockpit selbst ist geräumig und selbstlenzend. An Backbord gibt es einen großen Segelschrank, an Steuerbord einen Schrank mit einer Ablage für kleine Gegenstände. Handläufe auf dem Kajütdach und Relingwachen sorgen für ein sicheres Gefühl.
Refits und Eignerschaft
Das Boot wurde ohne Motor, mit Außenborder oder Innenborder angeboten – die Werft empfahl den Bukh DV8 oder Volvo MD5B mit Saildrive-Antrieb. Das Anlegen und Manövrieren wird häufig mit einem 4- bis 5-PS-Hilfs-Außenborder erledigt. Die Reihe von Werftänderungen bei Rigg, Layout und Konstruktion bedeutet, dass frühere und spätere Rümpfe in Details voneinander abweichen, und ein Käufer sollte darauf achten, welche Generation ein bestimmtes Boot repräsentiert. Das Kenterungsverhältnis von 1,91 würde sie allein nach dieser Formel für Hochseeregatten qualifizieren.
Das Fazit
Die Jaguar 25 ist eine durchdacht weiterentwickelte kleine Regatta-/Fahrtenyacht mit einem sicheren Decksplan, einem praktischen und geselligen Innenraum und einem Rigg, das auf Leistung am Wind getrimmt ist. Ihr schmaler, schwer ballastierter Rumpf bevorzugt Gelassenheit vor reiner Geschwindigkeit, und die Kimmkiel-Option bietet das Trockenfallen am Strand zu Lasten der Kursstabilität.
Vorteile
- Schlanker Rumpf mit hohem Ballastanteil ist stabiler als die meisten Konkurrenzboote dieser Größe
- Zurückgepfeiltes Rigg mit Babystay verbessert die Fockstellung und die Sicherheit auf dem Vordeck
- Selbstrutschende Plicht mit tiefer Stauraumlösung und einfachem Zugang zur Kabine
- Die Kimmkiel-Version kann trockenfallen; die Flossenkiel-Version ist wendig
Nachteile
- Die Arbeitsfock ist bei starken Böen für das Boot zu groß
- Der Flossenkiel hat weniger Kursstabilität als ein Langkiel
- Die Doppelkoje an Backbord ist ohne die zusätzliche Auffüllmatratze für die meisten Erwachsenen zu kurz









