Design und Konstruktion
Rumpf und Deck sind im Vakuumsack-Verfahren als Sandwich-Kompositbauweise gefertigt, wobei biaxiales E-Glasfasergewebe über einen Corecell-Schaumkern verklebt wurde. Hochdruck-Einlagen an den Belastungspunkten sorgen für die nötige Steifigkeit, um die Kräfte aufzufangen, denen eine trailerbare Regatta-/Fahrtenyacht vor Anker ausgesetzt ist. Auf dem Boot gibt es kein einziges Stück Holz und auch keine überflüssigen Beschläge. Die Basisstruktur wird in China gebaut und in den USA montiert. Der Kiel ist ein 3,8 Fuß langer, trapezförmiger Bulbkiel mit Flossenprofil, und das Ruder ist ein gerades, tiefes, am Spiegel aufgehängtes Ruderblatt. Eine eingeformte Fußreling und ein bereit für das Seildeck konzipierter Decksplan vervollständigen das sicherheitsorientierte Profil. Ein offener Heckspiegel mit Badeplattform bietet zusätzlichen Raum zum Entspannen und Unterrichten, während das offene, selbstlenzende Cockpit schnell abläuft. (1)
Rigg und Handhabung
Die J/7 ist mit einem einfachen 7/8-Slup-Rigg auf einem Aluminium-Schwert mit Scharnierbeschlag ausgestattet, das auf einer Maststütze steht. Dieser Aufbau ermöglicht ein einfaches Aufstellen und Transportieren des Bootes. Die Segeltrimm-Leinen sind zu Hand geführt, um die Crew unterwegs nicht auf die Seitendecks zu bringen: Eine Rollfock mit 2:1-Geschot zu Harken SnubAir-Winschen, eine Großschot-Pendelbeschlagung am Baumende ohne Traveller, die auf eine Drehklemme an einer Stütze übergeht, und ein Dyneema-Achterstag, der geteilt und mit Schnappschäkeln an den Cockpitwänden belegt wird, um bei Böen sofort die Segelform zu kontrollieren. Tester stellten fest, dass die Leinen sauber zum Steuerstand geführt werden und das verstellbare Achterstag sofortige Kontrolle über den Segelplan ermöglicht. Mit viel Ballast und einer Rumpfform, die für außergewöhnliche Steifigkeit sorgt, läuft das Boot hervorragend hoch am Wind oder nur unter Großsegel, läuft kursstabil und direkt und reagiert dennoch sofort auf eine Kursänderung oder einen Trimm. Frühe Testsegel zeigten am Wind Geschwindigkeiten von über 7 Knoten bei leichtem Wind, und das gerade Ruderblatt gleitet ohne zusätzlichen Auftrieb durch die Kreise beim Abfangen von Luvgängen. Die Stabilität ist für ein 23-Fuß-Boot dank eines tiefen Schwerpunkts und dieses Ballast-Verdrängungs-Verhältnisses von 46 Prozent bemerkenswert, und der geringe Tiefgang eignet sich hervorragend für flache Küstengewässer und Binnengewässer.
Unterbringung
Für ein 23-Fuß-Boot ist die Plicht großzügig bemessen: Sie misst 8,5 Fuß und bietet lange Sitzbänke, geneigte Rückenlehnen sowie Platz für fünf Erwachsene. Selbst achtern des Großschotsbrids am Ende des Baums gibt es Sitze. Die Sülls sind nach außen geneigt, sodass sich eine Person im Sitzen besser umsehen kann, egal ob im Innenraum oder an der Kante. Die Sicht vom Steuerstand ist hervorragend dank des niedrigen Kabinenprofils und der hohen Freiheit im Baum. Unter Deck ist die glänzend weiße Gelcoat-Kabine kompakt – mit einer 6-Fuß-V-Koje, 5-Fuß-Sitzbänken und Stauraum – ohne Batterie, Elektronik oder Sanitäranlagen, aber ausreichend für ein Nickerchen, Privatsphäre oder ein Wochenend-Glamping-Setup mit Baumzelte und tragbarem WC. Breite Seitendecks und der offene Spiegel machen sich beim Bewegen im Boot kaum bemerkbar.
Bekannte Schwachstellen
Der einzige Mangel, der in den damaligen Tests aufgefallen ist, war eine Neigung zu ungewollten Schotüberläufen an den Winschen; die Gutachten empfahlen ein Führungsrohr an den Winschen, um solche Überläufe zu verhindern. (2)
Refits und Eignerschaft
Eigner können das Boot vor dem Wind mit einem nachträglich angebrachten kurzen Spriet und einem asymmetrischen Spinnakerpaket ausstatten oder einen symmetrischen Spinnaker mit einem Mastring und Vorliek fahren. Polster, ein Trailer und ein Baumzelt erweitern die Vielseitigkeit für Tage auf See oder Übernachtungen an Bord. Zudem werden Einheitsklassen-Regeln ausgearbeitet, um unterhaltsames, entspanntes Clubsegeln ohne Spinnaker zu fördern. Der einzelne Hebepunkt vereinfacht das Setzen der Segel, und die außen am Spiegel aufgehängte Hilfsmotorhalterung hält den Motor einfach und leicht abnehmbar.
Das Fazit
Die J/7 ist ein speziell für diesen Zweck gebautes kleines Kielboot, das Komfort im Salon gegen Platz in der Plicht, einfache Trailerbarkeit und eine Stabilitätseigenschaft eintauscht, die weit über ihre 23 Fuß hinausgeht. Sie ist ein ehrlicher Einstieg für Clubs und Familien, die echtes Segeln ohne hohe Systemkosten suchen, und ihr Einheitsklassen-Konzept verspricht eine aktive Klassenvereinigung in der Zukunft.
Vorteile
- 46-prozentige Ballast-Verdrängungs-Verhältnis und niedriger VCG sorgen für eine Steifigkeit, die bei einem trailerbaren 23-Fuß-Boot selten ist
- Tiefes, sicheres Cockpit mit 8,5 Fuß bietet Platz für fünf Personen und hervorragende Sicht auf das Ruder
- Einfaches, handgeführtes Rigg mit an Deck stehendem Mast für einfaches Trailern und Aufstellen
- Vakuumverpackte Sandwich-Konstruktion aus Composite mit hochdichten Belastungseinsätzen
Nachteile
- Keine Batterien, Elektronik oder Nasszelle unter Deck
- Überbrückung der Fockschot ist an den Winschen ohne zusätzliche Umlenkrollen möglich






