Design und Konstruktion
Der Rumpf der Djinn 7 ist bewusst eng gebaut, mit fast vertikalen Seiten, die ihn innerhalb der Grenzen für Straßentransport halten, und einem fast geraden Vorsteven, das die Wasserlinie verlängert, um die Leistung zu verbessern. Ein als Heckdagger ausgeführtes Steckschwert aus feuerverzinktem Stahl und ein klappbares Ruderblatt aus Aluminiumblech definieren das Unterwasserprofil und sorgen für einen geringen Tiefgang sowie einfaches Transportieren. Zudem kann das Boot bei nur 30 Zentimetern Wassertiefe flach trockenfallen. B2 Marine baute den Rumpf aus massivem GFK mit einem festen GFK-Deck. Die Konstruktion setzt auf einfache, bewährte Lösungen – Glitzerlack ersetzt traditionelles Geschirr, und die Werft weist darauf hin, dass alles an Bord ohne großen Aufwand leicht ersetzt werden kann. Die Oberflächen sind schlicht, aber zeitlos, was perfekt zu einem Boot passt, das für den regelmäßigen Familiengebrauch und nicht für den Regatta-Sport konzipiert ist. (1)
Rigg und Seeverhalten
Die Djinn 7 ist als 7/8-Slup mit Rollgenua und ohne Achterstag getakelt – eine Konfiguration, die die Handhabung vereinfacht, aber das Verhalten des Bootes prägt. Eine gute Formstabilität ergibt sich aus der großen Breite auf der Wasserlinie, und das Boot beschleunigt gerne, sobald es aufgekreuzt ist, insbesondere mit Gennaker. Am Wind reicht das einfache Abdriftsystem jedoch nicht aus, und da kein Achterstag vorhanden ist, neigt das Boot schnell dazu, in den Raumwind zu verfallen. Einige Eigner haben ein selbstgebauter Achterstag nachgerüstet, und einige der neueren Modelle sind mit einem Horn-Großsegel ausgestattet, obwohl Fachrezensionen das Rigg weiterhin als schwer zu optimieren bezeichnen. Das Boot bleibt bei auffrischendem Wind gut kontrollierbar, aber ab 25 bis 30 Knoten vor dem Wind ist es besser, etwas Raum zu geben. Dank des geringen Tiefgangs und des Schwerts eignet sie sich hervorragend für Gezeitenreviere oder flache Gewässer. (1)
Unterbringung
Unter Deck verzichtet die Djinn 7 auf Schotten, um das Volumen zu maximieren, und bietet Platz für sechs Personen mit einer Doppelkoje im Heck, die die gesamte Breite unter der Plicht einnimmt – eine bemerkenswerte Leistung bei einem 7-Meter-Rumpf. Die Ausstattung ist extrem vereinfacht, erfüllt aber dennoch den Bedarf für Familien-Fahrten. Ein Großsegelturm in der Plicht dient gleichzeitig als Tischfuß im Freien. Der Stauraum befindet sich hauptsächlich unter den Kojen, während die Pantry und der Kartentisch eher symbolisch als funktional sind. Der Spiegel trägt den Außenborder und das Ruder, lässt aber eine Lücke für Schwimmen oder das Aufsteigen auf Sand frei. Das Aluminium-Steckschwert fährt beim Aufholen durch den Salontisch nach oben. Das Ergebnis ist eine kompakte Fahrtenyacht, die für das Wohnen an Bord konzipiert ist – ausgerichtet auf Raum und Einfachheit, nicht auf Finesse. (1)
Bekannte Schwachstellen
Kritiker weisen darauf hin, dass die Niedergänge eng sind und die unteren Wanten den Durchgang zum Vorschiff blockieren. Das Rigg ist schwer zu trimmen, und das Boot fehlt es sowohl am Wind als auch vor dem Wind an Fahrt; dieselben Stärken betonen, dass ein besser durchdachtes Rigg und ein breiterer Achterausleger helfen würden. Dies sind inhärente Kompromisse des konstruktiven Ansatzes ohne Achterstag zur Maximierung des Volumens und keine Mängel in der Bauqualität.
Refits und Eignerschaft
Die Eignerschaft ist pflegeleicht: Die einfache Konstruktion von B2 Marine bedeutet, dass Komponenten günstig und unkompliziert austauschbar sind, und das transportable Format ermöglicht es dem Eigner, das Boot für den Arbeitseinsatz nach Hause zu trailern. Die Variante Djinn 7 Confort teilt dieselben Abmessungen und die CE-Zertifizierung für alle, die den luxuriöseren Ausstattungslayer der Werft bevorzugen. Da der Entwurf noch vom Hersteller angeboten wird, haben sowohl neue als auch gebrauchte Exemplare eine gemeinsame Ersatzteil-Historie.
Das Fazit
Die Djinn 7 ist eine pragmatische, trailerbare Familien-Fahrtenyacht, die Leistung am Wind und komplexe Riggtechnik gegen Volumen, Freiheit im Flachwasser und günstige Unterhaltskosten eintauscht. Sie belohnt Segler, die das Anlanden am Strand, einfache Systeme und sechs Kojenkapazität in einem Paket suchen, das hinter einem Auto passt.
Vorteile
- Trocknet bei 30 cm Wasserstand flach auf und lässt sich leicht trailern
- Sechs Kojen inklusive einer Doppelkoje im vollen Heckbereich in einem 7,18 m langen Rumpf
- Einfache, kostengünstige Komponenten, die leicht zu ersetzen sind
Nachteile
- Am Wind und vor dem Wind eingeschränkte Leistung durch das einfache Abdriftverhindern-System
- Enger Niedergang und störende untere Wanten
- Das Rigg lässt sich ohne Eingriffe des Eigners nur schwer optimieren




