Design und Konstruktion
Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt, und das Boot verfügt über einen Kiel mit Festkiel und Schwert, was je nach Beladung einen tatsächlichen Tiefgang von etwa 5,74 bis 6,04 Fuß ergibt. Dieser geringe Tiefgang gepaart mit einer Breite von knapp über 17 Fuß und einem Verhältnis von Länge zu Breite von 3,75 sorgt für eine voluminöse Rumpfform, deren benetzte Fläche etwa 936 Quadratfuß umfasst. Mit einem Kenterungsverhältnis von 1,62 liegt das Boot im Bereich, in dem die Formel allein den Entwurf für Hochseeregatten qualifizieren würde. Das Absinkvermögen von etwa 3.260 Pfund pro Zoll zeigt, wie stabil sie ihre Linien unter Proviantlast trägt. (1)
Rigg und Handhabung
Das Ketsch-Rigg bietet eine Segelfläche von rund 1.895 Quadratfuß, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 18,12 führt – ein Wert, der bei einem Boot dieser Verdrängung auf ein Rigg hindeutet, das eher für ausreichend Leistung bei mäßigem Wind als für maximale Beschleunigung ausgelegt ist. Ihre berechnete Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 9,6 Knoten, während die theoretische theoretische Rumpfgeschwindigkeit für ihre Länge bei 9,8 Knoten liegt. Sie ist also eher dafür gebaut, nahe der Obergrenze ihrer Rumpfgeschwindigkeit zu segeln, als zum Surfen. Das laufende Gut entspricht der Größe des Bootes: Die Schoten von Fock und Genua werden mit einer Länge von 65 Fuß und einem Durchmesser von 5/8 Zoll geschätzt, die Großschot auf über 162 Fuß und die Spinnakerschot auf fast 143 Fuß, allesamt 5/8-Zoll-Leinen – Maße, die die Lasten und Leitungen bestätigen, mit denen sich ein Käufer beim Segeln mit kleiner oder größerer Crew auseinandersetzen muss.
Unterbringung
Die verfügbaren Aufzeichnungen beschreiben die Innenraumaufteilung nicht im Detail – abgesehen von den breiten Proportionen des Rumpfes und der Wasserkapazität von 950 Gallonen, die längere Törns ermöglicht. Die flache Kielschwert-Konfiguration schont das Innenraumvolumen mittschiffs, das bei einem Langkiel durch den Kielkasten beansprucht würde. Zudem sorgt die Dieselkapazität von 620 Gallonen zusammen mit dem großen Wassertank dafür, dass sie eher als Boot für das dauerhafte Leben an Bord auf Langstrecke denn als Wochenendboot für Küstentörns eingesetzt wird.
Das Fazit
Die Irwin 65/68 ist eine konsequent für Langstrecken gebaute Fahrtenyacht aus dem frühen Entwurfsportfolio von Ted Irwin: eine solide GFK-Ketsch mit Schwert, ausreichend Tankkapazität und Breite, um Ozeane zu überqueren, und dem Tiefgang, um auch in flachen Häfen anzulegen. Ihre technischen Daten beschreiben einen stabilen, belastungsfähigen Rumpf, der auf Reisen mit Rumpfgeschwindigkeit ausgelegt ist, nicht auf Leichtwind-Sprints. Die bekannte Dokumentation konzentriert sich eher auf ihre Spezifikationen und die Riggskala als auf Mängel, sodass das tatsächliche Eignergefühl beim Gutachten bestätigt werden muss.
Vorteile
- Der flache Schwertkiel (5,74–6,04 Fuß) öffnet den Zugang zu Marinas und Ankerplätzen
- Breite und Tankkapazitäten (3.580 l Wasser, 2.380 l Kraftstoff) eignen sich für das dauerhafte Wohnen an Bord auf Langstrecke
- Das Kenterungsverhältnis von 1,62 weist nach der Standardformel auf eine hochseetaugliche Rumpfform hin (1)
Nachteile
- Die schwere Verdrängung und das moderate Segelfläche-Verhältnis begünstigen die Marschgeschwindigkeit im Rumpfmodus eher als Leistung bei leichtem Wind
- Die Dokumentation gibt keine Details zur Innenraumaufteilung oder zum strukturellen Wartungshistorie






