Design und Konstruktion
Der Rumpf ist im massiven Laminat aus Handauflege-GFK gefertigt, während die Innenaufteilung eine Sandwichkonstruktion nutzt, die das Klima unter Deck verbessert. Die Breite von 9 Fuß 1 Zoll und das Verhältnis von Länge zu Breite von 3,23 verleihen ihr nach modernen Maßstäben einen moderat schmalen Rumpf. Die Version mit Flossenkiel weist je nach Beladung einen Tiefgang von 5,51 bis 5,81 Fuß auf – flach genug, um den Zugang zu den meisten Marinas zu ermöglichen. Neben dem Flossenkiel wurde auch eine Variante mit Flügelkiel angeboten, und das Boot besitzt eine CE-Klasse B-Zertifizierung für den Hochseeeinsatz. Unter der Wasserlinie trifft etwa 290 Quadratfuß benetzte Oberfläche auf das Wasser, und ein Immersionsverhältnis von 829 Pfund pro Zoll zeigt, wie wenig sie bei Fahrtenbeladung im Wasser liegt. (1)
Rigg und Handhabung
Sie ist mit einem 7/8-Rigg ausgestattet und weist ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis von 13,56 auf – mäßig nach reinen Regatta-Boot-Maßstäben, aber gut machbar für einen Rumpf von 6.173 Pfund. Die berechnete Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 4,8 Knoten, weit unter der theoretischen Rumpfgeschwindigkeit von 6,8 Knoten für einen Verdrängerrumpf dieser Länge, und das Kenterungsverhältnis von 1,99 liegt am sichereren, seetüchtigeren Ende der Skala. Das stehende Gut und die Schoten haben vernünftige Dimensionen: Die Schoten von Fock und Genua sind 29,5 Fuß lang und haben einen Durchmesser von 3/8 Zoll, die Großschot misst 73,7 Fuß mit 3/8 Zoll und die Spinnakerschoten sind 64,9 Fuß mit demselben Durchmesser. Das Komfort-Ratio von 18,4 deutet auf eine feste, aber nicht unruhige Bewegung im Kabbelwasser hin.
Unterbringung
Unter Deck ist der Innenraum mit warmem Mahagonifurnier auf Bootsbausperrholz ausgeführt, und die Schränke sind überall aus Mahagoni. Die V-Koje im Vorschiff verfügt über Schubladen unter der Koje, und zwei Sofakojen sind etwa 6 Fuß 9 Zoll lang – eine nutzbare Länge für die meisten Erwachsenen. Achtern lässt sich die Kojenpolsterung auf 4 cm Schaumstoffdichte gegenüber den 8 cm an anderen Stellen absenken, ein kleiner, aber spürbarer Kompromiss für die schmalere Heckpartie. Der Stauraum ist unkompliziert: zwei Schränke und Regale sind im Salon verteilt. Die Pantry ist eher praktisch als großzügig ausgestattet und bietet eine Edelstahlspüle, einen zweiflammigen Gasherd mit Backofen, eine einzelne Gasflasche, eine Kühlbox, Schubladen und einen Schrank. Das Boot verfügt zudem über 26 Gallonen (ca. 100 Liter) Frischwasser in einem Drucksystem.
Bekannte Schwachstellen
Die Wartungshistorie der Hanse 301 weist keine systemischen Mängel an Rumpf, Deck oder Rigg auf. Der eiserne Ballast von 2.425 Pfund ist ein vom Hersteller angegebenes Wert; jegliches Korrosionsrisiko ist für dieses Material typisch und kein bekannter Modellfehler.
Das Fazit
Die Hanse 301 ist eine aufgeräumte, leichte Fahrtenyacht aus der Greifswalder Werft der späten 1990er Jahre, die sich hervorragend für ein Paar oder eine kleine Familie eignet, die eine leicht zu handhabende 30-Fuß-Yacht mit echter Mahagoni-Wärme unter Deck und einer CE-Klasse B suchen. Ihre geringe Verdrängung und das 7/8-Rigg machen sie agil, ohne nervös zu wirken, und der moderate Tiefgang des Flossenkiels sorgt für gute Manövrierbarkeit im Hafen.
Vorteile
- Handaufgelegter GFK-Rumpf mit Innenschale aus Mahagoni-Furnier
- Leichte Verdrängung (DL-Verhältnis 155) für lebendige Segeleigenschaften
- CE-Klasse B-Zertifizierung und Kenterungsverhältnis von 1,99
- Praktische Pantry und Sofakojen mit einer Liegefläche von 6 Fuß 9 Zoll
Nachteile
- Bescheidenes Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (13,56)
- Der Kiel mit Eisenballast erfordert die übliche Wachsamkeit bei Korrosion
- Geringe Kraftstoffkapazität von 11 Gallonen und Wasserkapazität von 26 Gallonen










