Design und Konstruktion
Der Rumpf der Rocket ist ein im Vakuum infundiertes Vinylester-Glasfaser-Komposit mit einem thermoplastischen Sandwichkern (Honeycomb-Laminat). Die Werft beschreibt dies als extrem robuste, aber ultraleichte Sandwichstruktur. Der Rumpf selbst wiegt im Prototypenrekord 90 Pfund, während andere Quellen von einer Gesamtmasse des fertigen Bootes von 100 Pfund ausgehen – das sind rund 20 Prozent weniger als bei herkömmlichen Bauten dieser Art und weit unter dem Trockengewicht des ursprünglichen Phantom von über 130 Pfund. Das Unterwasserschiff hat einen V-förmigen Boden (V-bottom), wobei die breitesten Abschnitte dieses V genau dort liegen, wo sich die Crew aufhält. Diese Aufteilung sorgt dafür, dass das Boot spürbar stabiler wirkt als vergleichbare Boote auf dem Markt. Das Deck und die Plicht sind mit EVA-Schaumstoffpolstern an Cockpit, Fußrelingen und Schwertkasten ausgestattet. Spätere Modelle aus dem Jahr 2026 erhielten zudem eine vollständige Decksauskleidung mit Schaumstoff, Inspektionsluken und eine Gegenradverstärkung (Rub Rail). (2)
Rigg und Handhabung
Das Lateinersegel-Rigg ist bewusst primitiv gehalten: ein Mast, zwei leichte Spieren, die mit Spectra-Streifen verbunden sind, und eine einzige Fall. Segel, Baum und Gaffel liegen auf dem Deck bereit zum Setzen, und das Aufriggen besteht lediglich darin, die Fall um 10 Fuß zu fieren und zu klemmen. Mit 81 Quadratfuß Segelfläche bei einer Rumpflänge von 169 Zoll ist das Boot für schnelle Bewegungen gebaut – bei gutem Wind wird es am Wind, vor dem Wind und auf raumen Kursen gleiten, was ein seltener Vorzug bei einem so kleinen und leichten Boot ist.
Unterbringung
Es gibt hier keine Kabinen oder Kojen; die Rocket ist eine Daysailer-Yacht. Ihr prägendes Innenraumkonzept ist ein großzügiges, lückenloses Cockpit, das sich bis zum Heck erstreckt, mit einer Bodenlänge von 75 Zoll (1,90 m) und einem gepolsterten, rutschfesten Schaumstoffboden aus Marine-Schaumstoff. Dieses offene Layout ersetzt das geschlossene Cockpit des Phantom und macht das gesamte Überwasserschiff zu nutzbarem Crewbereich.
Ausrüstung und Segel-Start-Paket
Jede Rocket wird als komplettes Segel-Start-Paket mit einem voll ausgerüsteten Rumpf, einem montierten Mast und Spargen, Segeln, allen Leinen und Tauen, einem Steckschwert und einem Ruder ausgeliefert. Ein optionales „Interceptor“-Upgrade fügt Ruderhebel hinzu, die von der Werft als Performance-Option und nicht als Standardausrüstung angeboten werden.
Das Fazit
Die Fulcrum Rocket ist ein diszipliniertes Exempel für Subtraktion: Sie nutzt bewährte Formen von kleinen Jollen, reduziert das Gewicht durch eine Sandwich-Kompositkonstruktion und öffnet das Deck zu einer einzigen, luftigen Plicht. Sie segelt mit der mühelosen Einfachheit eines Lateinersegels und gleitet bei Vortrieb in alle Richtungen. Der Kompromiss ist, dass sie kompromisslos minimalistisch ist – keine Annehmlichkeiten, kein Hilfsmotor, kein geschlossener Raum – und der Käufer kauft eine reine Plattform für Tagestouren.
Vorteile
- Sandwich-Rumpf aus Verbundstoff mit einem Gewicht von 90–100 lb, ca. 20 % leichter als herkömmliche Bauten
- Offene Plicht über die gesamte Bootslänge mit gepolstertem, rutschfestem Schaumstoff
- Lateiner-/Krabbenkrallen-Rigg, das sich mit nur einem Fallzug bedienen lässt
- Gleitet am Wind, vor dem Wind und auf raumen Kursen
- Komplettes Segel-Start-Set inklusive vom Hersteller
Nachteile
- Konzeptionell minimalistisch – keine geschlossene Unterkunft
- Die Upgrades für den Interceptor-Ruderhebel sind optional und nicht im Standard enthalten

