Design und Konstruktion
African Cats baute die 305 unter Verwendung des patentierten Vector-K-Vakuuminfusionsverfahrens. Dabei wird die trockene, hochtechnologische Materialstruktur vor dem Harzinfusionsschritt versiegelt und vakuumiert. Das Ergebnis ist ein leichter, sehr stark und sehr schneller Katamaran-Anker. Im gesamten Boot wird Epoxidharz verwendet, und die Werft gibt an, dass die Rümpfe absolut osmosefrei sind – heute und in Zukunft. Festes GFK bildet sowohl den Rumpf als auch das Deck, wobei im Rumpf selbst kein Kernmaterial vorhanden ist. Der epoxidharzgefüllte Ansatz führt zu einer 30-Fuß-Yacht mit einer Breite von 18 Fuß und einer Verdrängung von 5.200 Pfund, die dennoch die Beschreibung der Werft als reiner Segelspaß verdient. (1)
Rigg und Leistung
Die 305 ist eine 7/8-Slup mit einer Segelfläche von 57 m², aufgeteilt auf ein Großsegel von 34 m² und eine Genua von 23 m². Ein Mast mit einer Höhe über der Wasserlinie von 13,1 Metern und eine Länge über alles von 8,6 Metern verleihen ihr ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 32,1. Dieser Wert erklärt zusammen mit der geringen Verdrängung von 2.360 kg die Aussage der Werft, dass die Vector-K-Variante ein reines Vergnügen beim Segeln ist. Zwei 13 PS starke Diesel-Saildrives liefern den Hilfsantrieb, und ein Tiefgang von nur 1 Meter macht sie in flachen Ankerbuchten äußerst komfortabel. Ein Kenterungsverhältnis von 4,14 und eine Komfort-Ratio von 6,05 ordnen sie fest im Lager der leichten Fahrtenkatamarane ein und nicht in die schwerere Klasse der Hochseeyachten für Langstrecken.
Unterbringung
Wo die Fastcat 305 überrascht, ist unter Deck. Drei Kabinen bieten Platz für sechs Personen, wobei die Kojen in der Achterkabine Maße von 2,00 mal 1,30 Metern aufweisen. Eine geräumige Nasszelle wird von den Kabinen gemeinsam genutzt, und die Pantry befindet sich im Salon, den die Werft als erstaunlich großzügig mit hervorragender Rundumsicht beschreibt. Eine zeitgenössische Besprechung bestätigte dies und wies auf einen komfortablen, sechs Sitzplätze umfassenden Salon hin, der von einer durchgehenden Außensicht umrahmt wird. Das Freibord ist hoch genug, um in beiden Rümpfen sowie im über die Brücke verlaufenden Salon eine Stehhöhe von fast 1,80 Metern zu bieten, ohne dass das Boot ein unproportioniert klobiges Profil erhält. In der Plicht gibt es Sitzplätze für sechs Personen. Die Matratzen sind mit speziellen Luftmatten belüftet, um Feuchtigkeit, unangenehme Gerüche und Schimmelbildung zu verhindern – ein durchdachtes Detail bei einem kompakten Mehrrumpfboot. (2)
Ausrüstung
Ab Werk wurde die 305 mit LED-Beleuchtung und kabellosen Wind-, Geschwindigkeits- und Tiefenmessern ausgestattet, was sowohl von der Werft als auch im Gutachten des Importeurs bestätigt wird. Die Werft behauptete, sie sei besser ausgestattet als jeder andere Katamaran ihrer Preisklasse und Größe – eine kühne Aussage, die durch den serienmäßigen Einsatz von Epoxid-Bauweise, kabelloser Instrumentierung und effizienter LED-Hausbeleuchtung untermauert wird.
Eigentumsmerkmale
Die Produktion lief von 2002 bis 2008 unter African Cats B.V., wobei Rajan Naidu über die gesamte Zeit als Konstrukteur genannt wird. Die Vector-K-Bauweise und die Epoxidharz-Infusion werden von der Werft als kontinuierliche Innovationen und nicht als einmalige Experimente präsentiert. Das Versprechen einer osmosefreien Yacht wird dank des verwendeten Epoxidharzes als dauerhaft verstanden.
Das Fazit
Die Fastcat 305 ist eine kompakte Fahrtenkatamaran-Klasse mit geringer Verdrängung, die fortschrittliche Epoxid-Infusionsverfahren nutzt, um Stärke und Geschwindigkeit in einem 30-Fuß-Paket mit sechs Kojen zu bieten. Ihr breiter Salon und die durchdachte Belüftung machen sie äußerst wohnlich, während der geringe Tiefgang und die doppelten Saildrives für Küsten- und Inseltörns ideal sind. Sie ist kein schwerer Hochseefahrer, aber als kleinster Katamaran der African Cats-Linie bietet sie einen überzeugenden Grund für den Einstieg in das Besitzrecht eines Multihulls.
Vorteile
- Leichte, starke, epoxidharzinfundierte Vector-K-Rümpfe, die als osmosefrei gelten
- Geräumiges Layout mit sechs Kojen und drei Kabinen sowie fast 1,80 m Stehhöhe
- Geringer Tiefgang von nur 1,00 m mit zwei Diesel-Saildrives für einfaches Handling
- Ab Werk serienmäßig drahtlose Instrumente und LED-Beleuchtung
Nachteile
- Geringe Komfort-Ratio (6,05) schränkt den Offshore-Einsatz bei schwerem Wetter ein
- Gemeinsame Dusche/WC aufgeteilt auf drei Kabinen
- Produktion endete 2008; keine neuen Rümpfe mehr vom Werft





