Design und Konstruktion
Farrs Rumpfform ist breit gebaut, mit kraftvollen Hecksektionen, die Stabilität, Geschwindigkeit und das Innenraumvolumen bieten, das die Aufteilung für ein 20-Fuß-Boot glaubwürdig macht. Die Mittellinie ist nach unten durchgezogen und bildet einen flachen Kiel, der die Kursstabilität erhöht und gleichzeitig als strukturelles Element im massiven GFK-Laminat dient. Die Struktur selbst besteht aus herkömmlichem massivem GFK mit einer Wandstärke von bis zu 10 Unzen, die Laminatstocke und gewebte Rovinge umfasst, ergänzt durch Schaumstoff und Holzverstärkungen in den wichtigsten Bereichen. Ein traditionell aussehender, verkleideter Formguss verläuft über den Rumpf und ist bei den anderen Farr-Trailerbooten ebenfalls zu finden; er verleiht dem massiven GFK zusätzliche Festigkeit. Die Innenschalen – eine im Vorschiff mit Kojenrahmen, die andere achtern als Pantry-Einheit und Kojen – wurden als strukturelle Bauteile direkt mit dem Rumpf laminiert, sodass die Möbel nicht nur montiert, sondern tragend sind. (1)
Rigg und Handhabung
Das Rigg ist fraktional und trägt ein großes, aber leicht zu bedienendes Großsegel, das dem Boot für seine Größe hervorragende Leistung verleiht. Ein konischer Baverstock-Mast ist Standard, kombiniert mit zurückgepfeilten Salingen, sodass das stehende Gut nur ein Vorstag und Seitenschoten erfordert. Der Segelplan zeigt ein moderates Großsegel mit einer kurzbeinigen, hochgezogenen Fock, die keine Winschen zum Schotsieren benötigt, und für Liebhaber kann ein Spinnaker hinzugefügt werden. Ein mittelgroßer Spinnaker sorgt bei gutem Wind für Surfen, bleibt aber leicht zu handhaben. Die Fallen können von jedem Mast oder aus der Plicht gefiert werden, und drei Ausreitkästen dienen für Großsegel, Fock und Spinnaker, wobei die Leitungen und Klampen nach achtern geführt sind. Probefahrer fanden das Ruder auf allen Kursen im Vergleich zu vielen anderen Trailerbooten schwer, aber das Boot hatte nicht die Tendenz der meisten anderen, sich bei böigen Winden einzupendeln. (2)
Unterbringung
Unter Deck sorgen die große Breite des Rumpfes und das Hubdach für viel Licht: Das Hubdach bietet im gesamten Wohnbereich eine volle Stehhöhe, sodass selbst bei abgesenktem Dach noch 1,5 Meter Stehhöhe vorhanden sind. Der nach achtern geneigte Bereich der Kabine verfügt über abnehmbare Paneele, wodurch der Innenraum zu einer Fortsetzung der Plicht wird und die Grenze zwischen geschützter Kabine und Freiluft verschwimmt. Es stehen fünf Kojen in voller Länge zur Verfügung, und die Ecke auf Steuerbord lässt sich zu einer Doppelkoje mit einer Breite von 3 Fuß 6 Zoll ausziehen. Vor dem Hauptraum, hinter einem Schott für mehr Privatsphäre, befindet sich die Nasszelle mit guter Stehhöhe. Die Pantry ist mit den notwendigen Anlagen für Wochenendtörns oder längere Fahrten ausgestattet, bietet gute Stauraummöglichkeiten und eine Bank, die nicht übermäßig Platz in der Kabine wegnimmt.
Sicherheit und bekannter Charakter
Die 6000 wurde mit positiver Schaumstoffauftriebskraft nach den Sicherheitsstandards der New Zealand Trailer Yacht Association gebaut, und es gibt genügend eingebauten Auftrieb, um das Boot bei vollständigem Volllaufen aufrecht zu halten. Der Gesamtballast beträgt 242 kg (535 lbs) aus massivem Gusseisen-Schwert und zugehörigem Gewicht, was für ein selbstaufrichtendes Verhalten sorgt; das Boot hat sich als selbstaufrichtend und unsinkbar erwiesen. Das Schwert ist ein profiliertes Profil, das vom vorderen Ende aus schwenkbar ist, über eine selbstlenzende Trommelwinde unter dem Brückendeck aus der Plicht bedient wird, wobei ein Perspex-Fenster neben der Handgriff verhindert, dass das Schwert zu weit hochgezogen wird, und ein System verriegelt das Schwert unten. Da die ältesten Exemplare nun über drei Jahrzehnte alt sind, hat sich die Flotte als robust und weitgehend problemlos erwiesen.
Das Fazit
Die Farr 6000 ist eine kleine Trailer-Yacht, die ihre Größe Lügen straft: ein Bruce Farr Entwurf mit einem breiten, volumenreichen Rumpf, einem frischen und dennoch leicht zu handhabenden 7/8-Rigg und einer Kabine, die sich direkt in das Cockpit öffnet. Ihre GFK-Konstruktion mit Laminatverstärkungen und laminierten Innenschalen hat sich hervorragend gehalten. Die Ruderlage ist schwer, aber das Boot bleibt stabil, wenn der Wind auffrischt.
Vorteile
- Breiter Rumpf mit kraftvollen Hecksektionen für hohe Stabilität und viel Innenraumvolumen
- Selbstrichtend und nach neuseeländischen Standards unsinkbar durch positiven Schaumstoffauftrieb
- 7/8-Rigg mit leicht zu bedienender Großschot und winchenloser Fockschotführung
- Hubdach bietet volle Stehhöhe; abnehmbare Heckskajütpaneele verlängern das Cockpit
- Robuste, relativ problemlose Bauweise aus massivem GFK über 30 Jahre hinweg
Nachteile
- Schwergängiges Rudergefühl im Vergleich zu vielen Trailerbooten
- Eingeschränkte Optionen beim Kauf (Einheitsklassen-Ansatz als Paketdeal)







