Design und Konstruktion
Was die 23 von vielen Booten ihrer Größe unterscheidet, ist ihre optische und konzeptionelle Abstammung von den größeren elisabethanischen Hochseeregattayachten. Mit einer Länge über alles von 23 Fuß 7 Zoll und einer Wasserlinie von 18 Fuß 6 Zoll wechselt sie bei ihrem Hubkiel zwischen 2 Fuß 6 Zoll und 4 Fuß 11 Zoll Tiefgang ein. Ihre Breite von 7 Fuß 1 Zoll hält den Rumpf schmal genug, um sich wie eine echte Yacht und nicht wie ein breites Plattbodenschiff anzufühlen. Kritiker jener Zeit beschrieben sie einhellig als besonders schönes Design, und diese Schönheit ist eher strukturell als kosmetisch: Die langen Überhänge waren das prägende Merkmal eines im Maßstab verkleinerten Konzepts für Regatta- und Fahrtenyachten. Einige frühe Rümpfe wurden von den Eignern selbst fertiggestellt und nicht vom Werft, was man bedenken sollte, wenn man die Qualität der Holzarbeiten und Systeme eines einzelnen Bootes beurteilt. (1)
Rigg und Seeverhalten
Trotz ihrer bescheidenen Größe wurde die 23 von ihren zeitgenössischen Testberichten dafür gelobt, sich stabiler zu verhalten, als es ihre Länge vermuten lässt. Sie ist sehr stabil und kann bei einer anständigen Brise recht schnell sein – eine Kombination, die sie zu einer fähigen kleinen Regatta-/Fahrtenyacht und nicht nur zu einem Boot für Binnengewässer machte. Der Hubkiel ist der Schlüssel zu ihrem Charme: Er ermöglicht es ihr, bei 0,76 m Tiefgang trockenen Ankerplätzen zu folgen oder auf einen Trailer zu kommen, während sie bei abgesenktem Kielschwert mit einem 1,50 m tiefen Flossenkiel auf See bestehen und segeln kann. Ein Testbericht des Magazins Yachting Monthly über den Entwurf erschien im Mai 1969 und ordnete ihn fest in die frühe Welle moderner kleiner Fahrtenyachten mit Hubkiel ein.
Unterbringung
Der Innenraum mit vier Kojen war ein ernsthafter Versuch, eine wohnliche Skala auf einem 23-Fuß-Boot zu erreichen. Das ursprüngliche Layout wurde bei der Mk II überarbeitet, die Mitte der 1970er Jahre auf den Markt kam. Dabei wurde die Stehhöhe um 6 Zoll auf volle 5 Fuß erhöht, zusammen mit verschiedenen anderen Verbesserungen im Innenraum mit vier Kojen. Die Mk II verfügte über eine Stehhöhe von 5 Fuß. Diese zusätzliche Höhe verwandelte das enge frühere Layout in einen Raum, in dem sich eine Crew tatsächlich bewegen konnte, und die vier Kojen ermöglichten es, dass zwei Paare oder eine Familie ein Wochenende lang echten Fahrtensegeln genießen konnten. (1)
Motorisierung und Ausrüstung
Die 23 wurde sowohl als Innenborder- als auch als Außenborder-Version gebaut, wobei die Innenbordversionen mit Dieselmotoren und die Außenborder-Modelle mit Benzin-Außenbordern ausgestattet waren. Diese Aufteilung bedeutet, dass ein Gebrauchtbootkäufer genau prüfen muss, welche Antriebsart ein bestimmter Rumpf hat, da sich die Systeme, die Gewichtsverteilung und das Wartungsprofil der beiden Varianten stark unterscheiden.
Bekannte Schwachstellen
Die von Privatpersonen fertiggestellten frühen Rümpfe stellen den einzigen Bereich dar, in dem nicht von einer einheitlichen Serienqualität ausgegangen werden kann. Da einige frühe Modelle von Amateuren und nicht von der Werft von Peter Webster fertiggestellt wurden, spiegeln die Holzarbeiten, die Verkabelung sowie die Montage von Tanks oder Motoren gegebenenfalls ungewöhnliche Praktiken dieser einzelnen Boote wider.
Das Fazit
Die Elizabethan 23 ist eine charmante, seetüchtige kleine Regatta-/Fahrtenyacht, die durch Stabilität, einen Hubkiel und ein echtes Innenraum-Layout mit vier Kojen ihre Größe übertrifft. Sie ist am besten als verkleinerte Langfahrtversion zu verstehen und nicht als reines Jollensegeln. Die zusätzliche Stehhöhe der Mk II macht die späteren Boote deutlich wohnlicher.
Vorteile
- Die kleinste und schönste der Elisabethaner-Linie mit Stil eines Cruiser-Racers
- Sehr stabil und schnell bei einer anständigen Brise für ihre Größe
- Der Hubkiel bietet ein Tiefgangsverhältnis von 0,76 m bis 1,50 m für Trailern und flache Gewässer
- Mk II mit erhöhter Stehhöhe auf 1,52 m und einem verbesserten Innenraum mit vier Kojen
- Serienmäßig als Einbaudiesel- oder Außenborderschiff-Version für die Wahl des Käufers
Nachteile
- Frühe, im Eigenbau fertiggestellte Rümpfe können eine ungewöhnliche Bauqualität aufweisen
- Die Stehhöhe von nur 1,52 m (5 Fuß) selbst in der Mk II schränkt größere Segler unter Deck ein









