Design und Konstruktion
Die Doughdish ahmt das Aussehen, die Form, die Verdrängung und die Segelleistung der ursprünglichen Holzboote nach und ist im Detail weitgehend identisch. Ihr Schaumsandwich-Rumpf ist bis zu etwa drei Viertel Zoll dick, und sowohl die Schotten als auch die Decks sind aus GFK gefertigt, wobei das Deck mit einer künstlichen Canvas-Antirutsch-Oberfläche versehen ist. Lackiertes Teakholz ist für die Schergurte, Fußleisten, Sülls, die Innenseite des Spiegels sowie diverse Formteile und Verzierungen reserviert, während die Plicht mit geöltem Teakholz ausgestattet ist, das mittlere Sprossen sind herausnehmbar, um den Bilgenbereich zu erreichen. Überall wird Beschlag aus Bronze und Edelstahl verwendet. Der GFK-Rumpf ist sehr robust und im Vergleich zu den hölzernen Schwesterschiffen relativ einfach und kostengünstig zu pflegen. (1)
Rigg und Handhabung
Die Standardausführung der Doughdish ist eine Gaffelslup mit Selbstwendefock, obwohl auch ein Marconi-Rigg als Option angeboten wurde. Die Spieren und das stehende Gut bestehen aus lackierter Fichte, und die Schoten sind normalerweise mit Klampen statt mit Schotenstreckern gefahren, was die Arbeit für die Crew erheblich vereinfacht. Ein Rezensent schrieb in Ballentine's, dass sie sich hervorragend einhand segeln lasse und von Kindern oder Großmüttern problemlos bedient werden könne. Sie ist bei leichtem Wind agil und reagiert direkt, dreht sich sicher und zuverlässig, und man kann überall auf dem Boot stehen, ohne Angst vor Instabilität haben zu müssen. Für eine Verdränger-Yacht ihrer Größe ist sie ungewöhnlich schnell, und Tester beschreiben sie als äußerst seetüchtig und so fähig, wie ein Boot nur sein kann, wenn es stürmt und schwere See hat. (2)
Unterbringung
Trotz der geringen Länge über alles ist die Plicht breit genug, damit Erwachsene sich gegenübersitzen können, ohne sich einzupferchen, und die längsseits angeordneten Teak-Sitzbänke erstrecken sich über die gesamte Breite der Plicht. Die gegenüberliegende Bank dient bei starker Krängung als Fußstütze. Die Werftunterlagen weisen darauf hin, dass das Boot für eine Familie großzügig genug ist und mit bis zu fünf oder sechs Personen komfortabel gesegelt werden kann, während ein Magazinbericht reichlich Platz für eine vierköpfige Crew mit ungestörter Beinfreiheit nennt. Kleine Staufächer in den Vor- und Achterwänden bieten Platz für einen Spinnaker, Segelbinden, Rettungswesten und ein Picknick, und das Ruder oder der optionale Spinnakerbaum lassen sich unter den Sitzen verstauen. Die Bilge selbst ist groß genug für den Anker, die manuelle Bilgenpumpe und sogar einen Eimer. (2)
Sicherheit und Auftrieb
Die vorderen und hinteren Kojen enthalten Schaumstoffauftrieb, und Tests bestätigen einen reichlichen Reserveauftrieb, um das Boot auf dem Dollbord-Level zu stabilisieren, sollte es jemals mit Wasser volllaufen. Die abnehmbaren Sprossen der Plicht bieten schnellen Zugang zur Bilge und zum Pumpen, was den Charakter des Bootes als sichere, gutmütige Daysailer unterstreicht und nicht als bloße Replik einer zerbrechlichen Antiquität.
Eignerschaft und Refits
Neue Boote wurden mit einem Dacron-Großsegel und -Vorsegel, Dacron-Laufwanten und einem optionalen Nylon-Spinnaker ausgeliefert. Als Hilfsmotor konnte ein Langschaft-Außenborder mit 2 oder 3 PS, entweder benzin- oder elektrisch betrieben, an einer kompakten Halterung auf dem Backborddeck neben der Pinne montiert werden. Die Halterung lässt sich bei Nichtgebrauch von ihren Befestigungen abschrauben, sodass die Leinen des Bootes sauber bleiben, und der Motor wird an einer am Mast montierten Halterung verstaut. Die Werft empfahl für diesen Einsatzzweck den Torqeedo-Elektromotor. Das Design der Herreshoff 12½ selbst erfuhr in 80 Jahren keine wesentlichen Änderungen – ein Beweis für das zugrunde liegende Konzept, das die Doughdish weiterleben sollte.
Das Fazit
Die Doughdish ist eine treue GFK-Herreshoff 12½, die den Charme und das Seeverhalten des Originals bewahrt, während sie einen Großteil der Wartungsaufgaben eines Holzboots eliminiert. Sie ist ein stabiler, schneller, leicht einhand zu segelnder Daysailer mit echter Familienkompatibilität und der Legitimität der H-Klasse. Ihre geringe Größe und ihr Fokus auf den Daysail-Sektor beschränken sie jedoch eher auf Schutzwasser und Küstentörns als auf Langfahrten.
Vorteile
- Getreue GFK-Replikation der Herreshoff 12½ mit H-Class-Zulassung
- Der GFK-Rumpf und die Decks im Schaumsandwich sind robuster und unterhaltungstechnisch günstiger als Holz
- Außergewöhnlich stabil und seetüchtig für ihre Größe; sicher für Kinder und Anfänger
- Geräumige Plicht mit praktischen Teak-Sitzmöglichkeiten, Stauraum und einfachem Zugang zur Bilge
- Schaumstoffauftrieb und bewährter Reserveauftrieb sorgen dafür, dass das Boot bei Volllaufen aufrecht schwimmt
Nachteile
- Die Größenordnung eines Daysailers schränkt den Komfort der Crew und jegliches Übernachtungspotenzial ein
- Der Hilfsantrieb ist auf kleine Langschaft-Außenborder beschränkt
- Lackierte Teakholzverzierungen erfordern regelmäßige Pflege, um optisch perfekt zu bleiben






