Design und Konstruktion
Mit einer Länge über alles von 6,70 Metern, einer Wasserlinienlänge von 6,23 Metern und einer Breite von 2,50 Metern weist die T7 ein Verhältnis von Länge zu Breite von 2,81 auf, was sie im Vergleich zu ähnlichen Segelbooten geräumig für ihre Größe macht. Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt, und Yachting Monthly beschreibt ihn als leicht gebaut – eine Eigenschaft, die zum für das Modell angegebenen Verdrängungswert von 2.360 Pfund passt. Der Ballast macht 40 Prozent dieses Wertes aus, ein Anteil, der laut Vergleichsdaten über dem Durchschnitt von ähnlichen Booten mit 54 Prozent liegt. Der eiserne Kiel wurde in mehreren Varianten angeboten. Neben dem Hubkiel, der einen minimalen Tiefgang von etwa einem Fuß ermöglichte, konnten Käufer zwischen einem Schwenkkiel oder einem Flossenkiel wählen, beide aus Eisen. Die Schwenkkiel-Variante ließ das Boot je nach Beladung in 0,30 bis 0,40 Metern Wassertiefe segeln, während der Flossenkiel etwa 1,05 bis 1,15 Meter Tiefgang hatte. Eine benetzte Fläche von fast 18 Quadratmetern und ein Immersionsverhältnis von rund 103 kg pro Zentimeter runden einen Rumpf ab, der zwar klein, aber für sein Konzept sinnvoll proportioniert ist. (1)
Rigg und Handhabung
Die T7 ist eine 7/8-Slup. Die Angaben zum stehenden Gut nennen eine Fock- und Genuaschot von 7,0 Metern Länge bei einem Durchmesser von 10 mm, eine Großschot von 17,5 Metern und Spinnakerschoten von 15,4 Metern – alle mit 10 mm Durchmesser. Das zeigt, dass die Trimmkräfte moderat sind und das Decks-Layout für das Segeln mit kleiner Crew unkompliziert ist. Yachting Monthly bezeichnet sie als gute Leistungsseglerin, und die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei etwa 6,1 Knoten für einen Verdrängerrumpf dieser Länge. Mit aufgeholtem Hubkiel kann sie dicht an den Strand heransegeln, und die geringe Tiefgangsfähigkeit ist ein echter Vorteil in den felsigen Ankerplätzen und trockenfallenden Häfen, die ein 22-Fuß-Boot häufig besucht.
Unterbringung
Was die T7 von den meisten Booten ihrer Größe unterscheidet, ist das Mittelcockpit-Layout mit einer über das Cockpit zugänglichen Achterkabine. Der Salon bietet zwei Kojen und die Achterkabine weitere zwei, was insgesamt vier Schlafplätze auf einem Boot ergibt, das auf der Wasserlinie kaum mehr als 20 Fuß misst. Die Stehhöhe liegt fast vollständig bei 1,8 Metern – knapp über sechs Fuß –, was in dieser Klasse bemerkenswert ist und einen Großteil ihres Rufs als Familien-Fahrtenyacht erklärt. Die Trennung der Achterkabine vom Hauptsalon bietet eine Privatsphäre, die Pocket-Cruiser dieser Ära nur selten wagten.
Das Fazit
Die Dufour T7 ist eine eigenwillige und durchaus clevere kleine Fahrtenyacht: ein Mittelcockpit-22-Fuß-Boot mit Stehhöhe, vier Kojen und einem Kielkonzept, das sie von einer Segelyacht mit 4 Fuß 6 Zoll Tiefgang in ein flachgehendes Beiboot verwandelt. Sie ist leicht gebaut und klein, aber die Proportionen sind großzügig und die Aufteilung ist für diese Länge wirklich ungewöhnlich. Für ein Paar oder eine junge Familie, die eine einfache, trailerbare Küsten-Fahrtenyacht mit einer echten Kabine achtern suchen, bleibt sie eine markante Antwort.
Vorteile
- Mittschiffs-Kielschwert mit Zugang zur Achterkabine vom Cockpit aus – selten bei einem 22-Fuß-Boot
- Nahezu volle Stehhöhe von 1,8 Metern
- Hub-/Schwenkkiel sorgt für einen minimalen Tiefgang von etwa 30 Zentimetern zum Trockenfallen und für flache Häfen
- Großzügig für ihre Länge (L/B 2,81)
- Vier Kojen im Salon und in der Achterkabine
Nachteile
- Leicht konstruierter Rumpf
- Geringe Länge über alles – durch Größe und theoretische Geschwindigkeit von 6,1 Knoten auf Küsten- und Schutzreviere beschränkt
- Geringer Tiefgang unter dem Kielhub führt zu Problemen bei Grundberührungen und Belastungsspitzen beim Drehen, die bei Booten mit Festkiel nicht auftreten








