Drascombe Scaffie — Informationen, Bewertung, technische Daten

John Watkinson·1978·Honnor Marine
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · dreifach
Rigg
Luggertakelung
LOA
14.76' · 4.5 m
Verdr.
463 lbs · 210 kg
Erstes Baujahr
1978

Die Drascombe Scaffie ist ein 14 Fuß 9 Zoll langer TrailerSegler, der von John Watkinson, dem Gründer der DrascombeReihe kleiner Boote, entworfen wurde und seit 1978 in Großbritannien produziert wird. Mit einer voll aufgetakelten Verdrängung von 462 lbs, einer Breite von 5 Fuß 9 Zoll und einer Wasserlinie von 12 Fuß 3 Zoll ist sie ein leichtes, breites Boot, dessen Tiefgang von nur 15 Zoll fast jeden flachen Bach oder Strand zum Erkunden öffnet. Watkinson gab ihr eine Kombination aus Langkiel und Doppelkiel – ein Langkiel gepaart mit zwei 36 Zoll langen Kimmkielen –, die das Ruder frei vom Grund hält, sodass es auch bei Trockenfallen fest im Wasser sitzt. Der Innenraum bleibt durch den Verzicht auf einen Schwertkasten offen und aufgeräumt, was bei einem Boot dieser Größe ungewöhnlich ist und eine direkte Folge dieses Kielkonzepts ist.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
14,76 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
12,3 ft
Breite
5,74 ft
Tiefgang
1,21 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Dreifach
Ruder
1× —
Ballast
Verdrängung
463 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Luggertakelung
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
100,1 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
26,76
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
111,08
Komfort-Ratio
5,35
Kenterungsverhältnis
2,97
Rumpfgeschwindigkeit
4,7 kn

Design und Konstruktion

Honnor Marine baute die Scaffie aus GFK mit fester Rumpf- und Deckskonstruktion. Der Langkiel mit zwei Kimmkielen vereinfacht nicht nur den Innenraum, sondern verleiht dem Boot auch eine stabile, selbstaufrichtende Basis am Strand. Geformte GFK-Seitenbänke mit Auftriebseigenschaften sowie zwei hölzerne Ruderschalen bieten Platz für bis zu vier Personen. Die schaumgefüllten, geformten Auftriebskörper sind ein echter Sicherheitsfaktor – ein Eigner berichtete, dass das Boot nach einem Volllaufen noch aufrecht schwamm und lediglich aufgerichtet und abgepumpt werden musste, bevor es vor Anker weitersegeln konnte. Das Ruder selbst reicht nicht unter die Kielsohle, sodass es bei einer Grundberührung unbeschadet bleibt. (1)

Rigg und Handhabung

Die Scaffie ist mit einem bomaslosen, stehenden Luggertakel von 100 Quadratfuß ausgestattet, das sich einfach bedienen lässt und mit zwei Reffen für eine schnelle Verkleinerung des Segels bei zunehmendem Wind vor Anker gesetzt werden kann. Der Mast ist durch einen Mastfuss mit einer Mastspur geführt: Man setzt den Mast in die Spur, stellt ihn aufrecht und verschließt ihn mit der Spur, während Klampen an der Mastspur die Fall und das Unterliek fassen. Die Schotführungen sind clever für den Einhandbetrieb angeordnet – die Großschot läuft über ein Blöck am Ruderschaft nach vorn an der Pinne entlang, wo sie geklemmt oder einfach zusammen mit der Pinne gepackt werden kann. Zwei Querträger in Heckhalterungen tragen einen schulterhohen Traveller über der Pinne. Unter Oars trägt das Boot normalerweise ein Paar Ruder und wird einhand vom vorderen oder hinteren Steuerstand aus gerudert, um den besten Trimm zu halten. (1)

Unterbringung und Ausrüstung

Es gibt keine Kabine; die Scaffie ist ein offenes Boot mit angeformten Seitensitzen und zwei Ruderschößen, die bis zu vier Personen Sitz- und Auftriebsmöglichkeiten bieten. Die Motorisierung ist für ein Boot dieser Klasse praktisch: Ein Innenborderschacht nimmt einen 2- bis 3-PS-Außenborder auf und ist achtern offen, sodass der Motor über Hindernisse geschwenkt oder zum Rudern und Segeln ohne Auskranen des Ankers hochgeklappt werden kann. Der Schacht ist weit genug nach Backbord versetzt, damit das Ruder unter Motor weiterhin effektiv steuert. Zur Standardausrüstung von Honnor Marine gehörten Schaumstoffauftrieb, Ruder, Pinne, Segel, Spargen aus Sitka-Fichte und bronzenes Ruderschloss. (1)

Eignerschaft und Refit

Die Eignerschaft einer Scaffie ist unkompliziert: Das Luggertakelung lässt sich über die klappbare Mastspur leicht aufstellen und legen, der Innenborderschacht hält einen Außenborder geschützt, aber dennoch wartungsfähig, und der offene, unverstellte Boden vereinfacht Wartung und Lagerung. Das geringe Gewicht des Bootes und der geringe Tiefgang machen das Trailern und Slippen unkompliziert. Honnor Marine lieferte die Grundausstattung, und die lange Produktionszeit seit 1978 bedeutet, dass Ersatzteile und Wissen in der Drascombe-Gemeinschaft gut verfügbar sind.

Das Fazit

Die Scaffie ist ein minimalistischer, seetüchtiger kleiner Daysailer und Ruderboot, das Komfort an Bord gegen ungestörten Raum, Reichweite im Flachwasser und echte Auftriebssicherheit eintauscht. Ihr Luggertakelung und die mit der Pinne bediente Großschot machen das Segeln allein mühelos, während der Doppelkiel und das trockenfallende Ruder den Entdeckersegler ansprechen.

Vorteile

  • Langkiel mit Kimmkielen macht den Innenraum frei von einem Schwertkasten
  • Schaumstoff gefüllte, geformte Auftriebskörper halten das Boot bei Volllaufen auf dem Wasser
  • Das Ruder reicht nicht unter die Kielsohle und bleibt beim Trockenfallen an Ort und Stelle
  • Der versetzte Innenborder-Schacht ermöglicht das Rudern unter Außenborderantrieb

Nachteile

  • Offenes Boot ohne Kabinenunterkunft
  • Durch die Motorraumgröße auf einen Außenborder mit 2 bis 3 PS begrenzt

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