Drascombe Longboat — Informationen, Bewertung, technische Daten

John Watkinson·1971·~600 hulls·Honner Marine Ltd.
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · schwert
Rigg
Ketsch
LOA
21.75' · 6.63 m
Verdr.
1.100 lbs · 499 kg
Erstes Baujahr
1971

Die Drascombe Longboat begann ihr Leben im Jahr 1970 als verlängerte Version der Lugger. Sie wurde ursprünglich eher als Ausbildungsboot für Segelschulen und PfadfinderGruppen (Sea Scouts) denn als private Fahrtenyacht konzipiert. John L. Watkinson zeichnete sie als kleine GFKSegeljolle mit einem Schwertrumpf. Es wurden einige hundert Exemplare gebaut.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
21,75 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
17,5 ft
Breite
6,58 ft
Tiefgang
4,16 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Schwert
Ruder
1× —
Ballast
(Blei)
Verdrängung
1.100 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Ketsch
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
169 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
25,37
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
91,63
Komfort-Ratio
7,36
Kenterungsverhältnis
2,55
Rumpfgeschwindigkeit
5,61 kn

Design und Konstruktion

Der Rumpf ist aus massivem GFK gefertigt. Mit einer Länge über alles von 21,75 Fuß, einer Wasserlinienlänge von 17,5 Fuß und einer Breite von 6,58 Fuß ist sie ein schmales, leichtes Boot mit etwa 1.100 lbs Verdrängung und einem Verhältnis von Länge zu Breite von 3,31. Das Schwert selbst wiegt 100 lbs und das Ruder rund 28 lbs, sodass der bewegliche Ballast und die Steueranlage einen erheblichen Teil der Bootsmasse ausmachen. Bei aufgeholtem Schwert variiert der Tiefgang je nach Beladung von etwa 0,98 bis 1,28 Fuß, was das Trockenfallen oder Segeln direkt am Strand ermöglicht. Die Immersionsrate von etwa 412 lbs pro Zoll zeigt, wie wenig des Bootes im Wasser liegt. (1)

Rigg und Handhabung

Sie ist mit einem Yawl-Rigg auf einem Schwertkiel ausgestattet, wobei das Schwert ein klappbares Hubkiel ist, das bei Flachwasser angehoben werden kann. Der moderate Segelplan hält sie innerhalb der EU-Klasse C-Zertifizierung, wenn weniger als neun Personen an Bord sind. Als verlängerter Luggerrudergatterer vererbt sie dieses einfache, strandtaugliche Charakteristikum einer Jolle, nur im größeren Maßstab für den Ausbildungseinsatz. (2)

Unterbringung

Die Longboat ist eine kleine Segeljolle ohne geschlossene Kojen im Regattabereich; ihre Herkunft als Ausbildungsboot für Schulen und Pfadfinder spricht eher für einen offenen, anpassungsfähigen Raum als für eine Fahrtenunterkunft. Ein Käufer, der eine Kabine mit Kojen erwartet, liest dieses Konzept völlig falsch. (2)

Bekannte Schwachstellen

Die 45 kg schwere Platte und das 13 kg schwere Ruder sind schwere bewegliche Komponenten bei einem Boot von 500 kg. Ihre Bolzen und der Ruderkasten sind bei jedem Zuwasserlassen, Auskranen oder Anlanden wiederholt stark belastet. Aufgrund des Flachkiel- und Strandkonzepts sind diese Beschläge ständig Sand und Grundberührungen ausgesetzt. (1)

Das Fazit

Die Drascombe Longboat ist ein zweckmäßiges Flachkiel-Schulboot, das sich hervorragend als Freizeit-Fahrt- und Trailerboot eignet und leicht aufrechtzuerhalten ist.

Vorteile

  • Der verlängerte Luggerrumpf bietet mehr Platz als das kürzere Boot
  • Der massive GFK-Rumpf erfordert keinerlei Pflege durch Planken
  • Schwert und Ruder lassen sich anheben, was einen Tiefgang von nur 30 cm und die Möglichkeit zum Trockenfallen ermöglicht (1)

Nachteile

  • Kleine Jolle, keine Fahrtenyacht mit Kabine
  • Die schwere bewegliche Platte und das Ruder führen zu typischem Verschleiß an der Drehachse (2)

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