Design und Konstruktion
Was der Devon Yawl ihren unverwechselbaren Charakter verleiht, ist der im Klinker-Formverfahren hergestellte GFK-Rumpf. Diese Technik sorgt dafür, dass das moderne Boot optisch und akustisch stark an die hölzerne Salcombe Yawl erinnert, von der es abstammt. Die Rumpfstruktur war von Anfang an robust ausgelegt: Das Boot wurde nie als Leichtgewicht konzipiert, und die Klinkerformen verliehen der Struktur Steifigkeit und Langlebigkeit – ein Grund, warum diese Boote auf dem Gebrauchtmarkt so gut gehalten sind. Als strenge Einheitsklasse verwendete die Klasse GFK-Rümpfe und leichte Aluminiumspargel, behielt jedoch den hölzernen Bugspriet des Vorfahren und das schwere gusseiserne Kielschwert aus der Salcombe Yawl bei. Ein fester interner Bleiballast von etwa 144 Pfund kombiniert sich mit einem soliden 175 Pfund schweren Profilkiel, was zu einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 33 Prozent bei einer Verdrängung von 950 Pfund führt. Dies macht das Boot deutlich stabiler als eine Wayfarer mit 370 Pfund Verdrängung. (2)
Rigg und Handhabung
Das zweimastige Yawl-Rigg ist durchaus flexibel und nicht nur traditionell. Der Segelplan bietet 150 Quadratfuß mit der Fock und 167 Quadratfuß mit der Genua, sodass das Boot mit Genua für ordentliche Geschwindigkeit gesegelt werden kann oder auf Fock und Besan reduziert werden kann, um gemütlich zu schaukeln. Eigner berichten, dass sie sehr hoch am Wind segelt und besonders gut am Wind läuft; mit Wind von vorn läuft sie hervorragend Höhe und „spricht“ direkt mit dem Steuermann. Das stabile und direkte Rudergefühl signalisiert der Crew sofort, wenn eine Böe bedeutet, dass sie noch mehr Höhe laufen will. In der Zeitschrift Practical Boat Owner war ein Rezensent von ihrer Geschwindigkeit bei einer Brise überrascht, die für ein Boot dieser Art zu schwach erschien. Eigner berichten zudem, dass die Klasse schneller ist als ähnlich aussehende Boote und sich auch gegen leichtere Jollen in gemischten Regatten behaupten kann. Der Tiefgang von 11 Zoll mit hochgezogenem Schwert und 4 Fuß 6 Zoll mit abgesenktem Schwert, gesteuert über eine Trommelwinde, ermöglicht es ihr, fast überall hinzugelangen, wohin ein Flachkiel-Boot mit Schwert fahren kann. (2)
Unterbringung und Seetüchtigkeit
Unter den kleinen Decks befinden sich Stauräume unter Vor- und Achtersteven, und der Schwertkasten ist so geformt, dass er kaum Platz im Cockpit wegnimmt. Eine Familiencrew hat genug Bewegungsfreiheit, ohne den Steuermann zu behindern, und das Boot lässt sich sicher auf einem Liegeplatz festmachen. Yachting World befand, dass die integrierten Stauräume und das seegütige Verhalten sie zu einer hervorragenden Fahrtenjolle machen, während dieselbe Stabilität und die Option zum Trolling unter Motor oder zum Ankernden vor Sandbänken sie zu einem vielseitigen Begleiter auf dem Wasser machen. Eigner berichten, dass sie die meisten Seezeiten gut meistert und bei schlechtem Wetter dank des schweren Schwerts und des internen Ballasts dank Jolle und Besan hervorragend segelt. (2)
Bekannte Schwachstellen und Wartungshinweise
Der sicherheitsrelevanteste Punkt ist eher strukturell als fehlerhaft zu betrachten: Solange die seitlichen Tanks intakt sind, sinkt selbst eine volllaufende Devon Yawl nicht. Ein älteres Exemplar wie Rumpf Nr. 85 zeigt einen traditionellen hölzernen Boden über einer flachen Bilge – ein Detail, das bei frühen Booten auf Fäulnis oder Verformungen untersucht werden sollte. Die Klassenvereinigung ist seit langem aktiv: Die Devon Yawl Association, gegründet 1979 und angeschlossen an die Royal Yachting Association, veranstaltet die National Championships und gibt den Newsletter „The Yawl“ heraus, während aktive Flotten von Topsham und der Dartmouth Bay bis nach Nordamerika reichen. Die Produktion wurde 2014 an James Gough-Allen von Pennant Yachts übergeben, der nachdem er den Originalrumpf durch die Lagerung im Freien verformt vorgefunden hatte, eine neue Rumpfform baute und sein erstes Boot 2015 zu Wasser ließ; zum Zeitpunkt des Schreibens modifizierte er die Plicht für ein selbstlenzendes System, um die CE-Kennzeichnung zu erhalten. (2)
Das Fazit
Die Devon Yawl ist eine seltene Erscheinung: eine traditionell aussehende Yawl, die sich wie ein echtes Boot verhält – stabil genug für eine Familie, schnell genug zum Regatten und flach genug zum Erkunden von Flussrevieren. Es wurden etwa 400 Exemplare gebaut, davon rund 20 von Andrew Siwik in Connecticut, und die Klasse wird sowohl im Vereinigten Königreich als auch in den USA weiterhin gebaut. Für Segler, die Tradition suchen, ohne die Anfälligkeit von Holz in Kauf nehmen zu müssen, ist sie ein Boot, das sich leicht empfehlen lässt. (2)
Vorteile
- Klinker-GFK-Rumpf mit robuster Bauweise und langer Lebensdauer
- Sehr stabil für seine Größe; sinkt nicht, wenn die Seitentanks luftdicht sind
- Flexibles Yawl-Rigg von Regatten bis zum gemütlichen Herumsegeln
- Aktive Klassenvereinigung und Flotten auf beiden Seiten des Atlantiks (1)
Nachteile
- Frühe Rümpfe können Holzbodenwerften aufweisen, die eine Inspektion erfordern
- Das selbstlenzende Cockpit ist ein relativ neues Nachrüstprojekt, nicht original (2)







