Design und Konstruktion
Der GFK-Rumpf und das Deck von Ta Chiao lassen keinen Zweifel an der Struktur: Es gibt kein Kernmaterial, das sich mit Wasser vollsaugen könnte, und das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 45 Prozent liegt über dem Wert von 79 Prozent vergleichbarer Konstruktionen – ein Maß dafür, wie schwer das Boot im Verhältnis zu seiner Länge ist. Mit einem Längen-Breiten-Verhältnis (L/B) von 3,28 ist sie schlanker als 54 Prozent ähnlicher Boote, und mit einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 255 fällt sie in die Kategorie der „moderaten Regattayachten“, während 54 Prozent ihrer Altersgenossen als schwerer eingestuft werden. Das Kenterungsverhältnis von 1,79 und eine Komfort-Ratio von 30,3 – komfortabler als bei 62 Prozent ähnlicher Segelboote – beschreiben ein Schiff, das weniger auf reine Geschwindigkeit als vielmehr auf ein stabiles, berechenbares Seeverhalten vor Anker getrimmt ist. (1)
Rigg und Segelplan
Das Masttopprigg der Warwick ist rein rechnerisch deutlich untertakelt: Sie trägt mehr Rigg als nur 24 Prozent ähnlicher Segelboote. Das Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis liegt bei 15,3 mit dem ISO-Referenzsegel und bei 18,4 mit einer 135-prozentigen Genua, was sie bei leichtem Wind schneller macht als 31 Prozent ihrer Altersgenossen – solide, aber nicht herausragend, wenn der Wind fehlt. Ihre benetzte Fläche beträgt etwa 419 Quadratfuß, und die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,4 Knoten. Ein Verdrängungsverhältnis von rund 1.234 Pfund pro Zoll bedeutet, dass sie bei aufgetakelter Fahrtenausrüstung tief im Wasser liegt, und ihr beladener Tiefgang von 6,59 bis 6,89 Fuß hält sie sicher fern von flachen Ankerplätzen. (1)
Leistung unter Segeln
Was die Kennzahlen beschreiben, ist ein Boot, das mit einer beruhigenden Ballastreserve krängt und seine Arbeit verrichtet, anstatt die nervöse Unruhe eines Federleichtgewichts zu zeigen. Die Kombination aus einem hohen Ballastanteil und moderatem Verdrängungs-Längen-Verhältnis deutet auf einen Rumpf hin, der kursstabil läuft und sich gut verankert. Die Komfortbewertung setzt sie in der Bewegungsweichheit gegenüber fast zwei Dritteln ihrer Zeitgenossen an die Spitze. Sie ist kein Leichtwindflieger, aber der durch die Genua getriebene Anstieg des SA/D-Werts zeigt, wo ihre einfachsten Leistungssteigerungen liegen.
Unterbringung und Aufteilung
Die verfügbaren Unterlagen bieten für die Warwick keine Details zur Innenraumaufteilung außer ihren Außenmaßen. Die Breite von 11,48 Fuß und die Wasserlinienlänge von 30,83 Fuß verleihen ihr eine Größe, die eher für das Fahrtensegeln geeignet ist. Details zu Kojen, Salon oder Pantry müssen jedoch an Bord der einzelnen Boote selbst beurteilt werden, anstatt sie aus den Unterlagen ableiten zu können.
Das Fazit
Die CT 38 Warwick ist eine durchdacht ballastierte Regatta-/Fahrtenyacht der späten siebziger Jahre, deren Kennzahlen für Stabilität auf See statt für reine Geschwindigkeit sprechen. Ihr unzureichend durchragender Masttopp-Rigg ist ihre größte Schwäche, doch ein durch eine Genua getriebenes Segelplan gleicht einen Großteil des Leichtwindmangels aus, und ihre massive GFK-Konstruktion schont das Budget vor dem Risiko von Sandwich-Rott, das einige Konkurrenzmodelle plagen kann.
Vorteile
- Der Ballastanteil von über 79 Prozent bei ähnlichen Konstruktionen sorgt für hohe Stabilität
- Die Komfort-Ratio liegt über der von 62 Prozent vergleichbarer Boote
- Solider GFK-Rumpf und -Deck ohne anfälligen Kern
Nachteile
- Auffallend untertakelt im Vergleich zu den meisten ähnlichen Segelbooten
- Der Tiefgang von 6,59–6,89 Fuß schränkt die Auswahl der Ankerplätze ein
- Die Geschwindigkeit bei Leichtwind ist nur besser als bei 31 Prozent der Konkurrenzmodelle mit Standardsegeln









