Design und Konstruktion
Die Rumpflinien von Robert Tucker verleihen der Mk I ihr schlankes, weit überhängendes Profil und die schmale Breite, die diese Klasse auszeichnet. Mit einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 37 Prozent und einem Kenterungsverhältnis von 2,41 trägt der Rumpf 416 Pfund Blei tief im Wasser, was das Urteil von Yachting Monthly bestätigt, dass sie ein hervorragendes Seeschiff für ihre Länge ist. Der Testbericht des Magazins vom November 1968 befand sie als recht gut gebaut, und die Atlantiküberquerungen sowie die England-Runden unter professionellen Regattaseglern belegen einen Rumpf, der sein Etikett „echte kleine Yacht“ nicht nur trägt, sondern auch verdient. (1)
Rigg und Seeverhalten
Die Mk I ist eine 7,15 m (20 ft 3 in) lange 7/8-Slup mit einem Tiefgang von 0,97 m (3 ft 2 in) bei abgesenktem Schwert und weitaus weniger bei aufgeholtem Schwert. Yachting Monthly beschrieb sie als für ihre Zeit schnell, und dieselbe Fachzeitschrift zählte mehrere Atlantiküberquerungen zu ihren Stationen als Beweis für ihre Hochseetauglichkeit. Diese Passagen, zusammen mit den England-Rundfahrten, die MacArthur und Miller bekannt machten, ordnen das Design eher zu den leistungsfähigeren kleinen Yachten seiner Ära als zu einem Boot für geschützte Gewässer ein.
Unterbringung
Unter dem schmalen Deck ist Platz im wahrsten Sinne des Wortes knapp. Die geringe Breite des Rumpfes begrenzt das Volumen, dennoch platzierte Mallon Boats die Kojen, die Pantry und den Kartentisch – letzterer mit einer chemischen Toilette darunter. Das Layout ist ein Paradebeispiel für Komprimierung: Nichts wird verschwendet, aber auch nichts ist großzügig dimensioniert. Die Enge ist die direkte Folge von Tuckers schlankem Rumpf und kein Versäumnis der Werft.
Bekannte Schwachstellen
Die einzige dokumentierte Einschränkung ergibt sich aus der Geometrie: Der schmale Rumpf begrenzt den verfügbaren Platz unter Deck – eine bewusste Konstruktionsentscheidung und keine nachträgliche Mangelerscheinung.
Das Fazit
Die Corribee Mk I ist ein schlanker, eleganter 20-Fuß-Kreuzer, der weit über ihre Größe hinausragt. Tuckers schmaler Rumpf und das moderate Gewicht von 1.120 Pfund mit 416 Pfund Bleiballast ergeben eine für ihre Größe von Yachting Monthly als hervorragend bezeichnete Seetüchtigkeit, und die Erfolge der Klasse im Atlantik und auf britischen Revieren unter Namen wie MacArthur und Miller bestätigen diese Einschätzung. Unter Deck ist sie eng, aber sie ist eine echte kleine Yacht.
Vorteile
- Günstiger Einstieg in das Fahrtensegeln mit einer dokumentierten Atlantiküberquerung und England-Runden-Historie
- Hervorragendes Seelied für ihre Länge laut Yachting Monthly, recht solide gebaut
- Slanker, eleganter Tucker-Rumpf mit langen Überhängen und einer praktischen, wenn auch kompakten Vier-Koje-Aufteilung
Nachteile
- Der schmale Rumpf begrenzt den Platz unter Deck
- Sehr klein für moderne Maßstäbe; nur eine chemische Toilette vorgesehen








