Contest 57CS — Informationen, Bewertung, technische Daten

Contest Yachts - Conyplex
Ungefähre Zeichnung

Zeige auf eine Messung, um den Wert zu sehen

LOA
56.53' · 17.23 m

Die Contest 57CS wurde als feierlicher Meilenstein einer niederländischen Werft mit einem halben Jahrhundert Erfahrung auf den Markt gebracht. Sie wurde zu Ehren des 50jährigen Bestehens von Contest Yachts gebaut und von der Nachfrage der Eigner nach einer kleineren Variante zur Contest 62 geprägt. Georg Nissen zeichnete die Linien, und das Ergebnis ist eine BlauwasserFahrtenyacht, bei der ein tief liegendes Kajütdach mit flachen Decks kombiniert wird – ein Profil, das eher zweckmäßig als dekorativ wirkt.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
56,53 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
Breite
16,8 ft
Tiefgang
8,17 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Rumpf
Glasfaser
Rumpfart
Kielart
Ballast
(Blei)
Verdrängung
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
Komfort-Ratio
Kenterungsverhältnis
Rumpfgeschwindigkeit

Design und Konstruktion

Was die 57CS auf struktureller Ebene auszeichnet, ist ihre im Vakuuminfusionsverfahren hergestellte Sandwich-Rumpfkonstruktion. Dieses Verfahren sorgt für ein relativ geringes Gewicht des Bootes, ohne die zertifizierte Serienproduktion der Werft zu opfern. Der Bleikiel mit Bulbkiel verleiht dem Unterwasserschiff ein modernes, leistungsorientiertes Profil. Ein Rezensent von Cruising World schrieb, dass immer mehr Eigner einer Contest eine leistungsorientierte Ausrichtung bevorzugen, und die 57CS passt sich diesem Trend mit einem leicht gebauten Rumpf an, der dennoch eine solide Plattform für das Offshore-Segeln bleibt. (1)

Rigg und Decks-Layout

An Deck ist das Boot für mühelose Bedienung mit kleiner Crew ausgelegt. Vier Winschen sind für den Steuermann leicht erreichbar positioniert, und das deutsche Großschotsystem verlässt eine Vertiefung durch zwei Löcher auf einer Edelstahlplatte, wodurch das Arbeitsende des Segels ordentlich und geschützt bleibt. Die Blöcke der Großsegellenkstange lassen nur etwa 30 Zentimeter Leine von der Winsch aus sichtbar, bevor die Endung verdeckt wird – ein Detail, das die Gewohnheit der Werft widerspiegelt, Beschläge zu verdecken, anstatt sie überstehen zu lassen. Padeyes für das Vorstag des Stagsegels und seine Backstagen sowie Halterungen für Sicherheitsgurte und eine doppelte Bugklemme zum Ablegen eines zusätzlichen Ankers runden ein Deck ab, das sowohl für disziplinierte Segelhandhabung als auch für redundante Ankeroptionen konzipiert ist. (2)

Unterbringung

Wer an Bord geht, wird sofort von hellem Tageslicht empfangen: Große Fenster tauchen den Innenraum in Licht, und die Dinette liegt hoch und hell – sie wirkt eher wie ein eleganter Salon als wie eine enge Ecke unter Deck. Die Pantry erstreckt sich über die gesamte Länge des Backbordüberschlags und bietet lange, komfortable Arbeitsplatten, ohne die Privatsphäre der Dinette einzuschränken. Die Eignerkabine befindet sich achtern mit einer zentralen Kingsize-Koje und einer eigenen Nasszelle, die nur von dieser Kabine aus zugänglich ist. Die beiden Vorschiffskabinen des gezeigten Bootes waren große, spiegelbildliche Räume, die sich eine gemeinsame, von beiden Seiten zugängliche Nasszelle im Vorschiff teilten. Im gesamten Interieur fehlen jegliche scharfen Kanten – ein ruhiges, aber aussagekräftiges Zeichen für den hohen Ausbaustandard. (2)

Cockpit und Durchgang

Die geräumige Plicht verfügt über zwei Steuerstände, deren Platzierung einen freien Durchgang vom Heck direkt ins Innenraum ermöglicht – eine Aufteilung, die wichtig ist, wenn sich die Crew bei Seegang nach vorn bewegt oder das Anlegen einen freien Weg nach achtern zum Bug erfordert. In Kombination mit den bündigen Decks sorgen die beiden Steuerstände dafür, dass der Verkehr ungehindert fließt, ohne an einer einzigen zentralen Steuersäule zu scheitern.

Eignerschaft und Individualisierung

Keine zwei Contest 57CS sind gleich, da jede nach den besonderen Bedürfnissen ihres Eigners maßgeschneidert wird. Antonio Dalmas von Nautigamma, der Importeur von Contest Yachts für Italien, beschrieb die Individualisierung als das wichtigste Merkmal des Bootes, wobei die Werft einzigartige Boote baut, um die Anforderungen der Kunden vollständig zu erfüllen. Die in Medemblik, Niederlande, von Contest Yachts gebaute 57CS ist weniger eine feste Spezifikation als vielmehr ein zulässiger Bereich von vom Eigner vorgegebenen Optionen innerhalb einer strengen strukturellen Rahmenbedingung. (2)

Das Fazit

Die Contest 57CS ist eine edle, leicht gebaute Blauwasser-Fahrtenyacht, die den Geist einer Custom-Yacht auf eine Semi-Serie im niederländischen Bootsbau überträgt. Nissens Entwurf verkleinert die Größe der Contest 62, ohne an ihrer eleganten Flachheit einzubüßen. Die Details an Deck und im Innenraum zeigen eine Werft, die an das echte Leben auf Langstrecke denkt und nicht nur auf einen Showroom-Effekt setzt.

Vorteile

  • Der vakuuminfundierte Sandwich-Rumpf hält die Verdrängung niedrig und sorgt gleichzeitig für Hochseetauglichkeit
  • Die Doppelsteuerungs-Plicht ermöglicht eine freie Durchgangsroute von achtern nach innen
  • Tiefgehende Individualisierungsmöglichkeiten für Eigner mit konsequenter Struktur- und Verarbeitungsqualität
  • Lichtdurchfluteter Innenraum ohne Kanten mit einer vollständig ausgestatteten Pantry an Backbord und einer privaten Eignerkabine achtern

Nachteile

  • Hohe Varianz pro Boot bedeutet, dass keine zwei Exemplare identische Systeme oder Aufteilungen aufweisen
  • Eingeschränkte Quelleninformationen lassen einige Details der Decksbeschläge nur teilweise beschrieben

Ähnliche Segelboote

12 vergleichbare Designs · ähnliche LOA, Verdrängung & Rigg