Design und Konstruktion
Die 36 S wurde für anspruchsvolles Segeln auf See – sowohl an Deck als auch unter Deck – konzipiert, und die Rumpfnummern erzählen diese Geschichte ohne Umschweife. Mit einer Länge in der Wasserlinie von 29 Fuß 2 Zoll bei einer Gesamtlänge von 35 Fuß 10 Zoll weist sie im Verhältnis zu ihrer Länge einen relativ niedrigen Wasserlinienbereich auf, was zu einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von fast 287 führt – ein Wert, der ein Boot kennzeichnet, das gebaut ist, um Lasten zu tragen und in der Welle kursstabil zu laufen, anstatt zu sprinten. Die Breite von 11 Fuß 8 Zoll und der Flossenkiel mit 5 Fuß 5 Zoll Tiefgang sowie dem Skeg-aufgehängten Ruder beschreiben einen berechenbaren, kursstabilen Rumpf. Yachting Monthly charakterisierte sie als solide Fahrtenyacht mit hohem Überwasserschiff und halbflachen Decks, und die Rumpfgeschwindigkeit von 7,24 Knoten ist die natürliche Folge dieser langen, schweren Form.
Rigg und Seeverhalten
Ihr Masttoppslup-Rigg trägt eine Segelfläche von 703 Quadratfuß, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 17,72 führt – bescheiden, was mit der Einschätzung von Yachting Monthly übereinstimmt, dass die Leistung nicht herausragend, aber besser als bei ihrem Vorgänger ist. Die Masthöhe von 59 Fuß 2 Zoll über der Wasserlinie und das Kenterungsverhältnis von 1,85 ordnen sie im Bereich der stabilen Hochsee-Fahrtenyachten ein. Sie ist kein Leichtwind-Flieger, aber die Zahlen und das Gutachten aus dem April 1986 beschreiben ein Boot, dessen Verbesserungen gegenüber der früheren Generation real, wenn auch nicht spektakulär waren. (1)
Unterbringung
Unter Deck wirkt der Salon kleiner, als er ist, aber er rechtfertigt sich durch viel Stauraum – eine Tugend auf einem Boot, das für längere Törns ausgelegt ist. Die Aufteilung platziert die Nasszellen im Vorschiff, mit einer spürbar engen Vorpiek, die eher einer Einzelkoje oder dem Stauraum als der Kabine für ein Paar entspricht. Die Entschädigung dafür sind eine große Achterkabine und eine gut positionierte Pantry, die seetüchtig genutzt werden kann. Ein riesiger Kartentisch dominiert die Navigationsecke, was den ernsthaften Charakter des Bootes unterstreicht und dem Navigator ausreichend Platz bietet, um Papier- oder elektronische Karten zu studieren, ohne den Salon einzuschränken. Das Komfort-Ratio von 30,1 gehört zu den höheren Werten für ein Boot dieser Größe und spiegelt das Volumen sowie die durch Ballast unterstützte Stabilität der Plattform wider.
Bekannte Schwachstellen
Es gibt kaum Mängelberichte zu diesem Modell; die einzige kritische Kompromissstelle ist die enge Vorschiffskabine – ein Konstruktionsmerkmal und kein Materialfehler – sowie der optisch bescheidene Salon, der durch die hervorragenden Stauraummöglichkeiten ausgeglichen wird. Käufer sollten wissen, dass es keine dokumentierten sicherheitsrelevanten Wassereinbruchwege, Leckagen oder strukturellen Mängel bei dieser Konstruktion gibt.
Das Fazit
Die Contest 36 S ist ein durchdacht weiterentwickeltes Zaal-Design, das spritzige Leistung gegen Seetüchtigkeit eintauscht. Die Unterbringung ist pragmatisch und nicht luxuriös, wobei eine schwache Vorschiffskabine durch eine große Achterkabine, reichlich Stauraum und einen Kartentisch für den Navigator ausgeglichen wird, der von wenigen 36-Fuß-Booten übertroffen wird. Für ein Paar oder Einhandsegler, die Offshore-Aktivitäten planen, sind der schwere Verdrängerrumpf und die Stabilität durch Bleiballast das Highlight; der durchschnittliche Segelplan ist der Kompromiss.
Vorteile
- Seriöse Konstruktionsphilosophie für das Segeln auf See an Deck und im Innenraum
- Hoher Ballastanteil (40 %) mit Bleiballast für hohe Stabilität auf See
- Große Achterkabine und riesiger Kartentisch für Langstreckenfahrten
- Viel Stauraum im Salon trotz kompakter Bauweise
Nachteile
- Leistung ist durchschnittlich, obwohl sie sich gegenüber dem Vorgänger verbessert hat
- Vorpiek ist eindeutig eng
- Der Salon wirkt auf den ersten Blick klein






