Design und Konstruktion
Comar baute die 801 aus massivem GFK mit einem Flossenkiel, und die Werft bot das Modell während der Bauzeit mit verschiedenen Kielalternativen an. Die Version mit Flossenkiel hat je nach Beladung einen Tiefgang von etwa 1,45 bis 1,55 Metern, während eine unbekannte Version mit Flachkiel oder anderen Kieloptionen etwa 1,53 bis 1,63 Meter erreicht; beide Werte sorgen dafür, dass sie problemlos in fast jeden Hafen einfahren kann, außer in den flachsten Einfahrten. Die Verdrängung beträgt 2.000 kg bei 700 kg Ballast, was eine steife, gut zu handhabende Plattform für das Segeln mit kleiner Crew an der Küste bietet. Die benetzte Fläche liegt bei etwa 20 Quadratmetern, und das Immersionsverhältnis von 136 kg/cm² (766 lbs/inch) zeigt, wie wenig sich das Boot unter Crew und Vorräten absenkt – ein nützlicher Wert beim Beurteilen der Zuladung eines gebrauchten Exemplars. (1)
Rigg und Segelplan
Die 801 ist als Masttoppslup getakelt. Der Segelplan für die Fahrt ist bescheiden: ein 11 m² Großsegel, eine 22 m² Fock und eine leichte Genua mit denselben 22 m², ergänzt durch eine 17 m² mittlere Genua und eine 6 m² Sturmfock bei starkem Wind. Auf raumen Kursen erweitern ein 23 m² Reacher und ein 50 m² leichter Spinnaker das Revier. Die Schotlängen sind detailliert dokumentiert – die Fock- und Genuaschoten sind 7,6 Meter lang und haben einen Durchmesser von 10 mm, die Großschot misst 19,1 Meter und die Spinnakerschoten sind 16,8 Meter lang, allesamt mit 10 mm – sodass sich ein neuer Eigner problemlos nach den Spezifikationen neu aufriggen kann.
Unterbringung
Der breite Rumpf ist das Aushängeschild. Mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 2,84 nutzt die 801 Breite statt Länge, um Volumen zu schaffen. Der Vergleich, der sie in puncto Raumangebot an die Spitze von 69 % ähnlicher Segelboote setzt, ist eine direkte Folge dieses Verhältnisses und kein loses Kompliment. Unter Deck wirkt die großzügige Aufteilung wie die eines kleinen Bootes, das für Wochenendtörns weit über seine 7,80 Meter hinauswächst.
Das Fazit
Die Comet 801 ist eine von Finot entworfene, von Comar gebaute kleine Fahrtenyacht, die Länge gegen Breite eintauscht, um Innenraum zu gewinnen, unterstützt durch ein bewährtes Segelangebot und einen bekannten Tiefgangsbereich des Kiels. Sie ist ein vernünftiger Einstieg auf dem Gebrauchtbootmarkt für Segler, die eine solide Finot aus GFK ohne die Größe oder den Preis der späteren Modelle 850 oder 1000 suchen.
Vorteile
- Durch die Breite ermöglichter Innenraumvolumen, das die meisten vergleichbaren Konstruktionen übertrifft
- Mehrere Kieloptionen mit Flachkiel-Fähigkeit für geringen Tiefgang
- Vollständig dokumentierte Segelfläche und Schotanlagen für ein einfaches Aufrüsten
Nachteile
- Die geringe Gesamtlänge begrenzt die Offshore-Reichweite
- Die unbekannte Kielvariante hat eine weniger sichere Dokumentation







