Chico 30 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Gary Mull·1970·~70 hulls·Keith Eade
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · flossenkiel
Rigg
Masttoppslup
LOA
30.54' · 9.31 m
Verdr.
10.079 lbs · 4.572 kg
Erstes Baujahr
1970

Die Chico 30 ist eine Segelyacht, die erstmals 1970 unter der Hand des amerikanischen Designers Gary Mull entstand, wobei Keith Eade aus Neuseeland das Design in die Produktion brachte und gebaut wurde. Über den gesamten Produktionszeitraum hinweg wurden insgesamt 70 Exemplare dieses Entwurfs gebaut, bevor das Boot aus dem Programm genommen wurde. Dies hinterließ eine kleine, aber zusammenhängende Flotte für alle, die sich zu einer kompakten Regatta/Fahrtenyacht von Mull hingezogen fühlen.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
30,54 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
26,97 ft
Breite
9,51 ft
Tiefgang
4,92 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser/Holz (Composite)
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Flossenkiel
Ruder
1× Am Spiegel aufgehängt
Ballast
5.340 lbs (Blei)
Verdrängung
10.079 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
431 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
14,78
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
52,98
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
229,36
Komfort-Ratio
27,65
Kenterungsverhältnis
1,76
Rumpfgeschwindigkeit
6,96 kn

Design und Konstruktion

Das 30-Fuß-Entwurf von Gary Mull kombiniert einen konventionellen Flossenkiel mit einem am Spiegel aufgehängten Ruder – eine Aufteilung, bei der die Ruderkraft am Heck liegt, wo sie direkt spürbar ist. Der Rumpf ist überwiegend aus GFK gebaut, während das Deck eine Sperrholzkonstruktion ist, die mit derselben Verbundstoffhaut überzogen ist. Mit einer Breite von knapp unter 9,5 Fuß und einer verdrängten Last von fast 10.080 Pfund trägt das Boot 5.340 Pfund Bleiballast – besser als die Hälfte des Gesamtgewichts –, was der Chico ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 53 Prozent verleiht. Eine Länge in der Wasserlinie von 27 Fuß hält die Rumpfgeschwindigkeit bei etwa 7 Knoten. Dies sind die Grundpfeiler eines steifen, gut zu handhabenden Küstenbootes und nicht einer leichten Gleitmaschine. (1)

Rigg und Handhabung

Die Chico 30 ist als Masttoppslup getakelt – die Standardaufteilung für ein Boot dieser Größe in ihrer Ära – und der Segelplan treibt rund 431 Quadratfuß Segelfläche an. Die Kombination aus am Spiegel aufgehängtem Ruder und Flossenkiel sorgt zusammen mit der moderaten Breite dafür, dass das Boot direkt und ohne Drama auf das Ruder reagiert. Eine kleine Crew von zwei Personen zeigt deutlich, dass dieses Boot eher als Paarboot oder als Einhand-/Hochsee-Segelboot für Regatten und Fahrten konzipiert wurde und nicht als Familien-Wochenendboot mit vielen Kojen für eine große Gesellschaft.

Unterbringung

Die Auslegung für eine Zwei-Personen-Crew und die Gesamtlänge von 30,5 Fuß bei einer Breite von 9,5 Fuß deuten auf eine gemütliche Kabine hin, die speziell auf ein Paar zugeschnitten ist. Der Entwurf priorisierte Segelleistung und eine geringe Produktionszahl vor großzügigen Wohnbereichen unter Deck.

Das Fazit

Die Chico 30 ist ein kleines, heute nicht mehr produziertes Kielboot aus einer limitierten neuseeländischen Bauzeit von 70 Rümpfen, entworfen von Gary Mull und gebaut von Keith Eade. Ihr GFK-Rumpf mit einem Deck in Sperrholzkern, Flossenkiel und am Spiegel aufgehängtem Ruder beschreibt eine unkomplizierte Performance-Fahrtenyacht der 1970er Jahre für zwei Personen. Aufgrund der Seltenheit des Entwurfs ist jedes erhaltene Exemplar eher ein Nischenfund als ein häufiger Club-Regattaboot.

Vorteile

  • Entwurf von Gary Mull mit klarer Performance-Cruiser-Pedigree
  • Rumpf mit Bleiballast-Flossenkiel und einer steifen Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 53 Prozent
  • Einfaches Masttoppslup-Rigg, ideal für eine zweiköpfige Crew

Nachteile

  • Nur 70 Exemplare gebaut, daher sind Ersatzteile und Flottenwissen rar
  • Das Sperrholzdeck birgt im Vergleich zu einer massiven GFK-Konstruktion langfristige Risiken durch Feuchtigkeit
  • Begrenzte Wohnraumkapazitäten aufgrund der Konzeption für zwei Crewmitglieder

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