Design und Konstruktion
Jerry Cartwright zeichnete die Cartwright 44 Anfang der 80er Jahre als ein großes Segelboot aus massivem GFK, mit einem einklassigen Flossenkiel-Rumpf und einem Ruder am Skeg-Anker. Das Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 40,42 Prozent liegt über dem von zwei Dritteln vergleichbarer Konstruktionen, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 211,52 ordnet sie unter moderate Regattayachten ein, während sie 66 Prozent ähnlicher Boote schwerer macht. Ein Längen-Breiten-Verhältnis von 3,57 macht sie schlanker als 73 Prozent ihrer Altersgenossen – ein Verhältnis, das sich eher für Seeverhalten als für eine riesige Breite eignet. Die benetzte Fläche des Rumpfes beträgt etwa 505 Quadratfuß, und ihr Tiefgang bei Beladung liegt je nach Zuladung zwischen 6,0 und 6,3 Fuß, was auf einen Verdrängungswert von rund 1.591 Pfund pro Zoll hindeutet. (1)
Rigg und Handhabung
Die Kutter-Konfiguration verfügt über eine Segelfläche von 100 Prozent mit 1.000 Quadratfuß, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 19,23 führt – genügend Segelfläche, um die 37-Fuß-Linienlänge auf ihre Rumpfgeschwindigkeit von 8,15 Knoten zu bringen, ohne dass die Crew heroische Anstrengungen unternehmen muss. Zeitgenössische Rezensionen bewerten sie als leistungsstark, sehr stabil und steif, mit hervorragender Aufrichtfähigkeit bei einer Kenterung auf Grundanker. Das Kenterungsverhältnis von 1,71 würde sie allein nach dieser Formel für Hochseeregatten qualifizieren, und ihr Komfort-Ratio von 33,43 macht sie komfortabler als 58 Prozent ähnlicher Konstruktionen. Die Schotlängen sind imposant: Die Großschot ist 110 Fuß lang, die Fock- und Genuaschoten 44 Fuß und die Spinnakerschoten knapp unter 97 Fuß, allesamt mit einem Durchmesser von 5/8 Zoll – ein Rigg, das für echte Lasten auf See dimensioniert ist. (1)
Unterbringung und Fahrtenprofil
Die Breite von 12,33 Fuß und die Länge von 44 Fuß sorgen für ein Volumen, das sich ideal für längere Aufenthalte an Bord eignet. Die geschätzte Wasserkapazität von 120 Gallonen (in den Werftunterlagen als Schätzung angegeben) gepaart mit einem geschätzten Dieselvorrat von 60 Gallonen spricht für eine hohe Autarkie. Ihre Komfort-Ratio und Steifigkeit unter Segeln machen sie eher für Blauwasser-Fahrtensegeln als für Regatten auf dem Jachthafen geeignet. Die Ein-Motor-Anlage ist zudem die einzige Maschine an Bord.
Bekannte Schwachstellen
Die einzige praktische Einschränkung, auf die man achten sollte, ist der Tiefgang: Bei beladenem Tiefgang von 1,8 bis 2,5 Metern kann sie nur in großen Marinas vor Anker gehen, was die Möglichkeiten für einen Ankerplatz oder das Kranen einschränkt. (2)
Das Fazit
Die Cartwright 44 ist ein durchdacht proportionierter Hochseekutter, dessen Stabilitätswerte, Aufrichtfähigkeit und Ballastdisziplin sie als echtes Blauwasserboot und nicht als aufgemotzten Küstenkreuzer kennzeichnen. Ihre schlanke Breite und moderate Verdrängung belohnen Segler, die Bewegungskomfort und Seetüchtigkeit über maximale Quadratmeter im Innenraum stellen. Der geringe Tiefgang schränkt sie auf tiefere Häfen ein, aber genau dieser Kiel sorgt für die von Rezensenten gelobte Steifheit.
Vorteile
- Hervorragende Aufrichtfähigkeit und eine sehr steife, stabile Plattform
- Ballastanteil von über 66 % im Vergleich zu ähnlichen Konstruktionen
- Kuttertakelung mit einem soliden Segelplan, der für Hochseeeinsätze geeignet ist
- Komfort-Ratio, die der der Mehrheit vergleichbarer Boote überlegen ist
Nachteile
- Der Tiefgang von 1,83–1,92 m (6–6,3 Fuß) beschränkt sie auf große Marinas
- Die geringe Breite führt zu weniger Innenraumvolumen als bei breiteren Zeitgenossen









