Design und Konstruktion
Die Corvette liest sich auch heute noch als traditionelles Boot mit einer relativ schmalen Breite, langen Überhängen und einem eleganten Deckssprung über einem Langkiel. Mit einer Länge über alles von 31 Fuß 2½ Zoll und einer Länge in der Wasserlinie von 22 Fuß 6 Zoll bei einer Breite von 9 Fuß 1 Zoll verdrängt sie 8.545 lbs und trägt ihren Ballast als 4.000 lbs Bolzenballast aus Blei, der direkt vor dem Schwert platziert ist, um die harten Stöße beim Aufsetzen in den flachen Gewässern, für die sie gebaut wurde, abzufangen. Der Schwertkasten befindet sich im Kiel und stört nicht unter den Bodenbrettern im Innenraum. Ihre Decks sind breit, mit außenliegenden Wanten und einem großen Vordeck, und das Deckshaus ist mittelgroß; die frühen Boote wurden mit einem Deck aus Balsaholzkern gebaut, was eine frühe Anwendung der GFK/Kern-Technologie darstellt. (2)
Rigg und Handhabung
Das Masttopprigg der Corvette verteilt die moderate Fläche von 444 Quadratfuß fast gleichmäßig auf Großsegel und Vorsegeldreieck, und die Pinne ragt aus dem Plichtboden einer acht Fuß langen Plicht mit geraden Bänken. Auf der Regattabahn erwies sich das Design als schnell: Bei der Lipton Cup 1968 vor Miami, gesegelt bei wechselhaftem Wind von 5 bis 10 Knoten, belegte das Boot Elektra den ersten Platz in der Klasse D und den 24. Platz unter einer Flotte von mehr als 100 Booten. Später in dieser Saison erreichte Elektra II den zweiten Gesamtrang beim 184 Meilen langen Miami-Nassau-Rennen. Das flache Ruder verliert jedoch an Kontrolle, wenn das Boot bei starkem Wind auf einem raumen Kurs hart gesegelt wird, was zu häufigen Sonnenschüssen führt.
Unterbringung
Unter Deck bietet die Corvette Stehhöhe und Kojen für vier Personen, sodass bis zu fünf Personen an Bord schlafen können. Der Innenraum war spartanisch, aber funktional, und der unverkleidete Rumpf erleichterte den Zugang zur Struktur späterer Jahre. Die acht Fuß große Plicht und das moderate Deckshaus spiegeln einen Stil wider, der eher auf ein Paar oder eine kleine Familie als auf luxuriösen Fahrtenkomfort ausgerichtet ist.
Bekannte Schwachstellen
Einige Eigner berichten von verrottendem Sandwichmaterial im Deck aufgrund unzureichender Gegenplatten und Abdichtung. Da die Rümpfe jedoch nicht innen auskleidet wurden, ist es ein einfaches Unterfangen, das Glasfaser- und Kernmaterial unter Deck herauszuschneiden. Viele Eigner stellen fest, dass die eisernen Schwerter nach zwanzig Jahren zur Rostbehandlung und zum Schutzlackieren demontiert werden müssen, und dass die Bolzen und der Schwertfall ausgetauscht werden sollten. Die Tendenz des flachen Ruders, bei hartem Wind auf einem raumen Kurs aus dem Ruder zu laufen, bleibt die wichtigste Einschränkung beim Handling.
Refits und Eignerschaft
Alle Corvettes verließen die Werft mit dem Universal Atomic 4 Benzinmotor und Direktantrieb. Einige Eigner stellten auf Diesel um; andere installierten ein Reduktionsgetriebe für den Atomic 4 und erhöhten die Propellerschrauben-Durchmesser auf einem langsamer drehenden Wellenlager für mehr Schub. Eine treue und aktive Eignervereinigung unterstützt die Klasse, und die Boote sind dank der Genehmigung für den Tagtransport als breites Gespann trailerbar.
Das Fazit
Die Corvette 31 ist eine durchdacht konstruierte Fahrten- und Regattayacht mit geringem Tiefgang, deren CCA-Stammbaum einen schweren, gut ballastierten Rumpf hervorgebracht hat, der sich bei leichtem Wind gut segeln lässt und auf See stabil bleibt. Ihre Vielseitigkeit durch das Schwert, die unkomplizierte Struktur und die aktive Klassenvereinigung machen sie zu einem praktischen Klassiker, während Fäulnis im Deckskern und Wartung des Eisen-Schwerts die Kosten des Besitzes darstellen.
Vorteile
- Geringer Tiefgang von 3 Fuß 3 Zoll mit aufgeholtem Schwert, 7 Fuß mit abgesenktem Schwert für vielseitiges Flachwassersegeln
- Gut ballastierter Bleikiel, der auch nach Grundberührung stabil bleibt
- Bewährte Regatta-Historie bei wechselndem Wind von leicht bis stark
- Unverkleideter Rumpf erleichtert Reparaturen im Innenraum
Nachteile
- Deck mit Balsakern anfällig für Fäulnis durch mangelnde Abdichtung
- Eisenbeschlagenes Schwert und Bolzen benötigen nach zwei Jahrzehnten eine Überholung
- Flaches Ruder neigt bei hartem Raumschotssegeln zu Sonnenschüssen
- Spartanischer Innenraum nach modernen Maßstäben









