Design und Konstruktion
Bristol Yachts baute die 31 XL aus massivem, handaufgelegtem GFK ohne Rumpfkern. Der Kiel selbst ist aus Eisen, trägt 3.500 Pfund Ballast bei einer Verdrängung von 10.600 Pfund – was einem Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von fast 33 Prozent entspricht. Diese Masse, verteilt auf eine Wasserlinie von 22 Fuß und eine Breite von 9 Fuß 4 Zoll, ergibt ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von etwa 444, was das Boot fest in die Kategorie der extrem schweren Fahrtenyachten einordnet. Die Rumpfform ist ein Einrumpf-Flossenkiel mit einem Skeg-aufgehängten Ruder, und der Tiefgang liegt bei etwa fünf Fuß und variiert leicht mit der Beladung. (1)
Rigg und Seeverhalten
Das Boot ist mit einem Masttoppslup-Rigg ausgestattet, das über einen Segelfläche von 445 Quadratfuß verfügt. Referenzdaten beschreiben sie als etwas untertakelt, mit einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von rund 14,8 bei der Basisbesegelung und etwa 15,1 unter einer ISO-Referenzsegel; eine 135-prozentige Genua erhöht diesen Wert auf ca. 18,3. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 6,29 Knoten, wobei ein berechneter Höchstwert von fast 5,9 Knoten liegt. Was die Zahlen in Sachen Geschwindigkeit nicht liefern, machen sie in puncto Stabilität wieder wett: Die 31 XL ist recht stabil und steif, mit einem Kenterungsverhältnis nahe 1,71 und hervorragenden Aufrichtkräften im Fall einer Kenterung. Das Komfort-Ratio von etwa 33 untermauert ihren Ruf als Blauwasser-Fahrtenyacht und weniger als Leichtwind-Seglerin. (1)
Unterbringung und Einsatzzweck
Die Quellen beschreiben sie als hervorragend geeignetes Boot für Langstrecken-Fahrtensegeln auf See. Es handelt sich um ein sehr schweres Segelboot mit der Stabilität und dem Aufrichtungsverhalten, die für ausgedehnte Küsten- oder Offshore-Einsätze erforderlich sind. Das Absinken (Immersion Rate) von etwa 722 Pfund pro Zoll und eine benetzte Fläche von fast 236 Quadratfuß deuten auf einen Rumpf hin, der sein Trimmen hält und sich im Seegang komfortabel bewegt – anstatt gebaut zu sein, um zu gleiten oder zu sprinten.
Bekannte Schwachstellen
Die einzigen Vorsichtsmaßnahmen ergeben sich aus der Konstruktion und nicht aus fehlerhafter Ausführung, vor allem die langfristige Korrosionsgefahr des Eisenkiels und der bescheidene ursprüngliche Motorisierung.
Das Fazit
Die Bristol 31 XL ist eine von Ted Hood entworfene schwere Fahrtenyacht aus der Flossenkieler-Ära von Bristol Yachts: konservativ gebaut, massiv für ihre Größe ballastiert und auf Stabilität auf See ausgelegt, anstatt auf Geschwindigkeit am Wind bei leichtem Wind. Sie ist ein unkompliziertes Design, dessen Grenzen in ihren eigenen Kennzahlen offensichtlich sind.
Vorteile
- Schwerer, steifer Rumpf mit hervorragender Kenterstabilität
- Solide GFK-Konstruktion ohne Innenschalenbauweise
- Hochseetaugliche Stabilität und Komfort-Ratio
Nachteile
- Leicht untertakelt bei der Basisbesegelung
- Der Eisenkiel erfordert langfristige Aufmerksamkeit bei Korrosion
- Die extrem hohe Verdrängung schränkt die Leistung bei leichtem Wind ein








