Design und Konstruktion
Alberg gab der Bristol 19 einen Langkiel-Rumpf mit angehängtem Ruder, eine Konfiguration, die eine Wasserlinie von 14,5 Fuß mit einer Länge über alles von 19,5 Fuß und einer Breite von nur 6,5 Fuß verbindet. Der massive GFK-Rumpf trägt 1.100 Pfund Bleiballast bei einer Verdrängung von 2.750 Pfund – ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 40 Prozent, das das Boot zusammen mit dem Langkiel fest in der stabilen, kursstabilen Tradition seines Konstrukteurs verankert. Ein Längen-Breiten-Verhältnis von 3,01 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis von etwa 399 klassifizieren sie für ihre Größe unter den extrem schweren Fahrtenyachten, während ein Kenterungsverhältnis von 1,86 und eine Komfort-Ratio von 21,6 ein kleines Boot beschreiben, das sich mit der Stabilität eines viel größeren verhält.
Rigg und Handhabung
Das Boot ist als 7/8-Slup getakelt, und der Segelplan ist für den Rumpf bemerkenswert großzügig: Das SA/D-Verhältnis liegt bei 15,8 unter dem ISO-Referenzsegel und steigt auf 18,0 mit einer 135-prozentigen Genua. Das bedeutet, dass die Bristol 19 mehr Rigg trägt als 66 Prozent vergleichbarer Segelboote und in einem Bristol 19-Testbericht auf Yachtdatabase als leicht überriggt eingestuft wird. Dieser Überschuss an Segelfläche sorgt zusammen mit dem schweren Verdrängerrumpf für eine theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 5,1 Knoten. Die benetzte Fläche beträgt etwa 96 Quadratfuß, und das Immersionsverhältnis von 328 Pfund pro Zoll deutet auf einen Rumpf hin, der für seine Länge tief im Wasser liegt und sich nur schwer durch Last oder Crewgewicht absenken lässt. (1)
Unterbringung und Einsatzzweck
Mit einer Länge über alles von 19,5 Fuß und einer Breite von 6,5 Fuß war die Bristol 19 nie als Volumenriese konzipiert, und die Quellen beschreiben keine detaillierten Innenraumaufteilungen außer ihrer Identität als kleine Fahrtenyacht. Der geringe Tiefgang – zwischen 2,76 und 3,06 Fuß je nach Beladung – ermöglicht es ihr, flache Marinas anzulaufen, die größere Kielboote nicht erreichen können. Für ein Boot dieser bescheidenen Länge sprechen die Rumpfform von Alberg und der langkielige Bleiballast für ein berechenbares Handling statt für eine riesige Innenraumfläche.
Refits und Eignerschaft
Die Eignerschaft einer Bristol 19 bedeutet das Leben mit einer einfachen, solide gebauten kleinen Fahrtenyacht. Die Produktion von nur 700 Einheiten und der Bau auf mehreren Werften machen Ersatzteile und Wissen über Schwesterschiffe innerhalb der amerikanischen Gebrauchtboot-Gemeinschaft recht leicht zugänglich. Das 7/8-Rigg und der etwas übertakelte Segelplan ermutigen Eigner dazu, das Boot für Leichtwindleistung zu trimmen, ohne sich um strukturelle Probleme sorgen zu müssen, da die Ballast- und Rumpfgewichtsreserven großzügig bemessen sind.
Das Fazit
Die Bristol 19 ist eine typisch für Alberg kleine Fahrtenyacht: schmal, für ihre Länge schwer, langkielig und mit einer spürbaren Überbesegelung ausgestattet. Sie belohnt Segler, die Vorhersehbarkeit und geringen Tiefgang über Kabinenraum stellen, und ihr solider GFK-Rumpf sowie der Bleiballast entsprechen exakt dem Bau, wie er in den damaligen Fachzeitschriften beschrieben wurde.
Vorteile
- Langkieler Rumpf mit Bleiballast und 40-prozentigem Ballastanteil für hohe Kursstabilität
- Geringer Tiefgang von 0,85 bis 1,00 m öffnet geschützte Marinas
- Leicht übertakelter 7/8-Slup-Rigg für guten Vortrieb bei leichtem Wind
- Solide GFK-Bauweise
Nachteile
- Minimaler Breite und Innenraumvolumen bei einer Breite von nur 6,5 Fuß
- Die extrem hohe Verdrängung schränkt die Leistung unter Motor oder bei Wind ein
- Bau über mehrere Werften hinweg; abweichende Baustandards je nach Exemplar






