Barbican 33 — Informationen, Bewertung, technische Daten

Maurice Griffiths·1972·Barbican Contruction Ltd.
Ungefähre Zeichnung

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Rumpfart
Einrumpf · schwert
Rigg
Masttoppslup
LOA
32.58' · 9.93 m
Verdr.
12.320 lbs · 5.588 kg
Erstes Baujahr
1972

Die Barbican 33 ist ein Ausdruck der nachhaltigen Designphilosophie von Maurice Griffiths aus den späten 1980er Jahren. Ihr Rumpf trägt deutliche Spuren seiner berühmten Golden Hind 31, entspricht jedoch den Erwartungen einer anderen Ära. Mit einer Länge über alles von 32 Fuß 8 Zoll, einer Wasserlinienlänge von 26 Fuß 11 Zoll und einer Breite von 9 Fuß 7 Zoll ist sie eine Fahrtenyacht moderaten Ausmaßes mit einer Verdrängung von 12.619 Pfund. Sie wurde um volle Spanten und einen breiten Bug herum gebaut, der sich zu einem feinen Heck verjüngt. Sie ist im reinen Sinne ein traditionelles Fahrtenboot, das seine Abstammung offen zur Schau stellt.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
32,58 ft
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
26,92 ft
Breite
9,58 ft
Tiefgang
6,33 ft
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Glasfaser
Rumpfart
Einrumpf
Kielart
Schwert
Ruder
1× Spatenruder
Ballast
(Blei)
Verdrängung
12.320 lbs
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Masttoppslup
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche
550 sqft

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
16,49
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
281,93
Komfort-Ratio
32,8
Kenterungsverhältnis
1,66
Rumpfgeschwindigkeit
6,95 kn

Design und Konstruktion

Die Rumpfform der Barbican 33 zeichnet sich durch ihre vollen Querschnitte und den schlanken Übergang von breitem Vorsteven bis zum feinen Heck aus, was ihr viel Volumen im Vorschiff und einen eleganten Achterausbau verleiht. Ein Schwenkkiel sorgt für einen geringen Tiefgang: Das Boot kann mit aufgeholtem Kiel bei 4 Fuß Wassertiefe liegen und erreicht 6 Fuß 4 Zoll, wenn es für das Segeln abgesenkt wird. Diese Konstruktion opfert den absoluten Tiefgang zugunsten von Flexibilität in flachen Ankerbuchten und Flüssen. Die Bauweise folgt einem konventionellen GFK-Ansatz mit massivem Rumpf und Deck. Die Abstammung des Entwurfs reicht direkt zu früheren Werken von Griffiths zurück, und der Einfluss der Golden Hind 31 ist in den Proportionen und dem Charakter der Kabine der Barbican deutlich zu erkennen. (1)

Rigg und Handhabung

Während der ursprüngliche Griffiths-Entwurf einen bescheideneren Segelplan vorsah, erhielt die Barbican 33 ein größeres Rigg als ursprünglich geplant, was zu einer Segelfläche von 550 Quadratfuß in einer Masttoppslup-Konfiguration führte. Dieses vergrößerte Segel hatte jedoch seinen Preis: Die zusätzliche Leistung machte das Boot recht rank, was bei stärkerem Wind ein aufmerksames Reffen erforderte. Serienmäßig war eine Radsteuerung – eine ungewöhnliche Wahl für ein Boot dieser Größe zu jener Zeit –, die die Steuerung zentral im Cockpit konzentriert. Trotz der Rankheit war ihre Seetüchtigkeit gut, und sie zeigte sich in ihrem Einsatzgebiet als komfortable Fahrtenyacht für Küstenfahrten und moderate Offshore-Törns, nicht aber als regattaorientiertes Boot.

Unterbringung

Unter Deck bietet die Barbican 33 ein traditionelles und im Großen und Ganzen gut durchdachtes Layout mit fünf Kojen aufgeteilt auf zwei Kabinen. Der Innenraum folgt der klassischen Logik einer Griffiths-Fahrtenyacht: praktisch, geschlossen und auf Wohnlichkeit vor Anker sowie auf See ausgerichtet, anstatt auf offene, moderne Raumkonzepte zu setzen. Der traditionelle Charakter ist kein Mangel, sondern eine bewusste Kontinuität mit der Linie der Golden Hind, die Eignern eine vertraute und funktionale Raumaufteilung bietet.

Das Fazit

Die Barbican 33 ist ein durchdachtes spätes Entwurf von Griffiths, das Tradition mit einem etwas größeren Rigg verbindet. Sie belohnt Segler, die traditionelle Aufteilung und Flexibilität bei geringem Tiefgang über pure Steifigkeit oder modernen Innenraumstil stellen. Ihre Rankheit unter dem größeren Rigg ist der wichtigste Kompromiss beim Handling, aber ihre gute Seetüchtigkeit und eine serienmäßige Radsteuerung rücken sie auf die Liste der bedachten Fahrtenyachten.

Vorteile

  • Schwenkkiel sorgt für einen minimalen Tiefgang von 4 Fuß unter Segeln bei einer Höhe von 6 Fuß 4 Zoll
  • Traditionelles, gut ausgeführtes Zwei-Kabinen-Interieur mit fünf Kojen
  • Gute Seetüchtigkeit und solide Leistung im Kontext der Größe
  • Radsteuerung serienmäßig – selten in dieser Größenklasse

Nachteile

  • Das vergrößerte Rigg macht sie recht rank
  • Rumpf mit feinem Heck und vollem Querschnitt schränkt die moderne Offenheit des Innenraums ein

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