Design und Konstruktion
Die Rumpfform der Barbican 33 zeichnet sich durch ihre vollen Querschnitte und den schlanken Übergang von breitem Vorsteven bis zum feinen Heck aus, was ihr viel Volumen im Vorschiff und einen eleganten Achterausbau verleiht. Ein Schwenkkiel sorgt für einen geringen Tiefgang: Das Boot kann mit aufgeholtem Kiel bei 4 Fuß Wassertiefe liegen und erreicht 6 Fuß 4 Zoll, wenn es für das Segeln abgesenkt wird. Diese Konstruktion opfert den absoluten Tiefgang zugunsten von Flexibilität in flachen Ankerbuchten und Flüssen. Die Bauweise folgt einem konventionellen GFK-Ansatz mit massivem Rumpf und Deck. Die Abstammung des Entwurfs reicht direkt zu früheren Werken von Griffiths zurück, und der Einfluss der Golden Hind 31 ist in den Proportionen und dem Charakter der Kabine der Barbican deutlich zu erkennen. (1)
Rigg und Handhabung
Während der ursprüngliche Griffiths-Entwurf einen bescheideneren Segelplan vorsah, erhielt die Barbican 33 ein größeres Rigg als ursprünglich geplant, was zu einer Segelfläche von 550 Quadratfuß in einer Masttoppslup-Konfiguration führte. Dieses vergrößerte Segel hatte jedoch seinen Preis: Die zusätzliche Leistung machte das Boot recht rank, was bei stärkerem Wind ein aufmerksames Reffen erforderte. Serienmäßig war eine Radsteuerung – eine ungewöhnliche Wahl für ein Boot dieser Größe zu jener Zeit –, die die Steuerung zentral im Cockpit konzentriert. Trotz der Rankheit war ihre Seetüchtigkeit gut, und sie zeigte sich in ihrem Einsatzgebiet als komfortable Fahrtenyacht für Küstenfahrten und moderate Offshore-Törns, nicht aber als regattaorientiertes Boot.
Unterbringung
Unter Deck bietet die Barbican 33 ein traditionelles und im Großen und Ganzen gut durchdachtes Layout mit fünf Kojen aufgeteilt auf zwei Kabinen. Der Innenraum folgt der klassischen Logik einer Griffiths-Fahrtenyacht: praktisch, geschlossen und auf Wohnlichkeit vor Anker sowie auf See ausgerichtet, anstatt auf offene, moderne Raumkonzepte zu setzen. Der traditionelle Charakter ist kein Mangel, sondern eine bewusste Kontinuität mit der Linie der Golden Hind, die Eignern eine vertraute und funktionale Raumaufteilung bietet.
Das Fazit
Die Barbican 33 ist ein durchdachtes spätes Entwurf von Griffiths, das Tradition mit einem etwas größeren Rigg verbindet. Sie belohnt Segler, die traditionelle Aufteilung und Flexibilität bei geringem Tiefgang über pure Steifigkeit oder modernen Innenraumstil stellen. Ihre Rankheit unter dem größeren Rigg ist der wichtigste Kompromiss beim Handling, aber ihre gute Seetüchtigkeit und eine serienmäßige Radsteuerung rücken sie auf die Liste der bedachten Fahrtenyachten.
Vorteile
- Schwenkkiel sorgt für einen minimalen Tiefgang von 4 Fuß unter Segeln bei einer Höhe von 6 Fuß 4 Zoll
- Traditionelles, gut ausgeführtes Zwei-Kabinen-Interieur mit fünf Kojen
- Gute Seetüchtigkeit und solide Leistung im Kontext der Größe
- Radsteuerung serienmäßig – selten in dieser Größenklasse
Nachteile
- Das vergrößerte Rigg macht sie recht rank
- Rumpf mit feinem Heck und vollem Querschnitt schränkt die moderne Offenheit des Innenraums ein






