Design und Konstruktion
Petersons Handschrift zeigt sich in einem aus dem IOR abgeleiteten Rumpf in Kombination mit einer leistungsstarken Takelung – eine Kombination, die die Werft als konstruiert für Geschwindigkeit und Sicherheit vor Anker beschrieb. Die 42 DP wurde bewusst von der reinen Regatta-Versorgung abgewichen und für komfortable Ozeanüberquerungen ausgelegt, ohne echte Leistung einzubüßen. Dieses Konzept führte zu einem niedrigen und schmalen Kajütaufbau mit kleinen Fenstern. Diese Geometrie des Kajütaufbaus lässt den Innenraum nach damaligen Rezensionen etwas dunkel wirken, bewahrt jedoch das saubere Deckprofil, das die Regatta-Vergangenheit erforderte. Ein einfaches, aber gut ausgestattetes Teakdeck ermöglichte müheloses Segelhandling und entspannte Zeit in der Plicht. Neben dem Standard-Layout mit Achtercockpit wurden nur sehr wenige Versionen mit Mittelcockpit gebaut, doch die überwältigende Mehrheit folgte dem konventionellen Plan. (1)
Rigg und Handhabung
Die Masttoppslup verfügt über eine Segelfläche von 843 Quadratfuß, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 19,35 führt – bescheiden nach reinen Regatta-Boot-Standards, aber mehr als ausreichend für den Charakter des 42 DP als Cruiser-Racer. Die Werft attestierte dem Entwurf hervorragende Segeleigenschaften und einen niedrigen IOR-Formelwert; die Yacht erhielt in ihrer Ära die Bezeichnung „ultimativer IOR-Cruiser-Racer“. Auch Jahrzehnte später ist das Boot auf Clubregatten ein schneller Läufer, was bestätigt, dass Petersons Abstrahlung der Spinnakerleinen kaum etwas vom ursprünglichen Tempo opferte.
Unterbringung
Unter Deck pressen rechtwinklige Schotten jedes Millimeter nutzbaren Volumens heraus, kombiniert mit weichen Vinyl-Innenschalen und tiefem Polsterwerk, das die Werft als feine Atmosphäre skandinavischer Eleganz charakterisierte. Die Aufteilung platziert eine Eignersuite achtern und Gäste- oder Crewkabinen im Vorschiff, wobei ein riesiger Salon den Mittelbereich überbrückt und neben einer gut ausgestatteten Pantry einen vollwertigen, hochseetauglichen Kartentisch beherbergt. Derselbe Quellenangriff beschrieb die Unterkünfte als geräumigen Luxus, der für Weltumsegelungen im größten Komfort ausgerüstet ist – eine Aussage, die zum Charakter der 42 DP als blauwassertaugliche Regatta-/Fahrtenyacht passt, anstatt einer spartanischen Rennversion mit Kojen.
Bekannte Schwachstellen
Die größte Einschränkung für einen zukünftigen Eigner ist der Tiefgang von 8 Fuß, den die Tests als hinderlich in flachen Ankerbuchten und bestimmten Revieren einstuften. Die dunkle Atmosphäre im Innenraum durch das niedrige, schmale Kajütdach und die kleinen Fenster ist der andere Kompromiss – eine direkte Folge des Profils, das den Schwerpunkt tief hält. Keines dieser Probleme ist ein Mangel, sondern resultiert aus den regattabasierten Designentscheidungen. (2)
Eignerverhalten
Mit nur 30 gebauten Exemplaren und der Einstellung der Produktion im Jahr 1985 ist die 42 DP ein seltenes, fokussiertes Design. Ihre Peterson-Stammbaum, ihr IOR-Rumpf und ihre komfortorientierte Ausstattung machen sie für Segler attraktiv, die Club-Circuit-Geschwindigkeit suchen, ohne auf wohnliche Kabinen zu verzichten. Die Seltenheit und die Einzelgenerations-Laufzeit rechtfertigen eine sorgfältige Besichtigung jedes einzelnen Rumpfes, aber die Yacht präsentiert sich als durchdachtes, zweckmäßig gebautes Design und nicht als kompromissbelastete Evolution.
Das Fazit
Die Baltic 42 DP ist eine seltene, konsequente Umsetzung einer Admiral's Cup-Regattayacht als 30-Einheiten-Fahrten- und Regattayacht, die ihre Ecken und Kanten beibehält. Petersons erstes Serienentwurf aus der Baltic-Klasse verbindet einen steifen, IOR-abgeleiteten Rumpf mit einem komfortablen, skandinavisch eingerichteten Innenraum und einem Tiefgang, der Respekt einflößt. Sie belohnt Segler, die Leistung und konsequente Bootsbaukunst über geräumige, helle Kabinen stellen.
Vorteile
- Echter Regatta-/Fahrtenyacht-Pacing durch einen Peterson IOR-Rumpf mit leistungsstarkem Rigg
- Niedriger, schmaler Kajütaufbau bewahrt ein sauberes Deckprofil und den Regattageist
- Eignersuite achtern, Gästequartiere im Vorschiff und ein riesiger Salon mit hochseetauglichem Kartentisch
- Nur 30 Exemplare gebaut, was Seltenheit und eine klare Designidentität garantiert
Nachteile
- Der 2,40 m Tiefgang schränkt den Zugang zu flachen Gewässern ein
- Kleine Kajütaufbaufenster lassen den Innenraum relativ dunkel wirken









