Design und Konstruktion
Sparkman & Stephens legten die 42 um einen 39 Fuß 4 Zoll langen Rumpf bei einer Wasserlinienlänge von 37 Fuß 6 Zoll an, mit einer Breite von nur 11 Fuß 3 Zoll. Dieses Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,50 macht sie schlanker als 69 Prozent vergleichbarer Entwürfe – ein Wert, der eher als bewusster Kompromiss für das Fahrtensegeln denn als Rennboot-Rumpf interpretiert werden kann. Ihre Verdrängung von 26.455 Pfund und der Bleiballast von 9.920 Pfunden ergeben ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 38 Prozent, was höher ist als bei 42 Prozent ähnlicher Boote. Ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 223 ordnet sie unter jene ein, die eine Konstruktionsdatenbank als „moderate Regattaboote“ bezeichnet – 66 Prozent ähnlicher Segelboote werden als schwerer eingestuft. Der Rumpf besteht aus massivem GFK mit einem Flossenkiel und einem Skeg-aufgehängten Ruder, wobei der tiefste Tiefgang unter Last zwischen 6 Fuß 1 Zoll und 6 Fuß 4 Zoll liegt. (1)
Rigg und Handhabung
Die 42 ist mit einem Ketsch-Rigg ausgestattet, das über eine bescheidene Segelfläche von 764 Quadratfuß verfügt. Damit hat sie mehr Rigg als nur 12 Prozent ähnlicher Segelboote – was nach den Zahlen einen erheblichen Mangel an Rigggröße darstellt. Die stehenden und laufenden Leinen folgen der damaligen Praxis bei Ketschen: Großsegel- und Fock-/Genuvoren von etwa 111 Fuß Länge mit einer Halbdurchmesser von einem halben Zoll, Schoten von rund 39 Fuß für die Vorsegel und 98 Fuß für das Großsegel mit einem Durchmesser von etwa neun Sechzehnteln eines Zolls sowie eine Spinnakerleine, die auf die 111-Fuß-Länge abgestimmt ist. Ihre benetzte Fläche beträgt etwa 484 Quadratfuß, und das Tiefgangsverhältnis liegt bei soliden 1.473 Pfund pro Zoll. Das Boot sitzt daher schwer auf dem Wasser, und die Bewegung von Ballast und Ladung wirkt sich messbar auf den Trimm aus. (1)
Leistungsprofil
Auf dem Papier ist die 42 ein komfortables Seebot. Ihr Komfort-Ratio von 42,4 soll 96 Prozent aller ähnlichen Konstruktionen übersteigen, und ein Kenterungsverhältnis von 1,51 würde sie allein nach dieser Formel für Hochseeregatten qualifizieren. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 8,2 Knoten. Diese Kennzahlen deuten auf einen stabilen, gutmütigen Rumpf statt auf eine lebendige Regattayacht hin – was zum schlanken, moderat ballastierten Fahrtenboot passt, das ihre Maße beschreiben. (1)
Unterbringung und Aufteilung
Die bekannten Aufzeichnungen beschreiben die 42 als eine große Segelyacht, die in geringer Stückzahl gebaut wurde, mit Ketsch-Rigg und massiver GFK-Konstruktion. Abgesehen von den Hauptabmessungen nennen die Quellen keine genauen Zahlen zu der Anzahl der Kojen, dem Innenausbau oder der Aufteilung der Pantry. Daher muss das Interieur eher beim Besichtigungstermin beurteilt werden können, als dass es aus den Unterlagen beschrieben werden kann.
Das Fazit
Die Alpa 42 ist eine selten gebaute, hochkarätige Mittelmeer-Fahrtenyacht, deren schlanker Rumpf und hoher Komfortindex sie eher als stabile Begleiterin auf Langstrecke denn als schnellen Regattakutter für Küstenfahrten kennzeichnen. Ihr Ketsch-Rigg und die moderate Segelfläche eignen sich für eine methodische Crew, und die Sparkman & Stephens-Abstammung verleiht ihr einen Platz in der Designgeschichte, der ihre Seltenheit Lügen straft.
Vorteile
- Sparkman & Stephens-Design mit einer belegten Komfort-Ratio von über 96 % im Vergleich zu ähnlichen Booten
- Solider GFK-Rumpf mit Bleiballast und einem Unterwasserschiff mit Flossenkiel/Skeg-Ruder
- Kenterungsverhältnis und Komfortwerte, die den Blauwassertörns entsprechen
Nachteile
- Für ihre Größe deutlich untertakelt, mit einer geringen Segelfläche im Vergleich zu Konkurrenzmodellen
- Sehr kleine Produktionszahl begrenzt Ersatzteile, Klassenwissen und die Wiederverkauflichkeit
- Spärliche dokumentierte Spezifikationen abgesehen von den Hauptabmessungen und dem Rigg










