Design und Konstruktion
Als eine der ersten Serienboote, die aus GRP (GFK) laminiert wurden, war die Trident 24 das erste Fahrtenboot, das von Marine Construction gebaut wurde, und legte den Grundstein für das Unternehmen. Die frühen Rümpfe waren aus Glasfaser, aber die ersten Exemplare trugen professionell eingebaute Holzdecks und Kajütaufbauten. Einige Eigner kauften weiterhin nur den nackten Rumpf und fertigten ihn im Holz aus – heute sind vielleicht noch zwanzig Hybridboote aus Holz und GFK auf dem Wasser unterwegs. Das Standardboot ist im Rumpf und Deck aus massivem GFK gefertigt. Was das Design besonders macht, ist die Wahl des Kiels: Ein Käufer konnte sich für einen Hubkiel (Schwert), Flossenkiel oder einen Dreifachkiel entscheiden, wobei die Version mit Dreifachkiel sie besonders für flache und trockenfallende Häfen geeignet macht. Mit 1.500 Pfund Eisenballast bei 40 Prozent der Verdrängung von 4.040 Pfund liegt sie mit einem beruhigend niedrigen Schwerpunkt für ein 24-Fuß-Boot. (1)
Rigg und Handhabung
Die Trident 24 ist eine 7/8-Slup mit einem stark verstagten Mast und zwei Unterwanten. Das Rigg ist für diese Größe ungewöhnlich voluminös – eine Datenbank-Bewertung zählt sie als das Boot mit dem größten Rigg im Vergleichsset. Die Dimensionen von Fallen und Schoten sind für die Länge lang bemessen, mit 69 Fuß Fall und einer 60 Fuß langen Großschot, was unterstreicht, wie ausgewogen der Segelplan bei einer Wasserlinienlänge von 19 Fuß ist. Unter Motor läuft sie sowohl vorwärts als auch rückwärts gut, eine nützliche Eigenschaft, da viele Boote ursprünglich mit einem 6- oder 7-PS-Zweitakt-Benzinmotor von Vire ausgestattet waren, von denen die meisten inzwischen gegen verschiedene Motoren getauscht wurden, wobei der kompakte Yanmar-Diesel mit 9 PS ein besonders beliebter Ersatz ist. Tester der damaligen Zeit fanden ihre Leistung zufriedenstellend: Sie ermöglichte schnelles Segeln für den erfahrenen Steuermann und bot gleichzeitig sicheres Seeverhalten für weniger erfahrene Segler. (2)
Unterbringung und Seeverhalten
In der Zeitschrift Yachts and Yachting bezeichneten die Tester sie als eine der komfortabelsten kleinen Yachten, die sie je getestet hatten, mit einer Bauweise und einem Aufteilung, die für ausgedehnte Törns geeignet seien. Denny Desoutter bemerkte, dass bei einer Länge von 24 Fuß eine gute Stehhöhe erreicht wurde, ohne dass das Boot durch einen zu großen Korb auf dem Achterdeck überladen wirkte. Das gut ausgewogene Verhältnis von Rumpf und Aufbau wurde weithin gelobt. Die tiefe, selbstlenzende Plicht, die breiten Seitendecks und die hervorragenden Stauraummöglichkeiten lassen das Boot größer wirken, als es ist. Yachting and Boating Weekly urteilte, dass Alan F. Hill eine äußerst attraktive kleine Slup entworfen habe. (1)
Bekannte Schwachstellen
Die frühesten Boote hatten Holzdecks und Kajütaufbauten auf einem GFK-Rumpf, und es gibt eine kleine Anzahl von vom Eigner fertiggestellten Hybridbooten aus Holz und Glasfaser. Diese Holzelemente sind die einzige bekannte Abweichung vom reinen GFK-Standard und sind die Bereiche, an denen Alter und Feuchtigkeitseintritt bei einem bestimmten Rumpf am ehesten sichtbar werden. (1)
Refits und Eignerschaft
Die meisten originalen Vire-Benzinmotoren wurden bereits ausgetauscht, weshalb ein Käufer eher mit gemischten Antriebskonstellationen als mit Originalmaschinen rechnen sollte. Die ursprüngliche Segel- oder Rumpfnummer bleibt der beste Indikator für das Alter eines Bootes, besonders nützlich bei der Einschätzung, wie viele Saisons ein Hybriddeck oder ein getauschter Motor bereits gesehen haben. Eigner haben mit diesen Booten von Skandinavien bis zum Nahen Osten und in Nordamerika gesegelt, und das Design hält dem Vergleich mit vielen späteren Konstruktionen problemlos stand. (1)
Das Fazit
Die Trident 24 ist eine absolut seetüchtige kleine Fahrtenyacht. Ihre frühe GFK-Bauweise, das hohe Ballastverhältnis und die Option mit Triple-Kiel verleihen ihr ein Maß an Stabilität, das über ihre Länge hinausgeht. Sie ist komfortabel, seegütig und gut aufgetakelt. Die einzige wichtige Einschränkung für Eigner ist die Minderheit der mit Holzdecks oder vom Eigner selbst fertiggestellten Rümpfe, die eine spezielle Aufmerksamkeit beim Holzpflegebedarf erfordern.
Vorteile
- Auftriebsstarker, seegütiger Rumpf, der sich auf Langstreckenpassagen und im europäischen Fahrtensegeln bewährt hat
- 40 % Ballastanteil und Triple-Kiel, ideal für flache und trockenfallende Häfen
- Stark verstagtes 7/8-Rigg mit überdimensionierten Segellängen für diese Bootsgröße
- Komfortable Kabinenaufteilung mit guter Stehhöhe und tiefer, selbstlenzender Plicht
Nachteile
- Nur eine Minderheit der Boote verfügt über Holzdecks oder -Kajütaufbauten bzw. Hybridausstattungen aus Holz und GFK, die eine regelmäßige Inspektion erfordern
- Die originalen Vire-Zweizylinder-Motoren sind größtenteils verschwunden, sodass die Antriebskraft von Rumpf zu Rumpf stark variiert







