Konstruktion und Bauweise
Norman Howard entwarf die Dayboat als Leichtdeplacement-Küstensegler: Bei rund 675 Pfund Gesamtgewicht inklusive eines 90 Pfund schweren Bleiballasts weist das Boot ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 13 Prozent und ein Längen-Breiten-Verhältnis von 2,61 auf. Dies ergibt einen schmalen, leicht anspringenden Rumpf mit einer Länge von knapp über 16 Fuß bei einer Wasserlinienlänge von 14 Fuß, gebaut mit einem Schwertkiel. Das Schwert ermöglicht es, den Tiefgang von etwa 30 Zentimetern bis auf 75 Zentimeter zu variieren, sodass das Boot extrem dicht an den Strand segeln und trockenfallen kann, wo dies bei einem Festkielboot nicht möglich wäre. Sowohl Rumpf als auch Deck sind aus massivem GFK gefertigt. Obwohl Smallcraft of Blockley der Hauptwerft war, wurde die Baureihe auch auf anderen Werften produziert. Ein von Seaborne gebauter Rumpf weist eine dickere Laminatstruktur auf als die späteren Boote von Smallcraft – ein Detail, das man kennen sollte, da nicht jede Dayboat dieselbe Rumpfstärke aufweist. (1)
Rigg und Handhabung
Das 7/8-Rigg ist einfach und autark aufgebaut, und die Segeltrimm-Konfiguration ist voll dokumentiert: Die Fock- und Genuaschoten laufen über 16,2 Fuß mit einem Durchmesser von 5/16 Zoll, die Großschot misst 40,6 Fuß mit demselben Durchmesser, und eine Spinnakerschote von 35,7 Fuß wird benötigt, wenn das Boot mit einer Kite gesegelt wird. Mit einer Segelfläche von rund 104 Quadratfuß und einem Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 106 fällt der Entwurf in die Kategorie der „leichten Regattaboote“. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit für einen Verdrängerrumpf dieser Länge liegt bei etwa fünf Knoten. Das Komfort-Ratio liegt bei 6,1, was niedrig ist – passend zu einem lebhaften, ranken kleinen Daysailer und weniger zu einer komfortablen Fahrtenyacht. Ein Kenterungsverhältnis von 2,84 ordnet das Boot außerhalb der Grenzwerte für Hochseeregatten ein, was den Schwerpunkt des Entwurfs auf geschützte Gewässer bestätigt.
Antrieb und Hafenbecken
Ein Außenborder ist der Standard-Hilfsmotor, der eher für das Anlegen und Manövrieren als für den dauerhaften Vortrieb genutzt wird. Das Boot benötigt in der Regel nur ein bis zwei PS oder einen Elektromotor mit einem Schub von 13 bis 16 Pfund, was die Installation leicht und den Spiegel frei hält. Dieser minimale Leistungsbedarf ist eine direkte Folge der geringen Verdrängung und des flachen Tiefgangsbereichs des Schwerts.
Eigentümer-Hinweise
Die zu antifoulingen benetzte Fläche beträgt etwa 96 Quadratfuß – ein kleiner Bereich, der die Wartung des Unterwasserschiffs günstig und schnell hält. Das Tiefgangsverhältnis von rund 307 Pfund pro Zoll bedeutet, dass das Boot leicht auf dem Wasser liegt und spürbar auf Lastveränderungen reagiert – ein paar Passagiere oder eine volle Kühlbox drücken die Wasserlinie deutlich nach unten. Mit einigen hundert gebauten Exemplaren und der Einstellung der Produktion im Jahr 1981 ist der Dayboat etabliert genug, um als Gebrauchtboot aufzutauchen, aber selten genug, dass der Zustand wichtiger ist als die Herkunft.
Das Fazit
Die Shipmate Dayboat ist ein reiner, leichten Verdrängungsbau für das Flachwasser: flach, trockenfallend, leicht zu segeln und günstig im Unterhalt, aber aufgrund ihrer Stabilitätsdaten ranzig und für den offenen Ozean ungeeignet.
Vorteile
- Anlandbares Schwert/Rumpf-Design mit einem Tiefgangsbereich von 0,3 bis 0,75 Metern
- Solide GFK-Konstruktion mit einer kleinen, kostengünstigen Antifouling-Fläche
- Geringer Außenborder-Anspruch (1–2 PS oder elektrisch mit 13–16 lb Schub)
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,84 schließt Hochseeregatten aus
- Die niedrige Komfort-Ratio (6,1) bedeutet ein lebhaftes, rankes Seeverhalten
- Ein einziger Seaborne-Rumpf mit dickerem Laminat macht einen direkten Vergleich erschwert








