Design und Konstruktion
Rhodes entwarf die Meridian 25 als Fahrtenyacht, und die Zahlen bestätigen dies: Eine Verdrängung von 5.070 Pfund bei einer Wasserlinie von 17 Fuß 6 Zoll, unterstützt durch 2.491 Pfund Bleiballast in einem festen, modifizierten Langkiel-Anker. Die Breite beträgt knappe sieben Fuß, was das Boot schlank hält und direkt zum Verhalten unter Segeln beiträgt. Der Rumpf ist aus massivem GFK mit Holzverzierungen, einem tiefgezogenen, gerundeten Vorsteven und einem erhöhten Heckkorb mit einem schrägen Spiegel. De Vries Lentsch stellte die ersten Boote im Jahr 1960 vor, einige wurden in die Vereinigten Staaten importiert; Seafarer Yachts brachte anschließend seine eigene Version in seiner Werft in Huntington auf den Markt – eine Version, die heute nicht mehr produziert wird. Da über zwei Werften und drei niederländische Untermodelle (Bermuda, Macinac und Vinyard) so viele Boote fertiggestellt wurden, variieren die Details erheblich. (1)
Rigg und Handhabung
Die Meridian 25 ist als Bermudarigg-Slup mit einem Segelfläche von 277 Quadratfuß ausgelegt: ein Großsegel von 135 Quadratfuß mit einer Vorliek von 25 Fuß und 3 Zoll sowie eine Fock oder Genua von 141 Quadratfuß auf einem Vorsegeldreieck von 29,13 Fuß. Das sind bescheidene Maße für ein Boot von 5.000 Pfund, und das PHRF-Handicap von 252 ordnet sie fest in die Kategorie der Freizeit-Fahrtenyachten und nicht in die Regattaflotte ein. Eigner-Bewertungen aus einer Untersuchung im Jahr 2010 weisen darauf hin, dass die geringe Breite, die flachen Kimmkanten und der tiefe Ballastplatz sie bei Wind relativ rank machen und sie in Kabbelwasser zum Stampfen neigen. Der abgeschnittene Vorfuß des Langkiels erleichtert das Manövrieren bei niedriger Geschwindigkeit, und ein gut montierter Außenborder mit 6 bis 10 PS ist die übliche Antriebsquelle für Hafenmanöver, wobei ein Innenborder auf allen Modellen als Werksoption angeboten wird.
Unterbringung
Unter Deck finden vier Personen Schlafplätze: eine Doppel-V-Koje im Vorschiff und zwei gerade Sofakojen im Salon, bei einer Stehhöhe von 68 Zoll. Die Pantry erstreckt sich über die Niedergangstreppe mit einem einflammigen Herd an Steuerbord, der sich im Nichtgebrauch nach achtern schieben lässt, einer Spüle an Backbord und einer Kühlbox unter den Stufen. Ein 24-Gallonen-Wassertank versorgt die Pantry, und die Nasszelle ist unter der V-Koje im Bug untergebracht. Eine Eignervereinigungsbewertung aus dem Jahr 2010 stellte zwar wenig Bewegungsfreiheit unter Deck fest, lobte jedoch die großen Heckfenster (Doghouse), die das Gefühl der Enge in der engen Kabine milderten.
Bekannte Schwachstellen
Die werksseitige Option für den Innenborder brachte erhebliche Wartungsaufwendungen mit sich. Der optionale Kermath 10 PS Sea Twin Innenborder saß so tief in der Bilge, dass routinemäßige Wartungsarbeiten, insbesondere Ölwechsel, unter Anker besonders schwierig waren. Hinzu kommt, dass stehendes Bilgenwasser, das sich ansammelt, den Kurbelgehäuse und den Motorblock korrodieren lassen kann, weshalb eine trockene Bilge bei diesem Innenborder unerlässlich ist. Die Kühlbox befindet sich direkt über dem Motor, und trotz einer Dicke von drei Zoll Isolierung ist ihre Effizienz stark beeinträchtigt – ein Konstruktionsnachteil, der auf die Innenborder-Option zurückzuführen ist und kein isolierter Fehler darstellt. (1)
Refits und Eignerschaft
Die meisten Meridian 25 auf dem Wasser haben im Laufe der Jahrzehnte unter verschiedenen Eignern Layout- und Ausrüstungsänderungen erfahren, was mit der großen Bandbreite der Werftausstattung übereinstimmt. Die Außenborder-Konfiguration ist der unkompliziertere Weg für Eigner; die Boote mit Innenborder erfordern eine wachsame Pflege des Bilgeswassers und einen realistischen Plan für den Motorzugang. Der trailerbare Rumpf und das einfache Slup-Rigg halten die laufenden Kosten gering, und die Rhodes-Abstammung verleiht dem Boot trotz der weiten Produktionsgeschichte eine klare Identität.
Das Fazit
Die Meridian 25 ist eine kleine, ehrliche Küsten-Fahrtenyacht aus Rhodes, deren schlanker Rumpf und bescheidener Segelplan geduldiges Handling mehr belohnen als Geschwindigkeit. Sie ist rank und empfindlich gegenüber Kabbelwasser, und die Innenborder-Option schafft Wartungs- und Korrosionsrisiken, die das Außenborder-Layout vermeidet. Für ein Paar oder eine kleine Familie, die eine trailerbare Fahrtenyacht mit klassischem Charakter und echter Schlafplatzkapazität suchen, bleibt sie eine durchdachte Wahl.
Vorteile
- Philip-Rhodes-Fahrtenyacht-Design mit einem durchgängigen Seeverhalten für schmale Rümpfe
- Trailerbares Einrumpfboot von 24 Fuß 9 Zoll mit einfachem Masttoppslup-Rigg
- Schlafplätze für vier Personen mit Pantry und Nasszelle in einem Paket von 5.070 Pfund
- Option für einen Außenborderschacht sorgt für unkomplizierte Motorwartung
Nachteile
- Läuft bei Wind ran und ist laut Eignervereinigungen im Kabbelwasser unruhig
- Die optionale Kermath-Innenborder-Montage ist tief und schwer zu warten sowie korrosionsanfällig
- Die Kühlbox über dem Motor verliert trotz Isolierung an Effizienz
- Die geringe Breite schränkt die Bewegungsfreiheit unter Deck ein







