Design und Konstruktion
Der Rumpf der RS100 ist ein Epoxid-Sandwichbau, eine Konstruktionswahl, die hervorragend zu den Carbonmasten und -spargen sowie den Epoxid-Anhängen passt, um die 176 Pfund Verdrängung konsequent als Epoxid-Sandwichrumpf zu nutzen. Handley verlieh dem Boot einen feinen Bug, der sauber durch die Wellen schneidet, und einen breiten Achterschiffsbereich, der nach Meinung der Tester sowohl Komfort als auch Stabilität beim Sitzen bietet. Die Flügel sind als Teil des Rumpfes laminiert und nicht angebolzt; zudem verhindern die ausgestellten Seiten das unangenehme Schlagen des Wassers gegen den Rumpf (Water Thumping), das die Flügel der Laser EPS plagte – ein Detail, das auf eine durchdachte Rumpfgeometrie und nicht auf kosmetische Gestaltung hinweist. Ein hoch positionierter Baum rundet ein Decks-Layout ab, das darauf ausgelegt ist, dem Segler freie Sicht auf seine Ausrüstung zu bieten. (1)
Rigg und Handhabung
Es werden drei Rigg-Optionen angeboten, einschließlich einer Konfiguration mit einem abnehmbaren unteren Mastteil für leichtere Crews, sodass selbst die kleinsten Segel keine Nachträglichkeit, sondern eine integrierte Option sind. Der zweiteilige Carbonmast nimmt dieses abnehmbare Unterteil auf, und Mylar-Segel vervollständigen ein Rigg, das auf Sensibilität und Geschwindigkeit ausgelegt ist. Ein asymmetrischer Spinnaker läuft bei einem Schotwinkel, den Tester als „genau richtig“ bezeichnen. Die Kontrollleinen sind zu den Flügeln geführt, sodass sich alles leicht greifen lässt, und ein Umlenksystem hebt und senkt das Schwert, ohne dass der Segler seine Position verlassen muss. Ein klappbares Ruder und ein Steckschwert machen das Boot praktisch zum Zuwasserlassen und vielseitig einsetzbar. (1)
Leistung & Charakter
In einem Artikel auf boats.com bezeichnete der Rezensent die von Paul Handley entworfene RS100 als ein wunderschönes Boot mit einem Hauch echten Stils und fand sie deutlich angenehmer als die Vareo, die er am Wind als echte Langeweile empfunden hatte. Das breite Heck und das ausgestellte Überwasserschiff bieten eine stabile Plattform, während der feine Vorschiffseintritt das Segeln im Kabbelwasser erleichtert. Der Entwurf war bereits vor dem Stapellauf sehr beliebt und bediente eindeutig den Wunsch nach einer Einhand-Yacht, die gleitet, ohne ihren Eigner zu belasten. (1)
Eigentümer-Hinweise
Der Epoxid-Sandwich-Rumpf und die Carbon-Komponenten der RS100 ordnen sie zu den technischeren kleinen Booten von RS. Das klappbare Profil und die nach außen geführten Steuerleinen reduzieren das Aufwand beim Einhand-Aufstellen und Bergen des Riggs. Mit einem maximalen Tiefgang von 2 Fuß und 0,35 Fuß bei aufgeholtem Schwert sind Trailern und Flachwasser-Anreize unkomplizierte Folgen dieses Schwertkonzepts.
Das Fazit
Die RS100 ist ein durchdachter Einhand-Segler: Ein Sandwich-Rumpf, Carbon-Rigg und angeformte Flügel ergeben eine stabile, aber lebendige Plattform, und das System mit den drei Riggs erweitert ihre Attraktivität über verschiedene Gewichtsklassen hinweg. Es ist ein Boot, das Tester als äußerst angenehm empfanden, wo sich ihre schwächere Vorgängermodelle leblos anfühlten.
Vorteile
- Epoxid-Sandwich-Rumpf mit Carbon-Spargen und Epoxid-Anhängen hält das Gewicht bei 176 lb
- Einlaminierte Flügel und ausgestellte Seiten verhindern Wasserklappen und sorgen für zusätzliche Stabilität
- Drei Rigg-Optionen inklusive einer leichten Mastkonstruktion
- Alle Steuerleinen zu den Flügeln geführt mit Schwert-Pulley für einfache Bedienung im Einhandbetrieb
- Klappbares Ruder und Steckschwert für praktischen Trailerparken
Nachteile
- Nur für Einhandsegler geeignet; keine Zweimann-Konfiguration
- Die technische Verbundbauweise erfordert möglicherweise mehr Pflege als einfachere Jollen



