Privateer 20 Kaufberatung
Die Privateer 20 ist ein kleiner Trailer-Segler von Smallcraft aus Blockley, entworfen von Norman Howard als leichte Fahrtenjolle-Hybrid-Dinghy mit Hubkiel und der Wahl zwischen Gaffel-Kutter oder einem flachen Bermudian-Rigg. Auf dem Gebrauchtbootmarkt spricht sie Segler an, die einen einfachen, trailerbaren Küstensegler für das Fahrtensegeln suchen, anstatt eine voll ausgestattete Wochenendyacht zu kaufen. Ihr leichter Rumpf aus massivem GFK macht das Zuwasserlassen und das Winterlager extrem unkompliziert.
Layouts auf dem Gebrauchtmarkt
Die meisten Boote, auf die Sie stoßen, sind als Gaffel-Cutter ausgeführt, was die Vorsegelfläche auf zwei kleine Segel verteilt und die Kabine frei hält, da der Kielkasten unter Deck kaum Platz beansprucht. Spätere Rümpfe weisen gelegentlich einen fest eingebauten Ballast unter den Bodenbrettern auf, den frühere Modelle nicht haben – eine Änderung, die der Konstrukteur vornahm, nachdem er das ursprüngliche Boot als zu leicht bewertet hatte. Die Standardausstattung umfasst weder eine Spüle noch Druckwasser; außerdem ist die Nasszelle ungeschützt und unpraktisch – erwarten Sie ein eher zelthafteres Interieur. Das Freibord ist klein, aber ausreichend, und das Boot trocknet aufrecht auf einem kleinen Skeg, was das Leben am Strand erleichtert.
Ausrüstung und häufige Upgrades
Da keine Daten zur Verbreitung von Ausrüstungen vorliegen, konzentrieren Sie sich auf das, was der Rumpf selbst hergibt. Ein halbbalanciertes Ruderblatt ist ein sinnvolles Upgrade, das die Belastung an der Pinne verringert und es Ihnen ermöglicht, etwas mehr Luvgierigkeit komfortabel auszuhalten. Der hölzerne Mast mit Mastlegebeschlag ist leicht und lässt sich einhand in etwa 2,5 Stunden vom Straßenzug zum Segelstart fertig machen, weshalb ein Mastlegehilfe empfehlenswert ist. Ein eigener Stauraum an Deck nimmt eine Ankerwarpe und eine Kettentasche auf – prüfen Sie, ob diese vorhanden sind. Da kein Werft-Waschbecken oder Wassersystem vorhanden ist, installieren viele Eigner eine tragbare Toilette oder eine Pantry mit Kanister; inspizieren Sie alles, was eingebaut wurde, auf Lecks oder Fäulnis.
Was zu inspizieren ist
Der hintere Skeg ist zu klein, weshalb Sie eine Abdrift nach Luv erwarten müssen. Überprüfen Sie zudem die Basis des Skegs auf selbstgemachte Vergrößerungen oder Reparaturanker. Das vollständige Absenken des Kiels bei allen Segeln verursacht eine ausgeprägte Luvgierigkeit; stellen Sie sicher, dass der Kielzug und der Bolzen intakt sind. Die Stagsegelführungen mittschiffs sind längs ausgerichtet, was zu Reibungsverlusten an den Schoten führt – achten Sie auf abgewetzte Seitendecks. Wenn dem Boot zusätzlicher Ballast hinzugefügt wurde, kann der Cockpitlenzer selbst bei leerem Zustand im Hafen unter Wasser liegen; prüfen Sie daher die Entwässerung mit dem Boot aufrecht am Steg. Der Kettenstau im Bug kann bei Ankern zu einer Krängung nach vorn führen; stellen Sie sicher, dass die Kette möglichst zentral gesichert ist. (1)
Verfügbarkeit und Fazit für Käufer
Für einen Kaufinteressenten ist die Checkliste kurz: Bestätigen Sie den Riggtyp und den Zustand des Mastes, prüfen Sie die Beschläge von Skeg und Kiel, überprüfen Sie, ob der Ballast nicht durch den Cockpit-Lenzer läuft, und akzeptieren Sie das nackte Interieur so, wie es konzipiert wurde. Sie ist ein charakterstarker kleiner Segler, der am besten zu einem handwerklich interessierten Eigner passt, der trailert, trockenfallen lässt und vom Cockpit aus refft.