Design und Unterbringung
Die Oyster 80 wurde als Deckssalon konzipiert – ein Layout, bei dem der Hauptlebensbereich erhöht unter einer durchgehenden Glasscheibe platziert ist, um freie Sichtlinien für Langstreckenfahrten zu gewährleisten. Oyster bot verschiedene Innenraumaufteilungen an, die Schlafplätze für sechs oder acht Gäste in Doppel- und Vier-Personen-Kabinen sowie separate Crewkabinen für zwei oder drei Personen je nach gewählter Konfiguration boten. Diese Flexibilität ermöglichte es den drei Rümpfen, von privaten Weltumsegelungen bis hin zu Jugendausbildungsbooten eingesetzt zu werden, ohne dass die äußeren Linien des Rumpfes verändert wurden. Die Breite von 5,8 Metern gab dem Salon und der Kabinenaufteilung reichlich Raum, um die Bereiche für Gäste und Crew voneinander zu trennen – eine Überlegung, die man sonst eher mit weitaus größeren Custom-Yachten verbindet. (1)
Rigg und Leistung
Trotz ihrer Größe zeigte die Oyster 80 eine sehr beeindruckende Leichtwindtauglichkeit – eine Eigenschaft, die man einer 57 Tonnen schweren Fahrtenyacht nicht unbedingt zutraut. Die Werft verzeichnete, dass sie auf einem Halbwindkurs bei etwa 14 Knoten Wind 10 Knoten Geschwindigkeit erreichen kann. Dieser Wert ordnet sie fest in den Bereich moderner Performance-Cruiser ein, anstatt sie als schwere Verdrängeryacht einzuordnen. Free Spirit, Baunummer eins, legte auf der Überfahrt von Hawaii nach Alaska in vier Tagen 1.000 Meilen zurück, was die Fähigkeit des Entwurfs unterstreicht, auf See mit Höchstgeschwindigkeit zu segeln, ohne das Boot für Regatten aufzurüsten. (1)
Service History und Herkunft
Die kleine Produktionszahl bedeutet, dass jeder Rumpf eine eigene Geschichte hat. Neben der Pazifiküberquerung des ersten Rumpfes wurde die Ketsch Team Spirit of Wight für den Ocean Youth Club gebaut und anschließend an die Gordonstoun School verkauft, wo sie unter dem Namen Ocean Spirit of Moray segelte. Ein dritter Rumpf vervollständigt die Zahl von drei des Werften, obwohl öffentliche Registrierungen nur die beiden oben genannten nennen. Die limitierte Serie und das institutionelle Eigentum eines Exemplars zeugen von einem Entwurf, der für den ernsthaften Einsatz und nicht für den Show-Einsatz gebaut wurde. (2)
Das Fazit
Die Oyster 80 ist ein einmaliges Zeugnis des frühen Konzeptes der Werft für große Yachten: ein breiter, extrem solide gebauter Deckssalon mit überraschender Leichtwindgeschwindigkeit und der Seetüchtigkeit, um im Fahrtentrim in den Ozeanen zu segeln. Da nur drei Exemplare gebaut wurden, ist sie weniger eine Marktsegment-Kategorie als vielmehr eine kleine Auswahl bewährter Rümpfe, von denen jeder eine dokumentierte Langstrecke oder eine erfolgreiche institutionelle Karriere hinter sich hat. Die Angaben zur exakten Stückzahl variieren; eine Referenzliste nennt zwei, während die Werft drei Baujahre angibt.
Vorteile
- Bestätigte Geschwindigkeit von 10 Knoten auf raumen Kursen bei 14 Knoten Wind mit hervorragenden Leichtwind-Eigenschaften
- Deck-Saloon-Konfiguration mit flexiblen Layouts für 6 oder 8 Gäste sowie separaten Crew-Unterkünften
- Bewährte Hochseetauglichkeit, belegt durch eine vier Tage dauernde Reise von 1.000 Meilen im Fahrtentrim
Nachteile
- Es existieren nur drei Rümpfe pro Werft, wobei eine Quelle nur zwei nennt, was die Überprüfung erschwert
- Die geringe Stückzahl macht es schwierig, ein bestimmtes Exemplar zu finden oder zu vergleichen






