Konstruktion und Bauweise
Sowohl Rumpf als auch Deck bestehen aus massivem GFK, und das Boot liegt auf einem Flossenkiel mit einem am Spiegel aufgehängten Ruder. Bei einer verdrängten Last von 6.175 Pfund bei 2.250 Pfund Ballast ergibt sich laut den eigenen Angaben der Datenbank ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von rund 36 Prozent, während die Quellenangabe einen Wert von 25 Prozent auf einer anderen Basis angibt – die genaue Relation ist unter den Quellen umstritten. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,33 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 218 ordnen sie fest im Lager der schweren, für moderne Maßstäbe schmalen Boote ein. Die benetzte Fläche des Unterwasserschiffs beträgt etwa 204 Quadratfuß, und ihr Tiefgang beträgt 639 Pfund pro Zoll, was bedeutet, dass sie für eine 26-Fuß-Yacht sehr tief im Wasser liegt.
Rigg und Handhabung
Das Masttopprigg trägt eine Segelfläche von 220 Quadratfuß und führt zu einem bescheidenen Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 10,46 – typisch für ein Boot, das leicht zu handhaben sein soll. Die theoretische Rumpfgeschwindigkeit für einen Verdrängerrumpf dieser Wasserlinie liegt bei 6,5 Knoten. Das Kenterungsverhältnis von 1,72 zusammen mit einer Komfort-Ratio von 25,1 deuten auf ein berechenbares, gutmütiges Seeverhalten hin. Der Tiefgang liegt je nach Beladung zwischen 4 Fuß 1 Zoll und 4 Fuß 4 Zoll. Dies hält das Boot zwar außerhalb der flachsten Reviere, lässt es aber dennoch in vielen flachen Marinas anlegen, da der Tiefgang je nach Beladung nur etwa 4,10 bis 4,40 Fuß beträgt. (1)
Unterbringung
Aufgrund des hohen Verdrängungs-Längen-Verhältnisses war Innenraum nicht die Priorität beim Entwurf – der für die späten 1960er Jahre typische Konstruktionsstil von Van de Stadt bevorzugte eine seetüchtige Rumpfform gegenüber einer großen Kabinenfläche.
Refits und Eignerschaft
Da das Boot von Offshore Yachts Ltd. fertiggestellt, aber von Tyler Mouldings gebaut und zudem an anderen Werften errichtet wurde, sollten Käufer eines bestimmten Exemplars mit Unterschieden in der Decksbeschläge-Ausstattung, dem Innenausbau und den Systemen rechnen, je nachdem, welche Werft den jeweiligen Rumpf hergestellt hat. Die Produktion von unter 200 Einheiten und die Geschichte des mehrfachen Baus bedeuten, dass Ersatzteile nicht im Massenproduktionsmaßstab verfügbar sind. Dennoch halten der einfache GFK-Rumpf und das unkomplizierte Unterwasserschiff mit Flossenkiel die strukturelle Wartung im Rahmen dessen, was man von kleinen Booten gewohnt ist.
Das Fazit
Die Offshore 8 Meter ist eine unauffällig kompetente kleine Van de Stadt-Cruiser-Renneryacht, deren Reiz eher in ihren vernünftigen Proportionen, den gutmütigen Segeleigenschaften und der unprätentiösen Bauweise aus massivem GFK als in Geschwindigkeit oder Volumen liegt. Sie ist ein Boot, das man anhand des jeweiligen Rumpfes beurteilen muss, bedingt durch die unterschiedliche Baugeschichte, aber der Entwurf selbst ist solide und seetüchtig.
Vorteile
- Gutmütiges Seeverhalten mit einem Kenterungsverhältnis von 1,72 und einer Komfort-Ratio von 25,1
- Solider GFK-Rumpf und Deck mit einem einfachen Flossenkiel und Spiegelruder als Unterwasserschiff
- Geringer Tiefgang reicht für den Zugang zu den meisten Marinas aus, während die Ballastsicherheit erhalten bleibt
Nachteile
- Das bescheidene Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis schränkt die Leistung bei leichtem Wind ein
- Das hohe Verdrängungs-Längen-Verhältnis und der Tiefgang von 639 lb/inch bedeuten, dass sie tief liegt und sich langsam belastet
- Die Produktion von unter 200 Booten über mehrere Werften erschwert die Ersatzteilversorgung und die Konsistenz der Verarbeitung








