Design und Konstruktion
Aztec Yachts baute die Nautilus 11 für Rumpf und Deck aus massivem GFK, wobei der Bleiballast etwa 41 Prozent der Verdrängung von 15.000 Pfund ausmacht – ein Anteil von 6.100 Pfund, der dem Boot ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis von 40,67 verleiht. Das Verhältnis von Länge zu Breite liegt bei 3,14 bei einer Breite von 11,5 Fuß, und das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 305 stuft sie eindeutig als schwere Fahrtenyacht für Küste und Hochsee ein und nicht als leichte Regattayacht. Ihr Kenterungsverhältnis von 1,87 und ihr Komfort-Ratio von 29,44 ordnen sie zu den gutmütigeren Entwürfen ihrer Größe ein. Dies ist auf die große, feuchte benetzte Fläche von 344 Quadratfuß und das Immergierungsverhältnis von etwa 1.123 Pfund pro Zoll zurückzuführen, was bedeutet, dass sie unter Last berechenbar stabil bleibt. Das Kenterungsverhältnis für die Nautilus 11m beträgt 1,87. (1)
Rigg und Handhabung
Das Kutterrigg trägt eine Segelfläche von 605 Quadratfuß und ein Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 15,91 – ein bescheidenes Wert, der die Ausrichtung des Entwurfs auf Kontrolle bei Starkwind anstelle von reiner Beschleunigung bestätigt. Die technischen Daten der damaligen Zeit listen die Schotlängen auf, die Aufschluss über die Lasten geben, für die das originale Rigg dimensioniert war: Die Fock- und Genuaschoten laufen mit 36,2 Fuß Länge bei einem Durchmesser von 14 mm, die Großschot ist 90,4 Fuß lang bei denselben 14 mm und die Spinnakerschot misst 79,5 Fuß einer 14-mm-Leine, die als Orientierungshilfe für die Großschot dient. Der Flossenkiel weist je nach Beladung einen Tiefgang von 4,99 bis 5,29 Fuß auf, was flach genug ist, um die meisten Marinas zu erreichen, während die theoretische Rumpfgeschwindigkeit von 7,1 Knoten die obere Grenze markiert, die ein Verdrängerrumpf dieser Wasserlinie problemlos erreichen kann. (1)
Bekannte Schwachstellen
Die Nautilus 11m weist in ihrer Betriebsgeschichte keine strukturellen Mängel, Osmoseprobleme im Rumpf, Riggschäden oder systematische Konstruktionsfehler auf. Die geringe Stückzahl begrenzt die Flotteneinsätze, und das Fehlen von gemeldeten Problemen sollte eher als Bestätigung denn als offizielle Garantie verstanden werden.
Refits und Eignerschaft
Mit nur fünf gebauten Rümpfen zwischen 1981 und 1990 existiert die Nautilus 11 in einem Kontext, in dem jedes erhaltene Exemplar auf dem Markt praktisch ein Unikat ist. Die GFK-Konstruktion und das konservative Kutterrigg bedeuten, dass jede Refit-Geschichte spezifisch für den Eigner sein wird, und Ersatzteile für das Rigg folgen der Standard-Schotstärke von 14 mm anstatt einer proprietären Baugröße.
Das Fazit
Die Nautilus 11m ist eine seltene, robust gebaute, von einem Niederländer entworfene Ketsch, deren Kennzahlen eine stabile Fahrtenyacht mit guter Tragfähigkeit, berechenbaren Segeleigenschaften und einem für Langlebigkeit ausgelegten Rigg beschreiben. Sie ist kein Leistungsschiff, und aufgrund der Seltenheit des Entwurfs müssen Käufer sich eher auf ein Gutachten pro Boot verlassen als auf die Erfahrungen einer Community.
Vorteile
- Schwere GFK-Konstruktion mit 41 Prozent Bleiballast
- Gutmütiges Seeverhalten und hohe Kenterwerte für den Hochseeeinsatz
- Kuttertakelung mit konservativen, standardmäßigen Schotgrößen
Nachteile
- Sehr geringe Stückzahl begrenzt die Erfahrung im Miteigentum
- Bescheidenes Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis schränkt die Leistung bei leichtem Wind ein
- Keine technischen Daten zu Innenraum oder Systemen veröffentlicht für den Vergleich durch Käufer












