Design und Konstruktion
Rolands 5.2 ist überwiegend aus GFK gebaut, wobei der Schwerpunkt auf einer leichten Konstruktion liegt. Die Verdrängung von nur 350 Pfund (ca. 159 kg) hält die Plattform agil und leicht zu trailern bzw. anzukern. Die symmetrischen Rümpfe besitzen einen vertikalen Vorsteven und ein umgekehrtes Spiegelbild im Heck. Sie sind mit einem am Spiegel aufgehängten GFK-Ruderpaddel und einziehbaren GFK-Schwertern ausgestattet, die sich für das Anlanden und den Straßentransport bis auf 2,5 Fuß Tiefe oder bei eingezogenem Schwert auf nur sechs Zoll Tiefe absenken lassen. Tester jener Zeit bemerkten, dass die Rümpfe unten breit und oben schmal sind, um zusätzlichen Auftrieb zu erzeugen. Diese Form sorgt für einen tiefen Segeldruckpunkt, trotz des hohen Streckungsverhältnisses des Riggs. (2)
Rigg und Handhabung
Die 5.2 ist eine Zweifach-Daggerboard-Slup mit einem klappbaren Mast aus eloxiertem Aluminium und einem Großsegel mit Volllatten (typischerweise neun Latten) als Standardkonfiguration. Die Trimmvorrichtungen für die Wanten an Bord ermöglichen es der Crew, das Rigg unter Segeln anzupassen. Die Kombination aus Steckschwertern und dem klappbaren Flügelmast sorgt für hervorragende Leistung am Wind. Das Design legt großen Wert auf ein kleines benetztes Volumen beim Gleiten, direktes Handling und ein lebendiges Gefühl. Für raume Kurse bietet das Boot hervorragende Gleit- und Surfpotenziale bei moderatem Wind, was es ideal für Einheitsklassenregatten macht. Der Portsmouth Yardstick-Schnitt von 72,0 platziert das Boot fest im Bereich des Club-Regattasports. Normalerweise wird es von zwei Personen gesegelt, wobei Trapeze zum Ausbalancieren des Riggs verwendet werden. (2)
Unterbringung
Als amerikanischer Katamaran-Segeljoll unter den Maßen von 17 Fuß Länge über alles und einer Breite von 8 Fuß ist der 5.2 ein Freizeitsegelboot, das für eine Crew von 1–2 Personen gebaut wurde und nicht für die Ankerung im Hafen mit Kabinenunterkunft. Es gibt keinen geschlossenen Innenraum; die Plattform ist ein mit Trapez ausgestattetes Daysailer-Boot, das für das Slippen vom Strand, Clubregatten und Freizeitsegeln konzipiert ist, wobei das Trampolin als Arbeitsdeck zwischen den Rümpfen verläuft. (1)
Das Fazit
Die Nacra 5.2 bleibt ein Maßstab für Einsteiger-Katamarane dieser Klasse und hat eine ganze Marke geprägt. Ihre leichten GFK-Rümpfe, das klappbare 7/8-Rigg und die Steckschwerter bieten das nötige Laufverhalten am Wind und die Geschwindigkeit vor dem Wind, die klassisches Beach-Cat-Segeln ausmachen. Da die Schwerter aufgeholt werden können, ist sie zudem ein praktischer Trailer-Sailer. Eine Produktionszahl von 2.600 Booten und Flotten in Australien, Europa, Japan und den USA bis 1994 belegen ein Design, das auch heute noch einen neuen Eigner mit der Kameradschaft einer klassischen Klasse belohnt.
Vorteile
- Leichtbauweise aus GFK mit 350 lb Gewicht für einfaches Trailern und Slippen vom Strand aus
- Zwei Steckschwerter und rotierender Mast sorgen für hervorragende Leistung am Wind
- Großsegel mit Volllatten und Trimmmöglichkeit der Wanten direkt auf dem Wasser
- Große Geschichte als Einheitsklasse mit noch aktiven Regatten im Vintage-Stil
Nachteile
- Minimaler Komfort; reines Boot für Tagestouren ohne Kabine oder jeglichen Wohnkomfort
- In der Produktlinie ab 1979 durch die Nacra 5.5 abgelöst











