International Sanibel 18 — Informationen, Bewertung, technische Daten

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Die Sanibel 18 ist ein kleiner amerikanischer Einrumpfer, der erstmals 1982 als FreizeitFahrtenyacht auf den Markt kam und nach der gleichnamigen Stadt und Insel in Florida benannt ist. Entworfen von Charles Ludwig und in den Vereinigten Staaten von einer Reihe von Werften gebaut – darunter Southern Sails, Commodore Yacht Corporation, Captiva Yachts, LeisureTime Fiberglass Products und International Marine –, zeichnet sich das Boot durch eine komplizierte Produktionsgeschichte aus. In dieser wurden verschiedene Modellnamen verwendet, bevor die Sanibel 18 ihre endgültige Identität fand. Die Produktionsdauer war kurz: Die verwandte Sanibel 17 wurde 1985 eingeführt, zunächst von Captiva Yachts und später von International Marine gebaut, 1986 in Sanibel 18 umbenannt und zwischen 1985 und 1988 insgesamt 169 Exemplare beider Modelle fertiggestellt. Alle Versionen sind heute nicht mehr in Produktion.

Messwerte

Abmessungen 01

Länge über alles
Länge an Deck
Länge in der Wasserlinie
Breite
Tiefgang
Maximale Stehhöhe
Durchfahrtshöhe

Bauweise & Rumpf 02

Bauweise
Rumpfart
Kielart
Ballast
Verdrängung
Wasserkapazität
Kraftstoffkapazität

Rigg & Segel 03

Rigg-Art
Vorliek Großsegel
Unterliek Großsegel
Vorsegeldreieck Höhe
Vorsegeldreieck Basis
Vorstaglänge (geschätzt)
Segelfläche

Berechnungen 04

Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis
Ballast-Verdrängungs-Verhältnis
Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L)
Komfort-Ratio
Kenterungsverhältnis
Rumpfgeschwindigkeit

Design und Konstruktion

Die Sanibel 18 ist überwiegend aus GFK mit Holzverzierungen gebaut, ein unkomplizierter Komposit-Einrumpfer mit einem am Spiegel aufgehängten Ruder und einem Hubkiel anstelle eines festen Kiels. Die Konstruktion mit Hubkiel und am Spiegel aufgehängtem Ruder deutet auf ein Boot hin, das für den Trailertransport und flache Gewässer konzipiert ist, wo ein Hubkiel und ein Ruder, das unter Wasser nicht im Profil des Rumpfes stört, das Zuwasserlassen und Auflaufen vereinfachen. Die Bauweise ist im gesamten Rumpf schlichtes GFK, wobei die Wärme der Holzverzierungen die einzige Zugeständnis an traditionelle Verarbeitung ist. Die Produktionsgeschichte ist ungewöhnlich: Derselbe Grundriss ging unter verschiedenen Namen durch mehrere amerikanische Werften, bevor sich der Name Sanibel 18 durchsetzte. Dies bedeutet, dass ein gebrauchtes Exemplar in seinen Unterlagen das Label einer beliebigen Werft tragen kann, ohne dass es sich um ein anderes Boot handelt. (1)

Rigg und Handhabung

Über Deck trägt die Sanibel 18 ein 7/8-Slup-Rigg – ein bescheidenes Rigg, das perfekt zu einem leichten Küsten-Daysailer und Weekender passt. Das fraktionierte Layout hält das Vorsegel im am stärksten beanspruchten Bereich des Riggs und harmoniert hervorragend mit dem Schwertkonzept, bei dem Balance und einfache Handhabung wichtiger sind als reine Segelfläche. Dank eines am Spiegel aufgehängten Ruders werden die Steuerkräfte am Heck aufgenommen, anstatt durch einen internen Skeg oder eine Öffnung geleitet zu werden – eine einfache und wartungsarme Lösung für ein Boot dieser Größe. Die Kombination aus Hubkiel, 7/8-Slup-Rigg und Außenborder als einziger Motorisierungsort ordnet den Entwurf fest in die Tradition der trailerbaren Boote ein, die über Rampen zu Wasser gelassen werden, und nicht in die Klasse der Tageboote mit Festkiel.

Unterbringung

Unter Deck finden drei Personen Schlafplätze, aufgeteilt in eine Doppel-V-Koje im Vorschiff und eine gerade Sitzecke im Salon. Die V-Koje im Vorschiff ist der offensichtliche Haupt-Schlafbereich, während die gerade Sitzecke eine dritte Koje bietet, ohne die Komplikationen einer umbaubaren Dinette oder Achterkojen. Dies ist ein minimalistisches, aber funktionales Interieur für ein Boot dieser Länge, das eine nutzbare Doppelkoje im Vorschiff und eine Einzelkoje neben dem Kajütaufbau einem komplexeren Plan vorzieht. Der durch die gesamte Konstruktion getragene Holzschmuck zeigt sich auch unter Deck und verleiht der kleinen Kabine ein traditionelles Flair, das allein die GFK-Hülle nicht bieten könnte.

Bekannte Schwachstellen

Die Produktionsgeschichte der Sanibel 18 birgt eher ein leicht zu übersehendes Identifikationsproblem als eine Reihe struktureller Mängel. Die Sanibel 17 und die umbenannte Sanibel 18 sind fast identische Boote, aber die spätere 18 erhielt erhöhte Cockpitsitze, um mehr Kniebeinfreiheit auf den Kojen im Salon zu schaffen, sowie drei erhöhte Platten auf dem Kajütdach für einen einzelnen Anker mit Teak-Geräteträger. Aufgrund dieser Änderungen ist das Geländer des Kajütdachs der einfachste Weg, um eine 17 von einer 18 zu unterscheiden; ein Käufer oder Gutachter, der sich einem Rumpf gegenüber sieht, der entweder so oder so beschriftet ist, sollte das Geländer vor dem Vertrauen in das Modelljahr genau prüfen. Die kurze Produktion durch verschiedene Werften bedeutet, dass Papiere und Baunummern nicht immer allein verlässlich sind. (1)

Refits und Eignerschaft

Die werksseitigen Änderungen, die die 18 von der 17 unterscheiden, waren selbst eine Art laufender Refit-Prozess während der Produktionszeit. Das Anheben der Cockpitsitze war eine direkte Reaktion auf den Komfort der Kojen und sicherte so Kniefreiheit im Salon auf Kosten einer etwas höheren Sitzlinie. Die drei Polster auf dem Kajütaufbau dienten ausschließlich dazu, ein einzelnes Teakgeländer zu montieren, das zum optischen Markenzeichen des späteren Modells wurde. Für Eigner sind diese Details weniger als Verbesserungen denn als Kennzeichen wichtig: Sie bestätigen, welche Version des Designs ein bestimmter Rumpf repräsentiert und ob er die Linie als 17 oder unter dem Namen 18 verließ.

Das Fazit

Die Sanibel 18 ist eine kleine, schlicht gebaute GFK-Trailerjolle mit einer 7/8-Slup-Takelung, einem Hubkiel und einem am Spiegel aufgehängten Ruder – ein einfaches und zugängliches Boot für die Küste, dessen größte Komplikation die verworrene Werftgeschichte des Herstellers ist. Die Kabine bietet drei Schlafplätze mit einer Doppelkoje im Vorschiff und einer Sofakoje, wobei sich die spätere Version 18 durch ihre Teak-Gürtelluke auf dem Kajütaufbau deutlich von der 17 abhebt. Was ihr an Produktionskontinuität fehlt, macht sie durch eine unprätentiöse, leicht verständliche Bauweise wieder wett.

Vorteile

  • 7/8-Slup-Rigg mit aufholbarem Schwert und Außenborder für einfaches Trailern
  • Schlafplätze für drei Personen durch eine Doppelkoje im Bug und eine gerade Sitzecke
  • Klarer Modellidentifikationsmerkmal durch die Kajütaufbaubordüre bei der 18

Nachteile

  • Mehrere Werften und Modellnamen über eine kurze Bauzeit hinweg erschweren die Dokumentation
  • Nicht mehr in Produktion; es wurden nur 169 Rümpfe der Modelle 17 und 18 gebaut

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