Design und Konstruktion
Der Phantom 14 ist überwiegend aus GFK gebaut, mit einem geneigten Vorsteven und einem vertikalen Spiegel, die seine Herkunft als Jolle unmissverständlich zeigen. Mit einer Länge über alles von 14,21 Fuß, einer Wasserlinienlänge von 10,5 Fuß, einer Breite von 4,42 Fuß und einer Verdrängung von nur 120 Pfund ist der Rumpf ein echtes Leichtgewicht. Ein hohes Vorsteven und eine eingegossene Süllrandverkleidung wurden speziell geformt, um das Eintauchen des Bugs zu reduzieren, was bei Booten mit Schwert häufig vorkommt – eine praktische Lösung für einen bekannten Schwachpunkt von Jollen und kein reines Gestaltungselement. Das aufholbare Steckschwert und das am Spiegel aufgehängte Ruder an einer Pinne halten das Unterwasserschiff einfach und strandtauglich, während der massive GFK-Rumpf und das Deck den damals üblichen Konstruktionsprinzipien für kleine Boote entsprechen. (1)
Rigg und Handhabung
Das Lateinersegel hebt den Phantom von der bermudischen Norm in dieser Größenklasse ab. Anstelle eines Mastes mit Baumsegel nutzt das Design Segelschlaufen, in die beschichtete Aluminiumspieren eingesetzt werden, um das Boot aufzutakeln. Dieses System erzeugt weniger aerodynamischen Widerstand und sorgt für eine gleichmäßigere Segelform. Die Segelluke wird durch das Süll geführt, sodass die Kontrollleinen nah am Crewmitglied liegen. Mit einer Segelfläche von 84,5 Quadratfuß und einem D-PN von 103,7 – im Registrierungswesen als fragwürdig eingestuft – wird das Boot normalerweise von einem einzelnen Segler gesegelt, und sein Portsmouth Yardstick-Durchschnitt von 103,7 spiegelt eine schnelle Einhandplattform wider. Das Steckschwert sorgt für einen maximalen Tiefgang von 2,83 Fuß und einen minimalen von 0,31 Fuß, sodass das Boot trockenfallen oder mit aufgeholtem Schwert getrailert werden kann. (1)
Unterbringung
Es gibt keine richtige Kabine, wie es sich für ein 54-köpfiges Regattaboot gehört. Die Plicht bietet einen Stauraum für Ausrüstung, und es sind Ausreitgurte installiert, damit der Einhandsegler das Boot aufrecht segeln kann. Die Rolle als Freizeitschiff wird durch Einfachheit erfüllt: ein Platz zum Sitzen, etwas zum Anlehnen und ein trockener Ort für eine Leine und ein Mittagessen.
Das Fazit
Die Phantom 14 ist eine speziell für das Einhandsegeln gebaute Regattayacht, die ein spezifisches Problem von Jollen – das Absinken des Bugs – durch eine geformte Süllrandverstärkung und einen hohen Vorsteven löste. Dabei setzte sie auf ein Lateiner-Rigg mit Taschenbesegelung, das den Luftstrom optimierte und eine konstante Segelform hielt. Die Produktionszahlen waren hoch und das Boot ist seit Langem nicht mehr im Bau, aber die Konstruktionslogik bleibt für alle, die ein leichtes, trockenfallendes Boot suchen, nach wie vor klar.
Vorteile
- Die geformte Süllrandverstärkung und der hohe Bug reduzieren das Einsetzen des Bugs, das bei Schwertern üblich ist
- Lateiner-Rigg mit Aluminiumspargen verringert den Widerstand und hält die Segelform stabil
- Das aufholbare Steckschwert und das Spiegelruder machen das Boot strandtauglich und einfach zu trailern
- Nur 120 Pfund Verdrängung; einhand leicht zu handhaben
Nachteile
- Keine Kabine oder Übernachtungsmöglichkeit
- Die für Regatten vorgesehenen Handicap-Werte werden als fragwürdig eingestuft




