Design und Konstruktion
Die Freedom 21 wurde überwiegend aus GFK mit Holzverzierungen gebaut. Ihr Rumpf zeigt einen geneigten Vorsteven und einen vertikalen Spiegel, auf dem ein am Spiegel aufgehängtes Ruder an einer Pinne sitzt. Unter der Wasserlinie verfügt die amerikanische Version über einen festen Flossenkiel mit einem Tiefgang von 3,75 Fuß oder alternativ über einen Flachkiel mit zwei Fuß Tiefgang. Die britischen Varianten sind mit zwei Hubkielen mit Eisenballast ausgestattet, von denen mindestens 40 Stück verkauft wurden. Ein eleganter Flossenkiel verleiht dem Standardboot eine Rumpfgeschwindigkeit von 5,6 Knoten und eine PHRF-Handicap-Wertung von etwa 260. Das Catrigg steht auf einem freistehenden Kohlefasermast mit einem Großsegel voller Latten. Eine Slup-Takelung wurde optional angeboten; die unverstagte Konfiguration ermöglicht es dem Boot, auf das übliche Vorstag zu verzichten und seine Einfachheit für kleine Crews zu nutzen. (1)
Rigg und Handhabung
Was die Freedom 21 auf dem Wasser auszeichnet, ist die Kombination aus ihrem flexiblen Mast und dem Großsegel mit Volllatten, die für eine lebendige Leistung am Wind sorgt, die Eigner kleinerer Boote selten erwarten würden. Dasselbe Rigg, das sie schnell am Wind segeln lässt, macht sie auch leicht zu handhaben: Der charakteristische Hoyt Gun Mount ist ein klappbarer, am Bug montierter Spinnakerbauch, über den eine Person den symmetrischen Spinnaker aus der Plicht ausrichten und halsen kann. In einer Rezension von 2010 bemerkte Steve Henkel, dass die leicht zu kontrollierende Gun-Mount-Konstruktion es ermöglicht, den Spinnaker einfach durch Auswerfen des Falls und Ablassen des Segels in seinen Bauch wieder zu bergen. Henkel lobte zudem die tiefen Cockpitsenkel und ein gut proportioniertes Cockpit für guten Fußhalt, als Eigenschaften, die das Segeln zum Vergnügen machen. Er fand jedoch, dass sie am Wind nicht besonders schnell ist – insbesondere als Catboot –, und einige Eigner berichten von mäßiger Leistung bei leichtem Wind. Ein Stagsegel kann angeschlagen werden, wenn mehr Vortrieb gewünscht wird. (2)
Unterbringung
Unter Deck bietet die Freedom 21 Platz für vier Personen durch eine Doppel-V-Koje im Bugkajüte und zwei gerade Sofakojen im Salon, wobei die Stehhöhe unter 1,78 m liegt. Die Pantry befindet sich an Steuerbord direkt achterlich der Bugkabine und ist mit einer Spüle sowie einer Kühlbox ausgestattet. Ein tragbares WC vervollständigt die sanitären Anlagen. Dies ist ein gemütlicher Innenraum, der jedoch für echte Nächte an Bord und nicht nur für Picknicks ausgelegt ist. Die kompakte Pantry-Platzierung hält den Niedergang frei für das Solarsegeln, das der Decksplan fördert.
Bekannte Schwachstellen
Das Boot hat einige unpraktische Ecken und Kanten. Henkel stellte fest, dass das Vorschiff nicht immer leicht zugänglich ist, da die Backbordseite vom Sliprohr für das Katamaran-Launchen eingenommen wird – ein echter Nachteil, wenn man vor Anker oder im Seegang an den Bug muss. Das Leichtwind-Geschwindigkeitspotenzial des Catboots wurde von demselben Rezensenten kritisiert, und Berichte von Eignern bestätigen, dass die mäßige Leistung am Wind bei leichtem Wind der Preis für den komfortablen, unverstagten Aufbau ist. Der tiefe Flossenkiel, den Henkel als die leistungsfähigere Variante bezeichnete, lässt sich ohne Kran nur schwer vom Trailer holen – eine praktische Grenze für das Trailern. Ihr ungewöhnliches Aussehen mit einer dunklen, umschließenden Windschutzscheibe spricht vielleicht nicht jeden an.
Refits und Unterhalt
Die Instandhaltung einer Freedom 21 konzentriert sich meist darauf, das freistehende Rigg und das Gun-Mount-Spinnakersystem zu erhalten, da beide für den Charakter des Bootes von zentraler Bedeutung sind und nicht leicht ersetzt werden können. Die mit Klappflügeln ausgestatteten Zwillingskiele der britischen Boote sind eine eigene Linie mit Eisenballast – ein wichtiger Hinweis, falls ein Exemplar aus dem britischen Markt auftaucht. Da die Produktion eingestellt wurde und nur etwa 150 Boote gebaut wurden, ist die Flotte klein genug, dass eine sorgfältige Inspektion des Riggs und eine solide Installation der Trinkwassertube wichtiger sind als kosmetische Updates.
Das Fazit
Die Freedom 21 ist ein cleveres, absolut trailerbares Design, das etwas Leistung am Wind bei leichtem Wind gegen ein Deck eintauscht, das jeder Einhandsegler problemlos meistern kann. Ihr freistehender Kohlefasermast, das Großsegel mit Volllatten und der am Bug montierte Spinnakerbeutel machen das Fahrtensegeln mit kleiner Crew fast lächerlich einfach. Die Kabine ist zwar eng, bietet aber eine echte Aufteilung mit vier Kojen. Die Kielwahl und die Eingriffe des Beutels an Backbord sind der Preis für diese Einfachheit.
Vorteile
- Unverstagter Carbonmast und Großsegel mit Volllatten vereinfachen das Handling
- Hoyt Gun Mount ermöglicht das Setzen des Spinnakers im Einhandbetrieb aus der Plicht
- Vier-Koje-Innenraum mit Pantry und tragbarem WC in einem 21-Fuß-Rumpf
- Optionen mit Flachkiel oder Flossenkiel; in Großbritannien erhältliche Variante mit zweifach aufholbarem Kiel
Nachteile
- Mäßige Leistung am Wind bei leichtem Wind, besonders als Catboot
- Der Zugang zur Backbord-Bugseite wird durch den Spinnaker-Außenbordschlauch eingeschränkt
- Tiefer Flossenkiel ist ohne Kran schwer zu trailern
- Die ungewöhnliche, umschließende Windschutzscheibe teilt die Meinungen







