Design und Konstruktion
Die Isla 40 ersetzte die Lucia 40, einen Vorgänger, von dem fast 300 Exemplare in einer Karriere von knapp unter fünf Jahren gebaut wurden. Die wichtigste Veränderung beim neuen Modell betrifft die Rümpfe: Die Bugsektionen weisen umgekehrte Vorsteven auf – eine Abkehr vom früheren eleganten Profil, die den Katamaran zu einem sportlicheren und attraktiveren Design macht. Diese Rümpfe gewannen 8 Zoll an Wasserlinie, was die Länge von 38 Fuß 6 Zoll auf 39 Fuß 2 Zoll verlängerte. Das Boot ist ein Katamaran mit Spatenruder, einem Tiefgang von 4 Fuß und einer Verdrängung von rund 20.900 Pfund bei einer Breite von 21 Fuß 7 Zoll. Die Partnerschaft von Fountaine Pajot mit Berret-Racoupeau begann 1991, und die Isla setzt diese Linie als Einstiegs-Segelkatamaran der Marke fort. (1)
Rigg und Handhabung
Die Isla 40 ist mit einem Flat-Top-Großsegel von 635 Quadratfuß und einer überlappenden Genua von 388 Quadratfuß getakelt – eine Kombination, die das Boot hervorragend nutzt. Der Steuerstand befindet sich an Steuerbord und ist erhöht positioniert, sodass der Rudergänger über das Kajütdach und das Bimini hinwegsehen kann. Er ist sowohl vom Cockpit als auch vom Seitendeck aus zugänglich, und eine Treppe führt hinauf zum Bimini. Drei Winschen und mehrere Fallstopper liegen in bequemer Reichweite des Steuerrads, und der Traveller erstreckt sich über den hinteren Teil des Biminis. Der Baum ist so tief montiert, dass man gut an die Segeltasche gelangt, wenn man Reißverschlüsse schließt. Auf dem Wasser stellten Probefahrer bei etwa 12 Knoten Wind am Wind (kein Lieblingstörn für Katamarane) eine Geschwindigkeit von 6,5 bis 7 Knoten auf dem GPS fest, bevor sie auf einen Halbwindkurs abfuhren, auf dem sie in Böen einige 8-Knoten-Einschläge zeigte. (2)
Unterbringung
Fountaine Pajot bietet die Isla 40 im Maestro-Layout an, bei dem die Eignerkabine den Steuerbordrumpf einnimmt: eine Koje achtern, ein Schreibtisch und eine Nasszelle mittschiffs sowie eine Dusche im Vorschiff mit einer Waschmaschine/Trockner im Vorpiek. Der Backbordrumpf beherbergt Kabinen mit Doppelkojen an beiden Enden, zwischen denen sich separate Nasszellen mit Dusche befinden. Für den Charterbetrieb gibt es ein Layout mit vier Kabinen (Quatuor) sowie eine Skipperkabine im Vorpiek. An Deck bietet die Plicht einen Tisch neben der Pantry direkt rechts neben der Salontür, während sich innerhalb des Schiffes und gegenüber der Pantry eine digitale Navigationselektronik mit einem Multifunktionsdisplay auf Augenhöhe befindet, ergänzt durch einen speziellen Platz für einen Laptop unter Deck. Vorne an Backbord lässt sich ein Tisch zum Essen hochklappen oder für Cocktails absenken.
Das Fazit
Die Isla 40 ist ein durchdacht weiterentwickelter Beitrag in der Katamaran-Linie von Fountaine Pajot. Sie tauscht das konservative Lucia-Profil gegen umgekehrte Bugformen und eine längere Wasserlinie ein, während die bewährte Innenraumlogik der Marke beibehalten wird. Ihr erhöhtes Steuerhorn an Steuerbord, gut erreichbare Winschen und das Flat-Top-Rigg machen sie zu einer leistungsfähigen Wahl für das Segeln mit kleiner Crew an der Küste und auf Langstrecke. Die Maestro-Aufteilung bietet dem Eignergehäuse echte Unabhängigkeit. Die Version als Quatuor dient Charterflotten, ohne die Plattform zu beeinträchtigen.
Vorteile
- Umgekehrte Vorsteven und ein Gewinn von 8 Zoll an Wasserlinie gegenüber der Lucia 40 verfeinern die Silhouette und verlängern die Segellänge
- Das erhöhte Steuerhaus an Steuerbord mit den benachbarten Winschen und Travellerstützen ermöglichen einhandes Trimmen und gute Sicht
- Das Maestro-Layout bietet einen vollwertigen Eignerrumpf mit Schreibtisch, Nasszelle und Waschmaschine im Vorschiff
Nachteile
- Mit 39 Fuß ist sie die kleinste im Segelangebot von Fountaine Pajot, was das absolute Volumen im Vergleich zu größeren Schwesterschiffen einschränkt
- Der Tiefgang von vier Fuß eignet sich zwar für das Fahrtensegeln, begrenzt das Boot aber auf der kleineren Seite des Mehrrumpf-Spektrums





