Design und Konstruktion
Perrys Sportboot passt in einen 40-Fuß-Container, und diese strenge Packungsdisziplin führte zu einem schlanken 32-Fuß-10-Meter mit einem Hubkiel und einem am Spiegel aufgehängten Ruder, dessen schiebbarer Ruderblatt leicht zu entnehmen ist. Der Rumpf besteht aus Sandwichbauweise mit GFK-Kern und einer einwandigen Kajütaufbautoplatte; entlang der strukturellen Längsachse wurde der Kern herausgefräst und durch ein einwandiges Laminat ersetzt, das tatsächlich dünner als das umgebende Sandwich-Laminat ist und im Inneren durch GFK-Längsträger verstärkt wird. Die Rumpfkonstruktion wurde vom Erfinder als mitteltechnologischer Schaumkern mit Vinylesterharz beschrieben, und die vordere Luke ist direkt in das Vorschiffsdach aus massivem GFK eingegossen und nicht aus transparentem Polycarbonat gefertigt. Die Klassenvorschriften erlaubten drei Segel, und das Rigg selbst ist eine Carbon-Ausführung mit zurückgepfeilten Salingen, einem im Kiel stehenden Carbonmast und einem Sprit aus Carbon. (2)
Rigg und Handhabung
Auf dem Wasser verhält sich das Boot wie eine speziell für Regatten gebaute Jolle. In einem Testbericht in der Zeitschrift Sailing World erzielten Segler bei den größeren Böen Bootsgeschwindigkeiten von rund 16 Knoten. Das Boot lief gut Höhe am Wind und wechselte die Winkel beim Kreuzen sehr hoch. Trotz der moderaten Länge gaben die hohen Bordwände des Rumpfes ein deutlich größerer-Boot-Gefühl als bei anderen Sportbooten, die die Tester gesegelt hatten. Das leicht zu demontierende Spiegelruder und der ausziehbare Kiel deuten auf eine trailerbare, containerisierbare Regattamaschine und nicht auf eine Fahrtenyacht hin. Der Außenborderschacht befindet sich direkt achtern des Niedergangs, mit Türen, die sich bei eingeholtem Motor bündig mit dem Rumpf schließen lassen. (2)
Unterbringung
Dies ist in erster Linie ein Regattaboot, und das spiegelt sich im Innenraum wider. Die Kabine hat einen unfertigen, fast industriellen Charakter mit nur 29 Zoll Stehhöhe unter dem Deckshaus. Die beiden Kojen unter der Plicht sind die nutzbarsten Schlafplätze an Bord, während die Sitze des Sofas einladend aussehen, bis man sich hinsetzt und die niedrige Deckenhöhe einen zum Einknien zwingt. Ein klassespezifisches Maximalgewicht für die Crew von 1.050 Pfund sagt alles über den vorgesehenen Nutzen des Bootes aus: Dies ist ein leichtes Gleitsportboot, kein Boot für Wochenendtörns.
Bekannte Schwachstellen
Die frühesten Rümpfe wurden mit untermotorisierten Pinnen, schwach dimensionierten Spiegeln und Ruderausrüstungen ausgeliefert, die den Belastungen des außenliegenden Ruderblatts nicht standhielten. Das Debüt wurde zudem durch schlecht konstruierte und gebaute Klassensegel beeinträchtigt. Tester berichteten von Lichtdurchlässigkeit im Laminat im Bereich der minimalen Spannung, nur mäßigem Rutschfestigkeit, Türen des Außenborderschachts, die sich ständig beim Segeln öffneten, und einem klappbaren Bugspriet, durch den Wasser eindringt, sofern kein nachträglich angebrachtes Dichtungsring eingebaut wird.
Das Fazit
Die Flying Tiger 10M ist ein fokussiertes Sportboot im Containerformat, das aufregende Leistung beim Kreuzen und ein echtes Großboot-Gefühl am Streckgurt bietet, eingebettet in eine puristische Regattayacht ohne jeglichen Komfort. Die Mängel der frühen Produktionsjahre wurden weitgehend behoben, aber das Boot bleibt ein unverfälschter Regattasegler mit minimalem Komfort.
Vorteile
- Leichtwindleistung von 16 Knoten und hervorragende Kursstabilität am Wind in einem 32-Fuß-Format
- Containergerechter Rumpf mit Hubkiel und leicht zu demontierendem Ruder für den Trailertransport und den Seetransport
- Kohlefaserrigg und Sandwich-Konstruktion des Spangenrahmens halten das Gewicht niedrig
Nachteile
- Landwirtschaftliches Interieur mit 73 cm Stehhöhe und begrenzten Kojen
- Frühe Rümpfe wiesen Schwachstellen bei Pinne, Spiegel und Ruderausrüstung auf
- Undichtigkeiten am Bugspriet und die Öffnungsmechanik der Außenborderschächte erfordern Aufmerksamkeit des Eigners








