Design und Konstruktion
Was die Coaster bietet, ist eine pragmatische Mischung aus Daysailer-DNA und Kajütenpraktikabilität. Der Rumpf verfügt über das Klinker-GLR-Layout, und das Schwert sitzt in einem integrierten Schwertkasten, der über eine Winsch vom Steuerstand aus bedient wird. Diese Kielschwert-Konstruktion sorgt für einen Tiefgang von nur 0,3 m mit aufgeholtem Schwert und 1,17 m abgesenktem Schwert, sodass der 6,63 m lange Rumpf trockenfallen oder sich in flachen Buchten eintragen lässt, während er bei abgesenktem Schwert auch einer Brise noch standhält. Mit einem Segelgewicht von 580 kg und einem Trailergewicht von 980 kg ist das Boot ein echtes Ein-Personen-Trailerboot: Das klappbare Trailerdesign ermöglicht ein einfaches Zuwasserlassen und Aufholen durch einen einzelnen Bediener, und das Boot kann entweder getrailert oder auf einem Festmacher liegen gelassen werden. (2)
Rigg und Handhabung
Die Coaster ist mit einem lose gefahrenen Gunter-Yawl-Rigg ausgestattet, das nicht sehr effizient ist, aber für viel Spaß sorgt – wenn auch nicht für hohe Geschwindigkeiten –, insbesondere dank des großen Ankers im Cockpit. Die Gesamtsegelfläche beträgt 15,22 m² (164 ft²), aufgeteilt auf ein Großsegel von 7,98 m², eine Fock von 5,2 m² und eine Besan von 2,04 m². Das moderate Rigg und die Verdrängung von 482 kg machen sie leicht zu handhaben und unkompliziert. Das große Cockpit sorgt zudem für eine gesellige Atmosphäre an Bord. Ein Langschaft-Außenborder mit 5–6 PS wird empfohlen, um die Segelfläche zu ergänzen. Er passt in einen speziellen Außenborderschacht, der ein einfaches und schnelles Aufholen ermöglicht, wenn er nicht im Wasser liegt. (1)
Unterbringung
Unter Deck ist die Coaster ein idealer Boot für einen langen Wochenendausflug zu zweit. Die Kabine bietet zwei Kojen über die gesamte Länge des Bootes hinweg sowie eine Nasszelle und reichlich Stauraum vor Anker. Yachting Monthly beschreibt die Unterbringung als recht einfach, aber es gibt genügend Platz für zwei Personen, um mit einer einfachen Kochgelegenheit und chemischen Bordtoiletten vor Anker zu zelten. Mit dem Nachrüsten eines Sprayhoods und eines Zeltes lassen sich zwei weitere Kojen schaffen, und ein Cockpitzelt kann bei Familiensegelungen zwei weitere Schlafplätze bieten, was die angegebene Kapazität auf fünf Personen erhöht. Die RCD-Kategorie ist C, was eher für geschützte Gewässer und Küstensegeln als für Hochseepassagen geeignet ist. (2)
Eignerschaft und Nutzung
Die Einfachheit, die sie beliebt gemacht hat, erstreckt sich auch auf den Unterhalt: ein einzelner empfohlener Außenborder, ein manuell mit Winsch bedienbares Schwert und ein Rigg, das ohne komplexe Systeme bedient werden kann. Die Klassenvereinigung unter www.drascombe-association.org.uk unterstützt die Eigner, und die Bauhistorie der verschiedenen Werften sorgt dafür, dass Ersatzteile und kollektives Wissen über eine lange Produktionslinie verteilt sind. Sie kann an einem Liegeplatz liegen oder nach Hause getrailert werden, was die Lagerkosten für eine 21 Fuß 9 Zoll lange Yacht flexibel hält.
Das Fazit
Die Drascombe Coaster ist ein ehrliches, minimalistisches Boot für Wochenendtörns, das reine Geschwindigkeit gegen einfache Handhabung, geringen Tiefgang und echten Einhand-Trailer-Einsatz eintauscht. Sie ist am besten als Boot mit Dach zum Campen statt als Miniatur-Fahrtenyacht zu betrachten, und in dieser Rolle funktionieren ihre große Plicht und die Kabine mit zwei Kojen hervorragend.
Vorteile
- Echte Ein-Person-Start- und -Landung auf einem Schwenktrailer
- Schwertkasten mit Cockpit-Winsch ermöglicht einen Tiefgangsbereich von 1 Fuß bis 3 Fuß 10 Zoll
- Zwei vollwertige Kojen plus optionale Zeltkojen für den Familienbetrieb
- Einfache, wartungsarme Ausstattung mit wenigen Systemen
Nachteile
- Das Gunter-Yawl-Rigg ist nicht sehr effizient; eher zum Spaß als zum schnellen Segeln geeignet
- Die Unterkünfte sind rudimentär und verfügen nur über chemische Bordtoiletten
- Die CE-Zertifizierung nach Kategorie C beschränkt sie auf Küsten- und geschützte Gewässer







