Design und Konstruktion
Comar baute die 275 in Italien als massiven GFK-Rumpf mit Flossenkiel. Das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 172 ordnet das Boot in die Kategorie der sogenannten „leichten Regattayachten“ ein, und das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 3,05 verleiht ihm das schmale, sportliche Profil, das für diese Klasse typisch ist. Die benetzte Fläche beträgt etwa 452 Quadratfuß, und das Absenkungsvermögen von rund 1.374 Pfund pro Zoll bedeutet, dass das Boot bei Beladung für seine Länge sehr schwer auf dem Wasser liegt. Ein Spatenruder und ein Tiefgang von 6,56 Fuß runden eine Rumpfform ab, die auf Agilität und schnelle Reaktionen ausgelegt ist und nicht primär auf maximale Tragfähigkeit. (1)
Rigg und Handhabung
Das Masttoppslup-Rigg wird von einer für diese Größe bemerkenswert schweren laufenden Takelage bedient: Die Schoten von Fock und Genua sind mit einem Durchmesser von 14 mm über 37 Fuß lang, die Großschot streckt sich auf 92,5 Fuß, und die Spinnakerschoten erreichen 81,4 Fuß – allesamt bei den gleichen Abmessungen der 14-mm-Leinen. Diese Uniformität deutet auf einen Decksplan hin, der für eine sichere und unter Last dehnungsarme Kontrolle ausgelegt ist. Ihre theoretische Rumpfgeschwindigkeit liegt bei 7,64 Knoten, und das Komfort-Ratio von 21,6 deutet auf ein eher sportliches als komfortables Seeverhalten hin. Das Kenterungsverhältnis von 2,05 liegt über dem Grenzwert, der für Hochseeregatten akzeptiert wird. Ein Rezensent schrieb in der Yachtdatabase, dass dies das Boot eindeutig als Küsten- und Binnenboot und nicht als hochseetaugliche Fahrtenyacht kennzeichnet. (1)
Unterbringung und Systeme
Die Werftangaben listen einen 29-PS-Dieselmotor mit Einwellenantrieb auf, kombiniert mit 16 Gallonen Kraftstoff und 63 Gallonen Wasser – bescheidene Tankkapazitäten, die eher für Wochenendtörns und Küstenfahrten als für längere Aufenthalte im Hafen geeignet sind. Die Länge von 37 Fuß und die Breite von 12 Fuß verleihen dem Boot eine Größe, die mit anderen Comar-Cruiser-Rennern dieser Ära vergleichbar ist, obwohl die Werft nur den Rumpf und die Systeme beschreibt, nicht jedoch die Innenraumaufteilung. Die mechanische Basis besteht aus einem kleinen Diesel, geringer Kraftstoffkapazität und einem Wassertank, der für eine kleine Crew über mehrere Tage ausgelegt ist.
Das Fazit
Die Comet 275 ist ein stimmiges italienisches Entwurf der späten 80er Jahre: leicht in ihren Linien, steif im Rigg und mit überdimensionierten Schoten ausgestattet, die eine ernsthafte Regatta-Ambition unterstreichen. Sie ist rein rechnerisch nicht für Hochseeregatten gebaut, aber ihr Flossenkiel-Rumpf und das Masttopprigg machen sie zu einer leistungsfähigen Fahrtenyacht für küstennahe Reviere mit genügend Tankkapazität für kurze Törns.
Vorteile
- Solider GFK-Rumpf mit direkt laminierten Verstärkungen für hohe Steifigkeit
- Masttopprigg mit schwerem 14-mm-Basistau und durchgehendem laufenden Gut
- 29 PS Diesel mit 63 Gallonen Wasserkapazität für Küstenfahrten
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis schließt sie von der Teilnahme an Hochseeregatten aus
- Die geringe Kraftstoffkapazität von 16 Gallonen begrenzt die Reichweite unter Motor
- Eingestuft als „leichte Regattayacht“ und nicht als schwere Fahrtenyacht




