Design und Konstruktion
Die Rhodes 27 misst etwas über 39 Fuß Länge über alles bei einer Wasserlinienlänge von 27 Fuß, mit einer schmalen Breite von 9 Fuß 8 Zoll und einem Tiefgang nahe 6 Fuß. Der Rumpf ist eine schlanke Holzform mit Langkiel, und die Konstruktion ist durchgehend traditionelles Holz. Philip Rhodes entwarf das Boot als Masttoppslup, und der Typ blieb vom ersten Exemplar an ein Slup. Die Proportionen – ein langer, schmaler Rumpf mit moderatem Tiefgang – ordnen sie in die Linie der Hochsee-Regatta-/Fahrtenyachten jener Ära ein, anstatt zu den breiteren GFK-Fahrtenyachten des Nachkriegszeitalters zu gehören. (2)
Rigg und Handhabung
Die Segelfläche lag im Originalplan bei knapp über 600 Quadratfuß und umfasste ein 7/8-Vorsegeldreieck. Das Rigg entwickelte sich Schritt für Schritt mit dem Regattaalltag der Klasse: Ein größerer Vorsegel wurde im R27-Modell von 1944 hinzugefügt, und Anfang der 1960er Jahre wurde das Vorsegeldreieck auf den Masttopp verlegt. Diese Änderungen erweiterten den nutzbaren Windbereich und brachten den Segelplan des Bootes in Einklang mit der damals vorherrschenden Masttoppslup-Konvention, ohne den zugrunde liegenden Rumpf zu verändern. (1)
Unterbringung
Unter Deck war die Rhodes 27 für das Küstensegeln mit kleiner Crew aufgeteilt. Ein Paar Kojen im Vorschiff befand sich neben einer angrenzenden, geschlossenen Nasszelle, während der Salon auf beiden Seiten Sitzplätze bot, die zu Kojen umgebaut werden konnten. Eine Pantry war am Fuße des Niedergangs untergebracht. Das Boot bot Schlafplätze für vier Personen und bot zudem Platz für bis zu zwei zusätzliche Feldbetten im Salon – eine Aufteilung, die der Klasse neben ihrer Regatta-Ausrichtung echte Fahrttauglichkeit verlieh. (1)
Bekannte Schwachstellen
Das größte bekannte Problem, das die Klasse betrifft, ist ein gemeinsames Problem aller Holzyachten dieser Epoche: Viele der Rhodes 27 wurden im Laufe der Jahrzehnte teilweise oder vollständig restauriert. Das Material selbst – Holzrumpf und -deck – bedeutet, dass Fäulnis, Korrosion an den Befestigungen und Verschleiß an den Verbindungen zu den chronischen Risiken für Käufer oder Eigner gehören. Die wiederholte Restaurationsgeschichte bestätigt, dass diese Boote über ihre lange Lebensdauer hinweg regelmäßige strukturelle Aufmerksamkeit erfordert haben. (2)
Refits und Eignerschaft
Da die Flotte aus Holz besteht und mehr als 40 Boote viele Jahrzehnte im Einsatz waren, war ein Teil- oder Vollrestaurierung ein wiederkehrendes Thema für die Eigner. Das Bestehen der Klasse über eine zweite und dritte Segelgeneration hinaus ist das direkte Ergebnis dieser kontinuierlichen Restaurierungsarbeiten und nicht eines werksseitigen Weiterführungsprogramms. (2)
Das Fazit
Die Rhodes 27 ist ein langlebiges Entwurf von Philip Rhodes, das durch regelmäßige Pflege sein Alter gut versteckt hat. Ihr schlanker Langkiel-Rumpf, das Masttoppslup-Rigg und die praktische Aufteilung mit vier bis sechs Kojen machen sie zu einer erstklassigen klassischen Regatta-/Fahrtenyacht – vorausgesetzt, der Käufer akzeptiert die Pflichten des Holzbootsbesitzers.
Vorteile
- Lange Produktionszeit von 1939 mit einer Bauhistorie in den USA und Deutschland
- Weiterentwickelte Takelage von 7/8 zu Masttopp mit größerer Fock bis 1944
- Schlafplätze für vier Personen mit zwei optionalen Rohrkojen; geschlossene Nasszelle im Vorschiff
- Mehr als 40 gebaut und viele restauriert, was die Langlebigkeit beweist
Nachteile
- Der Holzrumpf und das Deck erfordern kontinuierliche Restaurierung und Inspektion
- Die geringe Breite von 9'8" begrenzt das Innenraumvolumen im Vergleich zu späteren Fahrtenyachten






