Design und Konstruktion
Jones' SJ-30 ist ein GFK-Einrumpfboot mit Flossenkiel und Spatenruder, das eine Verdrängung von rund 6.500 Pfund bei einem Blei-Eisen-Ballast von 2.663 Pfund aufweist. Das Verhältnis von Länge zu Breite (L/B) von 2,84 und ein Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 176 ordnen sie in die Kategorie der sogenannten „leichten Regattayachten“ ein – eine Rumpfform, bei der mehr auf Agilität als auf Tragkraft geachtet wird. Die benetzte Fläche des Unterwasserschiffs beträgt etwa 301 Quadratfuß, und das Tiefgangsverhältnis liegt bei rund 949 Pfund pro Zoll, sodass das Boot sehr empfindlich auf Last reagiert. Bemerkenswerterweise wurde die SJ-30 auch als Bausatz für den Eigenbau verkauft, weshalb sich die Qualität der fertigen Boote von Exemplar zu Exemplar unterscheiden kann. (1)
Rigg und Handhabung
Das Boot ist mit einem 7/8-Rigg und einem Flossenkiel gebaut, dessen Tiefgang je nach Beladung zwischen 1,65 m (5,41 Fuß) und 1,74 m (5,71 Fuß) liegt. Ihr Segelplan wird durch moderate Steuerleinen bedient: Die Schoten von Fock und Genua sind mit einer Länge von 9,40 m (30,9 Fuß) und einem halben Zoll Durchmesser spezifiziert, die Großschot mit 23,50 m (77,3 Fuß) und einem halben Zoll sowie die Spinnakerschot mit 20,70 m (68 Fuß) und einem halben Zoll. Mit einer theoretischen Verdrängungs-Rumpfgeschwindigkeit von etwa 6,7 Knoten und einer Komfort-Ratio von 14,7 liest sich der Entwurf in seinem eigenen Revier als schnell, aber nicht besonders weich im Seeverhalten. Der Kenterungsverhältnis-Wert von 2,38 ist die Zahl, die laut der veröffentlichten Bewertung eine Teilnahme an Hochseeregatten ausschließen würde – ein nützlicher Grenzwert für den Segeltyp, für den sie konzipiert wurde.
Unterbringung
Unter Deck ist die SJ-30 mit drei Kabinen, sieben Kojen und einer Pantry ausgestattet. Diese Anzahl an Kojen bei einer leichten 30-Fuß-Regattayacht zeigt eine Aufteilung, die der Unterbringung der Crew für Regatten oder kompaktes Fahrtensegeln vor der Privatsphäre des Eigners im Vordergrund steht. Die Drei-Kabinen-Aufteilung drängt die Wohnbereiche in den breiten Rumpf mit einer Breite von 10,75 Fuß.
Eignerschaft und Refits
Da einige Rümpfe die Werft als unfertige Rohlinge für den Endausbau verließen, sollte ein Käufer oder Eigner mit Unregelmäßigkeiten bei der Innenausbauqualität, der Integration der Tanks und der Verkabelung von Systemen zwischen den einzelnen Booten rechnen. Das massive GFK-Deck und -Rumpf bieten eine solide Basis für ein Refit, aber aufgrund des variablen Ausbaustands muss jedes Boot anhand seiner eigenen Ausführung beurteilt werden, anstatt von einer Standardproduktion auszugehen.
Das Fazit
Die Hustler SJ-30 ist ein zweckmäßiger Leichtregattaboot von Stephen Jones: für ihre Länge recht schmal, mit Flossenkiel und nach den Formeln der Verdrängungsgeschwindigkeit schnell – aber mit einem Kenterungsverhältnis, das sie eher für Küsten- und Binnengewässer als für den Hochseeeinsatz geeignet macht. Der Innenraum mit drei Kabinen und sieben Kojen macht sie zu einer guten Fahrtenyacht für Wochenendtörns mit Crew, und das 7/8-Rigg ist einfach zu bedienen. Die Geschichte der Bootsbauten aus Eigenbau ist der einzige bleibende Nachteil – sie dezentralisiert die Bauqualität und erfordert bei jedem Exemplar eine gründliche Inspektion vor dem Kauf.
Vorteile
- Leichtathletische Rumpfproportionen (DL-Verhältnis 176) mit reaktionsschnellem Flossenkiel
- 7/8-Rigg mit überschaubaren Schotmaßen für das Segeln mit kleiner Crew
- Drei Kabinen und sieben Kojen im 30-Fuß-Format
Nachteile
- Das Kenterungsverhältnis von 2,38 schließt eine Teilnahme an Hochseeregatten aus
- Die Option zur Selbstbauten-Vollendung führt zu einer variablen Bauqualität innerhalb der Flotte
- Das niedrige Komfort-Ratio (14,7) deutet auf ein hartes, sportliches Seeverhalten hin








