Design und Konstruktion
Die Hobie 18 wurde mit symmetrischen Rümpfen und federbelasteten, klappbaren Steckschwertern konstruiert, die über eine einzige Leine bedient werden. Diese Aufteilung unterschied sie von früheren asymmetrischen Hobie-Katamaranen und ermöglichte es ihr, etwas höher am Wind zu segeln als ihre asymmetrische Cousine. Die Rümpfe selbst haben hohe Vorsteven und viel Volumen – Eigenschaften, die das Boot sehr schwer zum Kentern bringen und für ein weicheres Seeverhalten sorgen als bei den kleineren Hobies. In der eigenen Werbung bezeichnet Hobie das Boot als „tankartig“ gebaut und als sehr solide Konstruktion. Die massive GFK-Bauweise mit einer Breite von 8 Fuß und einer angegebenen Verdrängung von 400 Pfund untermauert diesen Ruf. Frühe Exemplare wogen jedoch deutlich mehr als die behaupteten 400 Pfund, und in den frühen bis mittleren 1980er Jahren sank das Gewicht der Rümpfe, während an Belastungspunkten vorzeitige Materialermüdung auftrat. Dieser Schwachpunkt wurde durch die Einführung von Wantanker gelöst, die die Last auf die Wanten verteilten und gleichzeitig als Verstärkung an den Befestigungspunkten des vorderen Querträgers dienten. Ab 1986 lagen die Boote im Allgemeinen nahe an der fabrikseitigen Gewichtsspezifikation. (1)
Rigg und Handhabung
Das originale Rigg brach für die Marke neue Wege mit einer Rollfock, einem integrierten Travellerschiene auf der hinteren Querstange und einem lose gefahrenen Großsegel, ergänzt durch integrierte Ausreitwings und Trapezflügel sowie Mylar/Dacron-Taffetasegel. Es war das erste Hobie-Modell, das mit einem Comptip-Mast konstruiert wurde; die in Europa gebauten Boote nutzten einen vollaluminischen Mast, der oberhalb der Unterwanten verjüngt war. Das Boot läuft bei weiten Bedingungen gut, ist stabil und fehlerverzeihend, ohne den technischen Vorsprung des Hobie 20 zu bieten. Mit gerollter Fock kann es fast einhand wie ein Hobie 14 gesegelt werden, während es mit den Flügeln zu einem handlichen Familienboot für Tagestouren wird. Bei starkem Wind ist es etwas nasser, da das Trampolin näher am Wasser liegt, aber die hohen Vorsteven und das Volumen ermöglichen es, drei oder vier Erwachsene zu transportieren und trotzdem mit über 500 Pfund Crew problemlos zu segeln. Bei extrem leichtem Wind wird es seine Portsmouth-Rating nicht erreichen, doch eine fähige Crew hält mit dem Hobie 16 und 20 Schritt.
Unterbringung und Einsatzprofil
Auf einem Beach-Cat gibt es keine Kabinen oder Kojen, aber die Vielseitigkeit der Hobie 18 liegt genau darin, dass sie sich überall zurechtfindet. Sie ist gleichermaßen zu Hause als Regattaboot und für Tagestouren – weniger aktiv als ihre kleineren Cousins, aber keineswegs langweilig. Die ursprüngliche SE-Version erfuhr während ihrer Lebensdauer keine wesentlichen Änderungen, während Hobie 1984 mit dem Magnum 18 Flügel hinzufügte und um 1990 die 18SX mit längeren Flügeln, höherem Mast und vertikal geschnittenen Mylar-Segeln einführte. Seit den späten 1990er Jahren legen die Klassenvorschriften ein Mindestgewicht der Crew von 295 Pfund fest; das Boot ist bei einem Gewicht von 295 bis 320 Pfund am wettbewerbsfähigsten und bleibt auch bei rund 360 Pfund noch spielbar. Die einzige nationale Regattaklasse, die noch aktiv ist, bleibt die ursprüngliche SE.
Bekannte Schwachstellen
Zwei häufige Problemzonen verdienen eine Inspektion: weiche Decksbereiche im Vorschiff vor dem Sitzplatz des Rudergängers auf der Achterbalken und Risse an der Stelle, wo die vordere Querlatte mit dem Rumpf verbindet. Wassereinbruch lässt sich meist auf den Schwertkasten zurückführen. Die Dichtung sollte sowohl oben als auch unten überprüft werden, wobei das obere Ende häufig der Schuldige ist. (1)
Refits und Eignerschaft
Die Werftunterstützung ist für ein eingestelltes Modell ungewöhnlich umfangreich. Ein SX-Rigg oder ein Spinnaker-Kit kann zu jeder Version nachgerüstet werden, und das werksseitige 3:1-Downhaul kann auf 8:1 hochgerüstet und an beiden Seiten geführt werden, um unter Segel anzupassen. Ein positives Mastdrehsystem hilft, auch bei leichtem Wind eine gute Abwindwinkel zu halten. Hobie veröffentlicht immer noch Montage- und Ersatzteilanleitungen, einen europäischen Ersatzteillisten, Ruder-Legierungs-Umbauten, Beschläge-Kits und Aufrichtsysteme wie Easy Up, sodass ein Eigner einen älteren Rumpf konkurrenzfähig halten kann, ohne lange suchen zu müssen.
Das Fazit
Der Hobie 18 verdient seinen Ruf als vielleicht der vielseitigste Katamaran, der je gebaut wurde. Er schließt die Lücke zwischen einem spielerischen Strandboot und einem ernsthaften Regattaboot – gutmütig genug für eine unerfahrene Crew, dennoch trimmbar für Klassenregatten und zudem durch ein Ersatzteillager-Netzwerk unterstützt, das für sein Alter selten ist.
Vorteile
- Symmetrische Rümpfe und klappbare Steckschwerter sorgen für eine bessere Höhe am Wind und einfaches Ablegen vom Strand aus
- Flügel und Rollfock machen sie zu einem ruhigen Boot für Familientagestouren oder Einhandsegler
- Große Auswahl an Ersatzteilen ab Werft und hervorragende Refit-Unterstützung, einschließlich SX- und Spinnaker-Upgrades
- Hohe Bögen schützen vor Sonnenschuss und sorgen für ein weiches Seeverhalten im Kabbelwasser
Nachteile
- Rümpfe aus den frühen und mittleren 1980er Jahren neigen zu Spannungsrisse und überdimensionierter Bauweise
- Nasses Trampolin bei starkem Wind; weiche Stellen im Deck und Risse an den Querträgern erfordern Aufmerksamkeit
- Die Geschwindigkeit bei leichtem Wind hält ohne eine erfahrene Crew hinter den Tabellenwerten zurück










