Design und Konstruktion
Die Handschrift von John Corby ist unverkennbar in einem Rumpf zu erkennen, der im klassischen IRC-Stil für kleine Boote konzipiert ist und recht schwer sein muss, damit er nicht beim Ankerfahren ins Gleiten gerät. Die Serienproduktion in Danzig lieferte einen massiven GFK-Rumpf und ein Deck mit Bleiballast, und die Ausrichtung auf das Regatta-/Fahrtenboot-Programm bedeutete, dass die Struktur nie als reiner Regattaklassiker ausgelegt wurde. Ein Ballast-Verdrängungs-Verhältnis (B/D) von 51,2 und ein Kenterungsverhältnis von 1,98 zeugen von einer steifen, stabilen Plattform, während das Verdrängungs-Längen-Verhältnis (D/L) von 189,52 die Schwere bestätigt, die Eigner beschreiben. Sie ist ein IRC-optimiertes Boot, was den Schwerpunkt auf messbare Stabilität statt auf reine Leichtigkeit erklärt. (1)
Rigg und Handhabung
Was der Corby 29 an Gleitfreude fehlt, macht sie sich an der Pinne wieder wett. Ein Eigner, der das Boot intensiv gesegelt hat, beschrieb es als sehr gut ausgewogen und ein Vergnügen bei jedem Wind – eine der am meisten genossenen Boote, die er je bedient hatte. Das Masttoppslup-Rigg trägt eine Segelfläche von 493 Quadratfuß, was zu einem Segelfläche-Verdrängungs-Verhältnis (SA/D) von 21,81 führt – ausreichend, um das Boot auch bei leichtem Wind unter seiner Masse in Fahrt zu halten. Diese Balance zeigte sich auch im Regattasegeln: Eine Corby 29 gewann das zweihändige Round the Island Race mit John Corby an Bord, und die Klasse wurde bei den IRC Nationals bei Windstärken von über 30 Knoten gesegelt. Derselbe Eigner gab zu, dass sie vor dem Wind bei 25 Knoten etwas anspruchsvoll zu handhaben ist – ein berechenbares Verhalten eines breiten, schwer ballastierten Rumpfes, wenn der Wind von hinten aufkommt. (1)
Unterbringung und Regatta-Ausstattung
Die Corby 29 wird mit einer Crew von sieben Personen gesegelt, und dieses Team von erfahrenen Seglern ist durch das Layout des Bootes hervorragend für das gemeinsame Segeln vor Anker aufgeteilt. Als Fahrtenyacht für Regatten schlägt sie eine Brücke zwischen diesen beiden Welten. Die Quellen gehen jedoch nicht über diese Aufteilung der Regattacrew hinaus; die Bezeichnung „Fahrtenyacht für Regatten“ aus der eigenen Produktbeschreibung der Werft bleibt die klarste Aussage zu ihrem Doppelfokus. (1)
Das Fazit
Die Corby 29 ist eine durchdacht ausbalancierte Regatta-/Fahrtenyacht, die das Gleichgewichtsgefühl beim Gleiten gegen Stabilität und ein Rudergefühl eintauscht, das Eigner auf allen Kursen schätzen. Sie ist ein ernstzunehmendes IRC-Boot mit Fahrtenkomfort, bewährt bei starken Winden auf Nationalregatten und im zweihändigen Inselsegeln, verlangt jedoch Respekt, wenn sie vor dem Wind bei Starkwind gesegelt wird.
Vorteile
- Sehr gut ausgewogenes, angenehmes Rudergefühl bei unterschiedlichsten Bedingungen
- Schwere, stabile, IRC-optimierte Rumpfform, die nicht auf Gleiten angewiesen ist
- Bewährte Regatta-Historie inklusive Round the Island und IRC Nationals
Nachteile
- Lässt sich nicht planen; fühlt sich schwer an für Segler, die auf Leichtgewicht und Geschwindigkeit setzen
- Nur eine Handvoll Vortrieb vor dem Wind bei 25 Knoten Wind






